Pferde

Fünf Reiterinnen in Schutzhelmen reiten auf verschiedenen Pferden entlang eines schmalen Waldweges, umgeben von grüner Vegetation.
Ein Ausritt im Gelände ist für Reitanfänger das tollste

Pferde – Wissenswertes über Pferderassen, Ponys, Farben und Reiten

Warum faszinieren Pferde seit Jahrhunderten?

Pferde begleiten den Menschen seit Jahrtausenden. Sie waren
Arbeitspartner, Transportmittel, Sportkameraden und heute vor allem Freizeit- und Familienpferde. Gleichzeitig unterscheiden sich Pferde enorm in Größe, Charakter, Temperament und Einsatzgebiet. Genau deshalb
gibt es nicht das eine perfekte Pferd für jeden Menschen.

Wer sich erstmals mit Pferden beschäftigt, stellt häufig Fragen wie: –
Welche Pferderassen gibt es?

– Worin unterscheiden sich Ponys und Großpferde?

– Welche Pferdefarben gibt es?

– Welches Pferd eignet sich
für Anfänger?

– Was lernt man in der ersten Reitstunde?

Diese Seite dient als zentrale Übersicht und wird nach und nach um ausführliche Fachartikel ergänzt.

Pferderassen

Von robusten Fjordpferden über elegante Friesen bis hin zu sportlichen Warmblütern gibt es weltweit Hunderte anerkannte Pferderassen. Jede hat typische Eigenschaften hinsichtlich Größe, Charakter, Bewegungsqualität und Einsatzgebiet.

Pferdefarben

Auch die Fellfarben der Pferde sind ausgesprochen vielfältig. Besonders häufig begegnet man: – Fuchs – Brauner – Rappe – Schimmel – Falbe –Schecke

Ponys und Großpferde

Ponys sind nicht einfach kleine Pferde. Viele Ponyrassen gelten als super robust, langlebig und intelligent. Sie eignen sich häufig hervorragend für Kinder und Jugendliche, werden aber ebenso erfolgreich von Erwachsenen geritten.

Reiten lernen

Wer reiten lernen möchte, beginnt in der Regel in einer Reitschule. Dort stehen zunächst der sichere Umgang mit dem Pferd, das Putzen, Satteln sowie der korrekte Sitz im Mittelpunkt. Später folgen Leichttraben,
Hufschlagfiguren, Galopp und die Hilfengebung.

Diese Seite bildet den Einstieg in eine umfangreiche Wissenssammlung rund um Pferde, Ponys, Reitunterricht und Pferdewissen für Anfänger.

Was kostet eine Reitstunde?

Wer reiten lernen möchte, fragt sich meistens zuerst: Was kostet eine Reitstunde eigentlich? Einen einheitlichen Preis gibt es nicht. Die Kosten hängen unter anderem davon ab, ob du Einzelunterricht oder eine Gruppenreitstunde nimmst, auf einem Schulpferd oder dem eigenen Pferd reitest und wie lang die Unterrichtseinheit dauert. Auch Region, Qualifikation des Reitlehrers und Ausstattung der Reitschule spielen eine Rolle.

Eine Gruppenreitstunde ist normalerweise deutlich günstiger als Einzelunterricht. Allerdings solltest du beim Preis nicht nur auf die reine Reitzeit schauen. Gute Schulpferde müssen gehalten, gefüttert, tierärztlich versorgt und regelmäßig ausgebildet werden. Eine seriöse Reitschule kalkuliert deshalb zwangsläufig anders als ein Betrieb, bei dem möglichst viele Reiter möglichst schnell durch die Reitstunden geschleust werden.

Das erste Turnier mit dem Pferd

Das erste Reitturnier ist aufregend, selbst wenn man zu Hause eigentlich längst weiß, was man tut. Plötzlich kommen Abreiteplatz, fremde Pferde, Lautsprecherdurchsagen, Prüfungsbeginn und die eigene Nervosität gleichzeitig zusammen.

Deshalb beginnt die Vorbereitung auf das erste Turnier lange vor dem eigentlichen Turniertag. Pferd und Reiter sollten die gestellten Aufgaben sicher beherrschen und auch außerhalb des heimischen Reitplatzes arbeiten können. Dazu kommen ganz praktische Fragen: Welche Prüfung passt zu uns? Welche Ausrüstung ist vorgeschrieben? Wann muss ich auf dem Turnierplatz sein und wie läuft das Abreiten ab? Wer diese Abläufe vorher kennt, kann sein erstes Turnier mit Pferd wesentlich entspannter angehen.

Gebisslose Zäumung

Eine gebisslose Zäumung wirkt ohne Gebiss im Pferdemaul. Das bedeutet allerdings nicht automatisch, dass sie besonders sanft ist. Je nach Modell werden die Zügelhilfen über Nasenrücken, Unterkiefer, Genick oder mehrere dieser Bereiche übertragen.

Zu den gebisslosen Varianten gehören beispielsweise Sidepull und unterschiedliche gebisslose Trensen. Auch das Reiten mit Knotenhalfter wird gelegentlich dazugezählt, obwohl ein Knotenhalfter ursprünglich nicht als klassische Zäumung entwickelt wurde. Entscheidend ist weniger die Frage „mit oder ohne Gebiss“, sondern ob die jeweilige Zäumung korrekt angepasst ist und der Reiter mit feinen Hilfen umgehen kann.

Es gibt übrigens auch Reiter, die reiten komplett ohne Trense oder auch zum Beispiel mit Halsring

Der Pferdeführerschein

Der Pferdeführerschein vermittelt grundlegendes Wissen über den sicheren und verantwortungsvollen Umgang mit Pferden. Dabei geht es nicht nur ums Reiten. Haltung, Fütterung, Pflege, Verhalten und Bedürfnisse des Pferdes gehören ebenso dazu wie das sichere Führen und der praktische Umgang im Alltag.

Im Ausbildungssystem der Deutschen Reiterlichen Vereinigung gibt es unterschiedliche Pferdeführerscheine mit verschiedenen Schwerpunkten. Gerade für Einsteiger ist eine solche Ausbildung sinnvoll, weil Pferdewissen eben nicht erst im Sattel beginnt. Wer ein Pferd führen, anbinden oder versorgen möchte, sollte verstehen, warum ein Pferd in bestimmten Situationen so reagiert, wie es reagiert.

Was ist eigentlich Dressurreiten?

Dressurreiten bedeutet nicht einfach, auf einem Pferd bestimmte Lektionen abzuspulen. Im Kern geht es um die systematische Ausbildung des Pferdes. Es soll lernen, auf immer feinere Hilfen zu reagieren, seinen Körper besser auszubalancieren und den Reiter möglichst gesund zu tragen.

Viele Grundlagen der Dressur begegnen deshalb auch Reitern, die niemals eine Dressurprüfung reiten möchten. Takt, Losgelassenheit, Anlehnung, Schwung, Geraderichtung und Versammlung bauen aufeinander auf und beschreiben verschiedene Aspekte der Ausbildung. Übergänge, gebogene Linien oder Seitengänge sind keine Zirkusnummern für das Dressurviereck, sondern Werkzeuge, mit denen das Pferd gymnastiziert werden kann.

Was kostet ein Pferd?

Bei der Frage „Was kostet ein Pferd?“ denken viele zunächst an den Kaufpreis. Der ist allerdings nur der Eintrittspreis in ein ziemlich langlebiges Hobby. Nach dem Kauf entstehen jeden Monat Kosten für Stallmiete, Futter, Hufschmied oder Hufpflege, Versicherungen und gegebenenfalls Reitunterricht.

Hinzu kommen unregelmäßige Ausgaben für Tierarzt, Zahnarzt, Ausrüstung oder Medikamente. Gerade Tierarztkosten können innerhalb kurzer Zeit erheblich werden. Wer ein eigenes Pferd kaufen möchte, sollte deshalb nicht nur ausrechnen, ob der Kaufpreis vorhanden ist, sondern ob die laufenden Kosten dauerhaft getragen werden können und eine finanzielle Reserve für unerwartete Ausgaben vorhanden ist.

Bodenarbeit mit Pferden

Bodenarbeit mit Pferden umfasst weit mehr als das Führen eines Pferdes über ein paar Stangen. Vom Boden aus lassen sich Kommunikation, Aufmerksamkeit, Geschicklichkeit und gymnastizierende Übungen erarbeiten. Je nach Ziel gehören Führtraining, Stangenarbeit, Gelassenheitstraining, Seitengänge oder andere Übungen dazu.

Besonders interessant ist Bodenarbeit, weil sich dabei sehr deutlich zeigt, wie gut Mensch und Pferd einander verstehen. Abstand halten, auf Körpersprache reagieren, anhalten, rückwärtsrichten oder die Schulter verschieben sind keine spektakulären Kunststücke. Sie bilden vielmehr eine gemeinsame Sprache, die später auch beim Reiten hilfreich sein kann.

Die 10 außergewöhnlichsten Pferderassen

Friese, Haflinger und Deutsches Reitpferd kennen fast alle Pferdefreunde. Weltweit existieren jedoch Pferderassen, die mit ungewöhnlichem Aussehen, besonderen Gangarten oder einer bemerkenswerten Entstehungsgeschichte überraschen.

Zu den außergewöhnlichsten Pferderassen können beispielsweise Achal-Tekkiner mit ihrem häufig metallisch wirkenden Fell, die gelockten Curly Horses oder seltene ursprüngliche Pferderassen gehören. Andere fallen durch enorme Größe, besondere Fellzeichnungen oder ihre Anpassung an extreme Lebensräume auf. Gerade seltene Pferderassen zeigen eindrucksvoll, wie unterschiedlich Pferde durch Zucht, Nutzung und Umwelt geworden sind.

Ich bin Daniela

Reitlehrerin FN und Therapeutische Reitlehrerin und absoluter Fan von Fjordpferden