Bodenarbeit mit Pferden

Bodenarbeit mit dem Pferd: Übungen, Aufbau und fertige Vorlagen

Bodenarbeit ist der Teil der Pferdeausbildung, der ohne Sattel auskommt und trotzdem alles beeinflusst, was später im Sattel passiert. Du stehst neben Deinem Pferd, gibst ein Signal, und Dein Pferd antwortet. Diese Antwort kannst Du sehen, während sie entsteht. Genau darin liegt der Wert: Du erkennst sofort, ob Dein Signal angekommen ist, ob Dein Pferd die Aufgabe verstanden hat und wie es sich dabei bewegt.

Dieser Beitrag führt Dich durch alle Bereiche der Bodenarbeit: vom ersten Führschritt über Stangen, Pylonen und Gelassenheitstraining bis zu den Lektionen, die Dein Pferd wirklich gymnastizieren. Dazu bekommst Du fertige Aufgabenvorlagen zum Ausdrucken, Parcoursaufbauten mit Maßangaben und die Prüfungsanforderungen der Deutschen Reiterlichen Vereinigung, damit Du weißt, worauf ein Richter achtet.

Was Bodenarbeit beim Pferd genau bedeutet

Bodenarbeit umfasst alles, was Du mit Deinem Pferd vom Boden aus tust, um mit ihm zu kommunizieren und es auszubilden. Die Deutsche Reiterliche Vereinigung fasst es in ihren Ausbildungsunterlagen so: Erziehung des Pferdes und Verständigung mit ihm vom Boden aus, wobei die Signalgebung des Menschen so gewählt sein soll, dass das Vertrauen des Pferdes wächst.

Damit fällt sehr viel unter diesen Begriff. Das Führen auf der Stallgasse gehört dazu. Das Anhalten an einer Pylone gehört dazu. Die Vorhandwendung an der Hand, das Übertreten im Trab, die Arbeit am langen Seil, das Gewöhnen an eine Plane, das Verladen, die Zirkuslektionen, die Freiarbeit ohne Seil: alles Bodenarbeit.

Diese Breite ist der Grund, warum viele Menschen mit dem Thema hadern. Sie lesen „Bodenarbeit“ und bekommen mal Vertrauensübungen, mal Muskelaufbau, mal Gelassenheitstraining serviert. Es hilft, die Bodenarbeit in vier Bereiche zu sortieren, die sich klar unterscheiden lassen:

Führtraining. Dein Pferd orientiert sich an Deinem Tempo, hält punktgenau an, tritt zurück, wechselt Gangart und Gangmaß, bleibt in Position, wenn Du die Seite wechselst.

Geschicklichkeitstraining. Dein Pferd bewegt sich über Stangen, durch Gassen, um Pylonen, weicht seitlich, folgt seitlich, tritt exakt dorthin, wo Du es hinschickst.

Gelassenheitstraining. Dein Pferd lernt, ruhig an unbekannten Gegenständen vorbeizugehen, über Planen zu treten, durch Engpässe zu gehen.

Gymnastizierende Arbeit. Dein Pferd biegt sich, tritt unter, wölbt den Rücken auf, arbeitet an Balance und Tragkraft.

Alle vier Bereiche greifen ineinander, und die meisten Einheiten enthalten Anteile aus mehreren davon. Wenn Du weißt, welchen Bereich Du gerade trainierst, kannst Du Deine Einheit sinnvoll aufbauen und hinterher beurteilen, ob sie funktioniert hat.

Was Bodenarbeit Deinem Pferd körperlich bringt

Hier lohnt sich ein Blick in die Forschung, weil die Wirkung der Bodenarbeit oft sehr allgemein beschrieben wird. Ein paar Effekte sind inzwischen gut untersucht.

Stangen erhöhen die Gelenkbeugung. Eine Arbeitsgruppe um Hilary Clayton am McPhail Equine Performance Center der Michigan State University hat gemessen, was passiert, wenn Pferde über Stangen traben. Die Beugung in Schulter, Ellbogen, Karpalgelenk, Hüfte, Knie und Sprunggelenk nimmt in der Schwungphase deutlich zu, weil der Huf höher angehoben werden muss. Die Bodenreaktionskräfte beim Auffußen steigen dabei nicht wesentlich an. Das ist der Grund, warum Stangenarbeit in der Reha so beliebt ist: mehr Bewegungsausmaß bei ähnlicher Belastung.

Erhöhte Stangen wirken stärker als flache. In den Untersuchungen zum Schritt über Stangen fiel der Zuwachs an Gelenkbeweglichkeit bei erhöhten Stangen größer aus als bei Stangen, die flach am Boden liegen. Wer also mehr Reiz möchte, erhöht die Stange, statt mehr Stangen zu legen.

Der Effekt bleibt über die Trainingszeit erhalten. Bei Hilfsmitteln, die über Berührungsreize wirken, gewöhnen sich Pferde nach einer Weile an den Reiz, und die Wirkung nimmt ab. Bei Stangen bleibt der Effekt bestehen, weil das Pferd bei jedem einzelnen Durchgang seine Hufe anheben muss, um darüber zu kommen.

Mobilisationsübungen lassen den tiefen Rückenmuskel wachsen. Stubbs, Kaiser, Hauptman und Clayton haben 2011 im Equine Veterinary Journal eine Untersuchung an acht Pferden veröffentlicht. Die Pferde führten drei Monate lang fünfmal pro Woche dynamische Mobilisationsübungen aus, jeweils fünf Wiederholungen pro Übung: drei Beugungen des Halses nach unten, eine Streckung nach oben, dazu seitliche Biegungen nach links und rechts. Geritten wurden sie in dieser Zeit nicht. Am Ende war der Querschnitt des Musculus multifidus, des tiefen Stabilisators der Wirbelsäule, an allen gemessenen Stellen größer, und die Unterschiede zwischen rechter und linker Seite waren kleiner geworden. Bei uns laufen diese Übungen meist unter dem Namen Karottendehnungen.

Diese vier Punkte sind die Grundlage für vieles, was weiter unten kommt. Sie erklären, warum ein Bodenarbeitstraining mit Stangen, Biegung und langsamer, kontrollierter Bewegung mehr bewirkt als eine schnelle Runde an der Longe.

Was Du für den Anfang brauchst

Die Ausrüstungsliste ist kurz, und das meiste davon hast Du wahrscheinlich schon.

Halfter. Ein gut sitzendes Stallhalfter reicht für den Anfang völlig aus. Ein Knotenhalfter gibt feinere Signale weiter, weil der Druck sich auf die Knoten konzentriert, verlangt dafür aber eine ruhige Hand. Ein Kappzaum liegt fest auf dem Nasenrücken, verrutscht kaum und lässt Dich das Pferd gezielt stellen, ohne auf das Maul einzuwirken. Für gymnastizierende Arbeit ist er die angenehmste Lösung.

Führstrick oder Bodenarbeitsseil. Ein Bodenarbeitsseil ist meist drei bis vier Meter lang und etwas schwerer als ein normaler Strick. Das Gewicht überträgt Deine Impulse besser. Für die Arbeit auf Distanz brauchst Du ein längeres Seil oder eine kurze Longe.

Gerte. Etwa 100 bis 130 Zentimeter, damit sie als Verlängerung Deines Arms dient. Sie zeigt, sie berührt, sie treibt an. Im Kopfbereich Deines Pferdes bleibt sie außen vor, und den Kopf berührt sie auch dann nicht, wenn Du sie nur zum Zeigen benutzt.

Handschuhe. In Prüfungen der Deutschen Reiterlichen Vereinigung sind sie beim praktischen Teil des Bodenarbeitsabzeichens Pflicht. Der Grund ist einfach: Ein Seil, das durch die bloße Hand rutscht, hinterlässt eine Verbrennung.

Feste Schuhe. Ein Pferd, das seitlich weicht, setzt seine Hufe manchmal näher an Dich, als Du es geplant hast.

Untergrund. Rutschfest und eben. Auf gefrorenem oder nassem Betonboden verschiebt sich das Risiko so weit nach oben, dass die schönste Übung ihren Wert verliert.

Der Helm ist Deine eigene Entscheidung. Bei jungen Pferden, bei Gelassenheitstraining und bei allem, was Dein Pferd in Bewegung bringt, spricht viel dafür.

Die Führposition: das Fundament jeder einzelnen Übung

Wenn eine Bodenarbeitsübung sich zäh anfühlt, liegt es überraschend oft an der Position, in der Du stehst. Deshalb lohnt es sich, diesen Punkt genau zu machen.

Die klassische erste Führposition liegt zwischen Genick und Schulter Deines Pferdes. Du gehst also auf Höhe des Halses, nicht auf Höhe des Kopfes und auch nicht auf Höhe des Bauches. Von dort aus sieht Dein Pferd Dich mit dem seitlichen Blickfeld, und Deine Schulter zeigt in dieselbe Richtung wie seine.

Beim Führen von links liegt der Strick in der rechten Hand, bis zu etwa 50 Zentimeter unterhalb des Halfters. Die Faust ist geschlossen, der Daumen liegt oben. Das lose Ende nimmst Du in die linke Hand, sauber gefaltet oder in Schlaufen gelegt, immer so, dass keine Schlinge um Deine Hand entstehen kann. Beim Führen von rechts drehst Du alles spiegelbildlich.

Loslaufen und anhalten machst Du zuerst mit Deinem eigenen Körper. Du gehst los, Dein Pferd geht mit. Du wirst langsamer, Dein Pferd wird langsamer. Erst wenn diese Ansage bei Deinem Pferd noch keine Antwort erzeugt, kommt eine zweite Stufe dazu: ein Stimmsignal, das Heben der freien Hand in Augenhöhe leicht vor dem Kopf, ein kleiner Impuls am Strick. Diese Reihenfolge ist wichtig. Wer sofort am Strick zieht, bringt seinem Pferd bei, dass die Körpersprache bedeutungslos ist.

Drei Fehler tauchen dabei besonders häufig auf:

Der Arm ist gestreckt und der Strick dauerhaft straff. Dein Pferd lernt dann, gegen einen konstanten Zug zu gehen. Lass das Seil in leichtem Bogen durchhängen und arbeite mit kurzen Impulsen, die sofort wieder aufhören.

Du gehst rückwärts und ziehst Dein Pferd hinter Dir her. Das lädt Dein Pferd dazu ein, Dir auf die Füße zu treten, sobald es schneller wird.

Du wanderst unbemerkt nach hinten in Richtung Schulter oder Gurtlage. Von dort aus treibst Du, statt zu führen, und Dein Pferd läuft Dir voraus.

Der Wechsel der Seite gelingt am saubersten vor dem Pferd, mit Blick zu ihm. Du trittst vor die Brust, nimmst das Seil in die andere Hand, gehst weiter auf die neue Seite. Dabei soll das Seil den Boden nicht streifen, und Dein Pferd soll seinen Takt beibehalten, falls Ihr in Bewegung seid.

Bodenarbeit mit Pferden für Anfänger: die ersten fünf Einheiten

Für den Einstieg brauchst Du weder Stangen noch Pylonen. Diese fünf Einheiten kannst Du auf der Stallgasse, auf dem Reitplatz oder auf einem ruhigen Weg absolvieren. Jede dauert zwischen zehn und zwanzig Minuten.

Einheit 1: Losgehen und Anhalten. Führe zehn Schritte geradeaus, halte an, warte drei Sekunden, geh weiter. Zwanzig Wiederholungen, verteilt über die Einheit. Achte darauf, dass Dein Pferd gleichzeitig mit Dir antritt und gleichzeitig mit Dir anhält. Wenn es später anhält als Du, wiederhole die Ansage einen Tick früher, damit Dein Pferd Zeit hat, Deine Bewegung zu lesen.

Einheit 2: Stillstehen. Halte an und bleib neben Deinem Pferd stehen. Ziel ist ein ruhiges Stehen auf allen vier Beinen, bis ein neues Signal kommt. Starte mit fünf Sekunden und steigere über mehrere Tage auf dreißig. Sobald Dein Pferd einen Huf umsetzt, stellst Du es zurück an dieselbe Stelle und beginnst neu. Das klingt kleinlich, ist aber die Übung, die später an der Aufstiegshilfe, beim Hufschmied und am Hänger den Unterschied macht.

Einheit 3: Führen von beiden Seiten. Die rechte Seite ist für die meisten Menschen die ungewohnte, für viele Pferde ebenfalls. Führe die gleiche Strecke einmal von links und einmal von rechts. Wechsle die Seite im Halten, vor dem Pferd.

Einheit 4: Rückwärtstreten. Aus dem Halten heraus soll Dein Pferd ein bis zwei Pferdelängen gerade zurücktreten und dann wieder stehen. Du kannst Dich dabei zum Pferd drehen oder in Führposition bleiben und mit rückwärts. Ein leichter Impuls in Höhe des Buggelenks mit der Hand oder der Gerte hilft am Anfang. Gut wird das Rückwärts, wenn es prompt kommt, flüssig läuft, gerade bleibt und im Zweitakt erfolgt, also die diagonalen Beinpaare zusammen abfußen.

Einheit 5: Tempo verändern. Geh betont langsam, dann betont zügig, dann wieder langsam. Dein Pferd soll Deinem Tempo folgen, ohne dass Du am Strick arbeitest. Verändere Dein Tempo dabei über Deine Schrittlänge und Deine Körperspannung, nicht über schnellere Trippelschritte.

Wenn diese fünf Einheiten sitzen, hast Du die komplette Basis für alles Weitere. Der ganze Rest dieses Beitrags baut darauf auf.

Übungen Bodenarbeit Pferd: das vollständige Führtraining

Das Führtraining ist der Bereich, den die Deutsche Reiterliche Vereinigung im Abzeichen Bodenarbeit Stufe 1 abfragt. Er besteht aus sieben Elementen, und jedes einzelne davon hat konkrete Anforderungen.

Präzises Führen von beiden Seiten. Du führst auf einer vorgegebenen Linie, Mensch und Pferd treten gleichzeitig an, das Pferd orientiert sich an Deinem Tempo, die Führposition zwischen Genick und Schulter bleibt über die ganze Strecke erhalten.

Anhalten. Das Anhalten erfolgt punktgenau an einer Marke, möglichst ohne Einwirkung über die Hand, bei durchhängendem Seil. Übe das mit einer Pylone oder einem Hütchen als Ziel, damit „punktgenau“ eine Bedeutung bekommt.

Gehorsames Stillstehen. Ruhig, gelassen, auf vier Beinen, bis ein neues Signal folgt.

Rückwärtstreten. Gerade, taktrein, willig, mit angemessener Signalgebung.

Tempowechsel und Gangartwechsel. Verkürzen und Verlängern im Schritt, dazu fließende Übergänge zwischen Schritt und Trab. Für das Antraben brauchst Du ein deutliches Signal aus Deinem eigenen Körper heraus, also ein energisches Loslaufen, dazu eine Stimmhilfe, bei Bedarf die Gerte zum Antreiben. Fürs Durchparieren reicht meist die Stimme zusammen mit einem Abbremsen Deiner eigenen Bewegung.

Handwechsel. Fließend vor dem Pferd, ohne dass Dein Pferd seinen Takt verändert.

Hufschlagfiguren. Volte, Kehrtvolte, aus der Ecke kehrt, einfache Schlangenlinie. Beim Führen von Hufschlagfiguren darfst Du auf dem ersten Hufschlag gehen, während Dein Pferd auf dem zweiten geht, oder umgekehrt.

Für den Trab auf gerader Linie gibt es eine konkrete Vorgabe, an der Du Dich orientieren kannst: einige Pferdelängen im Schritt anführen, antraben lassen, mindestens 20 Meter traben, wieder zum Schritt durchparieren. Der Trab soll dabei taktmäßig und in gleichmäßigem Tempo bleiben.

Eine Sache lohnt sich beim Führtraining besonders: Filme Dich. Fast alle Führprobleme sind Positionsprobleme, und die eigene Position ist die einzige Sache, die Du im Training selbst kaum sehen kannst.

Übungen mit Stangen: Abstände, Aufbauten und Steigerung

Stangen sind das vielseitigste und billigste Trainingsgerät, das es gibt. Vier Stangen reichen für ein halbes Jahr Abwechslung.

Die Abstände richten sich nach der Trittlänge Deines Pferdes. Als Ausgangswerte für ein Warmblut gelten:

Schritt: 0,70 bis 0,90 Meter
Trab: 1,10 bis 1,30 Meter
Galopp: 3,00 bis 3,50 Meter

Bei Ponys und kurz tretenden Pferden liegst Du darunter, bei großen, raumgreifenden Pferden darüber. Der beste Test: Lauf die Reihe einmal im Schritt durch und beobachte, wo Dein Pferd hintritt. Wenn es genau mittig zwischen zwei Stangen auffußt und der Takt gleichmäßig bleibt, stimmt der Abstand. Wenn es stolpert, kurz macht oder springt, verändere den Abstand um zehn Zentimeter und probiere es erneut.

Für die Höhe gilt: Ein Cavaletti liegt in der niedrigsten Drehung fast am Boden, in der mittleren bei etwa 25 Zentimetern, in der höchsten bei etwa 40 Zentimetern. Beim Einstieg reichen 10 bis 15 Zentimeter. Die Deutsche Reiterliche Vereinigung setzt für die unregelmäßige Stangenreihe in ihren Prüfungen eine Höchsthöhe von 20 Zentimetern an.

Diese Aufbauten decken den ganzen Bereich vom Anfänger bis zur Prüfung ab:

Die Einzelstange. Führe Dein Pferd gerade und mittig über eine einzelne Stange. Klingt banal, ist die Grundlage für alles. Achte darauf, dass Du selbst über die Stange gehst, statt daran vorbei. Wer außen herumläuft, schiebt sein Pferd schief über die Stange.

Halten über der Stange. Führe Dein Pferd an die Stange heran, verlangsame etwa drei Meter davor und halte so an, dass die Vorderbeine vor der Stange stehen und die Hinterbeine dahinter. Variante zwei: erst vor der Stange anhalten, dann Dein Pferd auffordern, mit den Vorderbeinen einen Schritt über die Stange zu machen und wieder stehen zu bleiben. Diese Übung verlangt ein Pferd, das seine Beine bewusst einzeln setzt.

Halten über der Stange mit Seitenwechsel. Dein Pferd steht über der Stange, Du wechselst vor ihm die Seite, Dein Pferd steht weiter. Danach tretet Ihr gemeinsam an. Diese Aufgabe kommt in der zweiten Stufe des Bodenarbeitsabzeichens vor.

Die Stangengasse. Zwei Stangen parallel im Abstand von etwa 1,20 bis 1,50 Metern. Dein Pferd geht dazwischen hindurch, ohne die Stangen zu berühren. Steigerung: am Ende der Gasse anhalten und ein bis zwei Pferdelängen zurücktreten. Königsklasse: in die Gasse traben, anhalten, rückwärts, wieder antraben.

Das Stangenlabyrinth. Aus vier bis sechs Stangen legst Du einen Weg mit rechten Winkeln, ein L oder ein Z. Dein Pferd geht den vorgegebenen Weg im Schritt, ohne die Stangen zu berühren und ohne seitlich herauszutreten. Du selbst darfst dabei auch außerhalb der Stangen gehen und die Position wechseln. Das Labyrinth trainiert Wendungen auf engem Raum und macht sichtbar, wie genau Dein Pferd auf Deine Schulterdrehung reagiert.

Das Stangenkreuz. Vier Stangen im Quadrat auslegen, so dass sie sich an den Ecken überkreuzen und über die Ecken hinausragen. An jeder Ecke liegt eine Stange oben und eine unten, damit sie nicht wegrollen. Dein Pferd geht diagonal über eine Ecke, dann über die gegenüberliegende. Für Pferde, die vorsichtig sind, ist das eine anspruchsvolle Aufgabe, weil sie zwei Stangen gleichzeitig einschätzen müssen.

Das Geschicklichkeitskreuz. Sechs Stangen, sternförmig ausgelegt. Dein Pferd läuft im Schritt und im Trab auf gebogenen Linien, als Oval oder Volte, immer wieder über einzelne Stangen. Weil die Abstände auf einer gebogenen Linie innen enger sind als außen, kannst Du den Schwierigkeitsgrad allein über die Größe Deines Bogens steuern.

Die unregelmäßige Stangenreihe. Stangen im Schrittabstand, teils flach, teils leicht erhöht, in unterschiedlichen Höhen bis 20 Zentimeter. Dein Pferd muss jede Stange einzeln einschätzen, statt einen gleichmäßigen Rhythmus abzuspulen. Genau das trainiert die Aufmerksamkeit für die eigenen Füße.

Der Stangenfächer. Vier Stangen strahlenförmig, innen eng, außen weit. Du führst Dein Pferd einmal auf der inneren Linie und einmal auf der äußeren. Damit veränderst Du die Trittlänge, ohne einen einzigen Abstand zu verstellen.

Steigere in dieser Reihenfolge: erst die Genauigkeit im Schritt, dann die Höhe, dann den Trab, dann gebogene Linien, dann Kombinationen mit Übergängen. Jede Stufe erst dann, wenn die vorherige über mehrere Einheiten ruhig läuft.

Pferd gymnastizieren vom Boden: die Lektionen mit Wirkung

Hier trennt sich Beschäftigung von Training. Gymnastizierende Bodenarbeit verändert die Bewegung Deines Pferdes, und dafür braucht sie Genauigkeit.

Voraussetzung: Führen, Anhalten, Stillstehen und Loslaufen laufen zuverlässig. Ohne diese Basis wird jede gymnastizierende Übung zu einem Ringen um Positionen.

Übertreten lassen. Dein Pferd tritt mit dem inneren Hinterbein vor und über das äußere, während es sich vorwärts-seitwärts bewegt. Du stehst dabei entweder in Führposition und schickst die Hinterhand nach außen, oder Du stehst vor dem Pferd, und es bewegt sich übertretend um Dich herum. Das Übertreten ist die direkte Vorübung für alle Seitengänge. Es verbessert die Beweglichkeit in Hüfte und Rücken, und viele Pferde verstehen an der Hand deutlich schneller, was gemeint ist, als unter dem Sattel.

Wendung um die Vorhand. Die Hinterhand tritt um die stehende Vorhand herum. Das innere Hinterbein kreuzt dabei vor dem äußeren. Am Anfang reichen zwei bis drei Tritte, danach lobst Du und lässt Dein Pferd geradeaus gehen.

Wendung um die Hinterhand. Die Vorhand tritt um die Hinterhand herum. Wichtig dabei: Die Hinterbeine bleiben in Bewegung, statt festzustehen. Du kannst die Wendung über 90, 180 oder 360 Grad ausführen. Für die Vorbereitung auf gerittene Lektionen ist die Wendung um die Hinterhand die wertvollere der beiden Wendungen, weil sie die Hinterhand aktiviert, statt sie nur wegzuschieben.

Seitwärtsweichen und Seitwärtsfolgen. Beim Weichen bewegt sich Dein Pferd von Dir weg zur Seite. Beim Folgen bewegt es sich zur Seite auf Dich zu. Beides lässt sich an der Bande oder auf einer gedachten Linie üben, und beides gehört zu den Lektionen, die im Bodenarbeitsabzeichen Stufe 2 als gymnastizierend geführt werden. Der Wechsel zwischen Weichen und Folgen im Slalom durch eine Pylonenreihe ist die anspruchsvollste Form davon.

Arbeit in den Ecken. Du führst Dein Pferd auf einem engen Bogen durch die Ecke, im Schritt. Bewertet wird dabei die Längsbiegung, also ob sich Dein Pferd von der Nase bis zum Schweif gleichmäßig um Deine Linie herum biegt. Diese Übung ist unspektakulär und sehr wirksam, weil sie das innere Hinterbein zum Untertreten bringt.

Arbeit am langen Seil. Dein Pferd bewegt sich in einem Abstand von mindestens 2,50 Metern, also etwa einer Pferdelänge, bis zu 5 Metern von Dir entfernt an einem Bodenarbeitsseil oder einer kurzen Longe. Volten von 6 bis 10 Metern Durchmesser, Handwechsel als Acht, Übergänge zwischen Schritt und Trab. Der Unterschied zum klassischen Longieren: Du bleibst nah genug, um mit Körpersprache zu arbeiten, und Dein Pferd orientiert sich weiter an Deinem Tempo statt an einer Peitsche.

Übergänge. Schritt zu Halt, Halt zu Schritt, Schritt zu Trab, Trab zu Schritt, dazu Verkürzen und Verlängern innerhalb der Gangart. Übergänge sind das wirksamste Mittel für Tragkraft, das Du am Boden hast, und sie kosten kein Material. Zehn saubere Übergänge in einer Einheit bringen mehr als zwanzig Minuten gleichmäßiges Herumlaufen.

Karottendehnungen. Die dynamischen Mobilisationsübungen aus der Untersuchung von Stubbs und Clayton. Dein Pferd steht ruhig und gerade auf allen vier Beinen. Mit einem Leckerbissen führst Du seinen Kopf langsam in eine Position und hältst sie einige Sekunden: zur Brust, zwischen die Vorderbeine, in Richtung Karpalgelenk, dann seitlich zur Schulter, zur Gurtlage, zur Hüfte, jeweils nach links und rechts. Dazu kommt eine Streckung nach oben und vorn. Fünf Wiederholungen pro Übung, an fünf Tagen die Woche. Wichtig ist, dass Dein Pferd dabei still steht und die Bewegung aus dem Hals und Rücken kommt, statt dass es die Füße versetzt.

Vier bis sechs dieser Lektionen in einer Einheit von zwanzig bis dreißig Minuten reichen völlig aus. Mehr davon bringt selten mehr.

Gymnastik Pferd Übungen: der Unterschied zwischen Mobilisieren, Dehnen und Kräftigen

Diese drei Begriffe werden oft in einen Topf geworfen, sie machen jedoch sehr verschiedene Dinge mit dem Körper Deines Pferdes.

Mobilisieren heißt, ein Gelenk durch seinen ganzen möglichen Bewegungsweg zu führen. Stangenarbeit macht das, Karottendehnungen machen das, Wendungen machen das. Der Nutzen liegt in der Beweglichkeit.

Dehnen heißt, einen Muskel über seine Ruhelänge hinaus zu verlängern und dort zu halten. Beim Pferd geschieht das am sinnvollsten in der Bewegung, etwa durch Vorwärts-Abwärts, bei dem sich die Oberlinie streckt. Passives Dehnen einzelner Beine gehört in die Hände von jemandem, der das gelernt hat, weil zu viel Zug an einem kalten Muskel Schaden anrichtet.

Kräftigen heißt, einem Muskel einen Reiz zu setzen, der stark genug ist, dass der Körper mit Aufbau reagiert. Beim Pferd geschieht das über Bergauf-Bewegung, über erhöhte Stangen, über Übergänge, über das Halten von Positionen und über Seitengänge in korrekter Ausführung. Kräftigung braucht Pausen, weil Muskeln in der Erholungsphase wachsen.

Ein sinnvoller Wochenplan mischt alle drei. Zum Beispiel: montags Führtraining und Mobilisation, mittwochs Stangen und Übergänge, freitags gymnastizierende Lektionen, samstags ein Spaziergang im Gelände mit ein paar Steigungen, dazwischen zwei bis drei Tage mit freier Bewegung ohne Trainingsauftrag.

Gelassenheitstraining: Desensibilisierung Schritt für Schritt

Gelassenheitstraining folgt einem klaren Prinzip: Du steigerst die Stärke des Reizes immer nur so weit, dass Dein Pferd ruhig bleibt. Sobald es fluchtbereit wird, warst Du einen Schritt zu schnell und gehst zurück auf die letzte Stufe, die funktioniert hat.

Der zweite Baustein ist die Neugier. Ein Pferd, das sich einem Gegenstand freiwillig nähern und ihn beschnuppern darf, ordnet ihn schneller als harmlos ein, als ein Pferd, das daran vorbeigeschoben wird.

Der dritte Baustein ist Deine eigene Position. Geh auf der Seite, die zwischen dem Gegenstand und Deinem Pferd liegt. Damit bleibt der Fluchtweg nach vorwärts-seitwärts frei, und Dein Pferd wird bei einer Schreckreaktion von Dir weggehen statt auf Dich zu.

Gegenstände, die sich bewährt haben: eine Plane am Boden, ein Wasserschlauch, eine Jacke auf der Bande, ein Regenschirm, ein Flattervorhang, ein Rappelsack, Bälle, eine grüne Matte, Fahnen, ein Kinderpool mit Wasser oder Bällen, eine Brücke aus Holz, eine Wippe.

So gehst Du bei einer Plane vor:

Leg die Plane zusammengefaltet an den Rand des Platzes und arbeite ganz normal weiter, in großem Abstand. Dein Pferd nimmt sie wahr, sie passiert nichts.

Führe in großen Bögen daran vorbei und verkleinere die Bögen von Runde zu Runde. Sobald Dein Pferd anhält und hinsieht, bleib stehen und lass ihm Zeit.

Führe direkt vorbei, ohne Erwartung, dass Dein Pferd die Plane berührt. Lob für jeden ruhigen Schritt.

Falte die Plane ein Stück auseinander. Wiederhole die vorherigen Stufen.

Falte sie ganz auf und führe daran vorbei.

Führe darüber. Steh dabei selbst mit auf der Plane, damit Dein Pferd sieht, dass sie trägt.

Baue Bewegung ein: Wind, ein leichtes Anheben einer Ecke, ein Schritt darauf, der raschelt.

Manche Pferde brauchen für diese sieben Stufen zehn Minuten, andere vier Wochen. Beides ist völlig normal.

Für Engpässe gilt eine eigene Regel: Beim Führen durch enge Stellen wechselst Du sinnvollerweise vor das Pferd, damit Du selbst ausreichend Platz behältst und Dein Pferd Dir folgen kann, statt neben Dir eingeklemmt zu werden. Engpässe lassen sich mit Strohballen, Pylonen, Tonnen oder zwei hochkant stehenden Stangen bauen.

Freiarbeit Pferd Übungen: der Schritt ohne Seil

Freiarbeit bedeutet Arbeit ohne Halfter und Strick, allein über Körpersprache, Stimme und Handzeichen. Sie ist der ehrlichste Test für alles, was Du vorher am Seil erarbeitet hast, weil Dein Pferd jederzeit die Wahl hat, sich zu entfernen.

Der Einstieg gelingt am besten in einem abgegrenzten, überschaubaren Bereich. Ein Round Pen ist ideal, ein abgeteilter Teil des Reitplatzes funktioniert ebenfalls. Ein großer Platz oder eine ganze Halle verlangen von Dir sehr viel Laufarbeit und von Deinem Pferd sehr viel Konzentration.

Diese Übungen eignen sich zum Start, jeweils zuerst mit Halfter und Strick, danach ohne:

Antreten und Anhalten auf Stimme. Dein Pferd lernt, ein Wort mit einer Bewegung zu verbinden. Das Wort wird dabei immer gleich gesprochen, mit derselben Betonung und derselben Länge.

Rückwärtsrichten auf Zeichen. Am Seil über einen Impuls, später über Deine Körperspannung und ein Handzeichen.

Seitwärts weichen mit Vorhand und Hinterhand getrennt. Damit lernst Du, Dein Pferd in zwei Hälften zu denken, und Dein Pferd lernt, welcher Teil von ihm gerade angesprochen ist.

Freies Folgen. Du stehst ruhig in der Mitte, Dein Pferd bewegt sich frei. Sobald es Dich ansieht oder auf Dich zukommt, wendest Du Dich ab oder gehst ein paar Schritte weg und lädst es damit ein, Dir zu folgen. Bleibt es bei Dir, geht Ihr gemeinsam ein paar Schritte, und die Übung ist beendet.

Richtungswechsel. Du gehst in einen Bogen, Dein Pferd folgt der Wendung. Danach wechselst Du die Richtung. Das ist der Punkt, an dem Freiarbeit anfängt, wie ein Gespräch auszusehen.

Ein Hinweis zum Gesichtsausdruck: Bei Freiarbeit lohnt es sich, das Pferd genau anzuschauen. Entspannte Ohren, ein weiches Auge, ein ruhiges Maul, eine gleichmäßige Atmung sprechen für Beteiligung. Angelegte Ohren, ein hoher Kopf, eine kurze Atmung und ein Pferd, das immer wieder Richtung Ausgang schaut, sind ein Grund, die Einheit zu beenden und beim nächsten Mal kleiner anzufangen.

Übungen Bodenarbeit Pferd Parcours: drei fertige Aufbauten

Ein Bodenarbeitsparcours verbindet mehrere Aufgaben zu einem Weg. Der Reiz liegt darin, dass Dein Pferd zwischen den Aufgaben umschalten muss, statt eine Übung zwanzigmal zu wiederholen.

Material, das Du dafür brauchst, findest Du auf fast jedem Hof: Stangen, Pylonen, Eimer, eine Plane, ein Stück Teppich, alte Autoreifen, Strohballen, Flatterband, Tonnen, ein Besen, ein Regenschirm.

Parcours 1: Der Einsteiger

Aufbau: eine Einzelstange, drei Pylonen im Abstand von 5 Metern für einen Slalom, eine Stangengasse von 4 Metern Länge und 1,50 Metern Breite, eine Plane von 2 mal 2 Metern.

Ablauf: Aufstellen und einige Schritte anführen, über die Einzelstange, Slalom durch die drei Pylonen, an der letzten Pylone anhalten und fünf Sekunden stillstehen, durch die Stangengasse führen, am Ende der Gasse anhalten, eine Pferdelänge rückwärts, wieder vorwärts aus der Gasse, an der Plane vorbeiführen und anhalten.

Dauer: etwa acht Minuten. Zwei Durchgänge pro Einheit reichen völlig aus.

Parcours 2: Der Aufbauparcours

Aufbau: vier Pylonen an den Ecken eines Quadrats mit 15 Metern Seitenlänge, ein Stangenlabyrinth in L-Form aus sechs Stangen, eine Stangenreihe aus vier Stangen im Trababstand, ein Cavaletti auf mittlerer Höhe, eine Plane.

Ablauf: An Pylone 1 anführen, im Schritt zu Pylone 2, dort antraben, zwischen Pylone 2 und 3 traben, an Pylone 3 durchparieren, Volte von etwa 8 Metern um Pylone 3, im Schritt zum Labyrinth, Labyrinth durchführen mit Seitenwechsel des Führenden in der Mitte, zur Stangenreihe, im Schritt über die Stangen, wenden, im Trab über dieselbe Reihe, über das Cavaletti im Schritt, über der Plane anhalten, Seitenwechsel im Halten, anführen, an Pylone 4 anhalten.

Dauer: etwa zwölf Minuten pro Durchgang.

Parcours 3: Der Gelassenheitsparcours

Aufbau: ein Engpass aus zwei Strohballen im Abstand von 1,20 Metern, ein Flattervorhang aus aufgeschnittenen Müllsäcken an zwei Ständern, eine Holzbrücke oder ein fester Teppich, ein Kinderpool mit leeren Plastikflaschen, zwei Eimer mit Wasser, ein aufgespannter Regenschirm am Boden, eine Reihe von fünf Autoreifen.

Ablauf: Anführen, durch den Engpass, um den Regenschirm herum, über die Brücke, im Halten drei Sekunden auf der Brücke stehen, durch den Flattervorhang, zwischen den Wassereimern hindurch, um den Pool herum und beim zweiten Durchgang hindurch, im Slalom durch die Reifen.

Bei diesem Parcours gilt: Der Weg ist die Übung, das Tempo ist Nebensache. Ein Pferd, das an einer Station stehenbleibt und schaut, macht alles richtig. Gib ihm die Zeit.

Vorlage Bodenarbeit Pferd Übungen: Aufgaben zum Ausdrucken

Diese drei Aufgaben kannst Du Dir aufschreiben und mit an den Platz nehmen. Sie sind so aufgebaut, wie Aufgaben in Prüfungen ablaufen: als durchgehender Weg mit klar benannten Punkten. Nutze die Bahnpunkte Deiner Halle oder setze fünf Pylonen und nummeriere sie.

Vorlage 1: Führtraining, Dauer etwa zehn Minuten

Bei X aufstellen und grüßen
Im Schritt links herum zum Hufschlag führen, Führen mit links
Auf dem Hufschlag bis Pylone 2, dort anhalten
Zwei Pferdelängen rückwärts
Anführen im Schritt, an Pylone 2 antraben
Durch die Ecke traben bis Pylone 3, dort Schritt
In der zweiten Ecke der kurzen Seite eine Kehrtvolte im Schritt
Vor dem Hufschlag Seitenwechsel des Führenden im Schritt
An Pylone 3 antraben, Volte im Trab, bis Pylone 2 weitertraben, dann Schritt
Ab Pylone 1 Schritte verlängern, vor der Ecke wieder verkürzen
Durch die Ecke führen, an Pylone 4 anhalten
Rückwärtstreten in die Ecke
Im Schritt bis Pylone 5, danach Kehrtvolte
Seitenwechsel des Führenden im Halten
In der Mitte der kurzen Seite auf die Mittellinie abwenden
Auf Höhe von Pylone 1 eine Acht im Schritt, erst Volte nach links, Handwechsel auf der Mittellinie, dann Volte nach rechts
Bis X geradeaus, nach links abwenden, anhalten und grüßen

Vorlage 2: Geschicklichkeit, Dauer etwa zwölf Minuten

Bei X aufstellen, Führen mit links
Anführen im Schritt auf dem Hufschlag
Eine Pferdelänge hinter der Ecke anhalten, rückwärts in die Ecke
Anführen und Volte von etwa 8 Metern um Pylone 1
Auf der Diagonale zu Pylone 2 übertreten lassen
Von Pylone 2 zu Pylone 3 im Schritt
Von Pylone 3 zu Pylone 4 Seitenwechsel des Führenden auf der Diagonale
Um Pylone 4 eine Volte
Auf der Diagonale zurück zu Pylone 3 übertreten lassen
Zwischen Pylone 1 und 4 zur Mittellinie abwenden, links abwenden
Auf Höhe X anhalten
Im Schritt durch die Stangengasse führen, Führen mit rechts
Am Ende der Gasse anhalten, mindestens eine Pferdelänge rückwärts
Im Schritt aus der Gasse führen
Volte nach links von etwa 6 Metern
Über den Stangen anhalten, so dass die Vorhand zwischen den Stangen steht
Seitenwechsel des Führenden im Halten
Anführen, anhalten, grüßen

Vorlage 3: Gymnastizierende Lektionen, Dauer etwa fünfzehn Minuten

Bei D aufstellen, Führen mit links
Zwischen D und X antraben
Halbe Volte nach rechts zum Hufschlag
Bei A anhalten, ein bis zwei Pferdelängen rückwärts
Nach A auf die Viertellinie abwenden, im Schritt seitwärts weichen
Kehrtvolte und Handwechsel des Führenden
Bei A zur Pylonenreihe abwenden
Slalom durch die Pylonenreihe im Wechsel von Seitwärtsweichen und Vorwärts-seitwärts-Folgen
Nach dem Slalom geradeaus zum Hufschlag, Führen mit links
Nach C antraben
Von H nach F durch die ganze Bahn wechseln, im Trab zulegen
Vor F zum Schritt durchparieren, Handwechsel des Führenden im Schritt
Nach der Ecke antraben
Nach A auf die Viertellinie abwenden, im Trab nach links seitwärts weichen
Zum Schritt durchparieren
Nach rechts zur Mittellinie abwenden, aufstellen, grüßen

Zu jeder Vorlage lohnt sich ein kurzer Eintrag hinterher: Datum, Dauer, welche Aufgabe gut lief, welche zäh war, wie Dein Pferd danach ausgesehen hat. Nach acht Wochen hast Du damit eine sehr genaue Karte davon, was Dein Pferd kann und woran Ihr gerade arbeitet.

Bodenarbeit Ideen: 25 Anregungen für Abwechslung

Wenn Dir das Training zu gleichförmig wird, hilft eine Liste, aus der Du blind ziehen kannst.

Führen über eine Plane, eine Brücke, einen Teppich, eine Wippe
Durch einen Slalom aus Eimern, Pylonen, Strohballen
Im Zickzack über eine Reihe von Stangen
Rückwärts durch eine Stangengasse
Rückwärts eine Kurve
Über eine Stange rückwärts treten
Ein Bein einzeln auf einen niedrigen Podest stellen
Kopf durch einen Reifen stecken
An einem aufgespannten Regenschirm vorbeigehen
Über eine Reihe Autoreifen führen
Auf Stimme antraben und auf Stimme anhalten
Zehn Übergänge in einer Runde, jeweils an einer Pylone
Spaziergang im Gelände mit fünf Halts unterwegs
Bergauf führen, bergab führen
Über einen kleinen Graben führen
Am langen Seil eine Acht gehen
Volte um Dich herum in beide Richtungen
Übertreten auf der Diagonale
Vorhandwendung an jeder Bahnecke
Eine Aufgabe rückwärts durchführen, also von hinten nach vorn
Eine Einheit ausschließlich im Halten: Stillstehen, Karottendehnungen, Hufe geben
Ein Gegenstand, den Dein Pferd noch nie gesehen hat, ohne jede Aufgabe daneben stehen lassen
Eine ganze Einheit im Schritt und in Zeitlupe
Einen Parcours gemeinsam mit einem zweiten Mensch-Pferd-Paar gehen
Einparken an der Aufstiegshilfe: Dein Pferd stellt sich seitlich an den Aufstieg, Du steigst hoch, lobst von oben, steigst wieder ab

Die letzte Übung ist die vielleicht nützlichste des ganzen Beitrags, weil sie den Alltag jedes Reiters betrifft.

Das Abzeichen Bodenarbeit der Deutschen Reiterlichen Vereinigung

Viele Reiter wissen gar nicht, dass es für Bodenarbeit eigene Abzeichen gibt. Sie sind eine schöne Möglichkeit, dem eigenen Training ein Ziel zu geben, und sie funktionieren auch für Menschen, die gerade wenig oder gar nicht reiten.

Abzeichen Bodenarbeit Stufe 1

Voraussetzung ist eine Mitgliedschaft in einem Verein, der der Deutschen Reiterlichen Vereinigung angeschlossen ist, sowie die Teilnahme an einem Vorbereitungslehrgang von etwa zwanzig Lerneinheiten. Empfohlen wird der Besitz des Basispasses Pferdekunde oder der Reitabzeichen 6 und 7.

Die Prüfung besteht aus vier Teilen: einer theoretischen Einführung mit Grundlagen zu Verhalten, Wahrnehmung und Lernen des Pferdes, dem Führtraining, dem Gelassenheitstraining und dem Geschicklichkeitstraining. Der theoretische Teil kann als Gespräch im Anschluss an die praktischen Teile geführt werden, bei dem Du auch Deine eigene Vorstellung reflektierst.

Beim Gelassenheitstraining müssen mindestens zwei von drei Bereichen gezeigt werden: Arbeit am langen Seil oder an der kurzen Longe, Engpässe, Hindernisse aus der Gelassenheitsprüfung. Beim Geschicklichkeitstraining sind es mindestens zwei von vier Bereichen: seitliches Verschieben, Arbeit in den Ecken, Stangen am Boden, Pylonenarbeit.

Abzeichen Bodenarbeit Stufe 2

Voraussetzung ist die Stufe 1. Der Lehrgang umfasst wieder etwa zwanzig Lerneinheiten und wird oft in zwei Blöcken mit mindestens zwei Wochen Abstand durchgeführt, damit Du zwischendurch selbstständig üben kannst.

Der Schwerpunkt verschiebt sich hier deutlich in Richtung Gymnastizierung und Koordination. Geprüft werden unter anderem seitliches Verschieben und Folgen, die Wendung um die Hinterhand über 90, 180 oder 360 Grad, Vorwärts-seitwärts-Übertreten im Schritt und im Trab, Pylonenarbeit mit punktgenauen Übergängen, das Geschicklichkeitskreuz und das L-Labyrinth in Schritt und Trab, das Halten über einer Stange mit Seitenwechsel, die Stangengasse mit der Folge Trab, Rückwärts, Trab, die Arbeit am langen Seil mit Volten und Achten sowie das Einparken an der Aufstiegshilfe. Auch die Arbeit am Langzügel kann dazugehören, wenn der Lehrgangsleiter dafür ausgebildet ist.

Im theoretischen Teil geht es um individuelles Lernverhalten, das Deuten von Ausdrucksverhalten, Sozialverhalten, den Zusammenhang zwischen Pferdetyp und Trainingsstil und um verschiedene Ausbildungsmethoden im Vergleich.

Dazu gibt es in der Wettbewerbsordnung eigene Bodenarbeitswettbewerbe, unter anderem eine Führaufgabe, Bodenarbeit am Leitseil, Bodenarbeit geländesicher und einen Vertrauenstrail am Leitseil. Wenn Du an einem Turnier teilnehmen möchtest, ohne zu reiten, sind das die Startmöglichkeiten.

Was die Forschung über Führung und Dominanz sagt

Ein Teil der Bodenarbeitsliteratur arbeitet mit Begriffen wie Rangordnung, Alphatier und Leitstute. Diese Bilder wirken einleuchtend, halten der Prüfung durch die Verhaltensforschung jedoch nur teilweise stand.

Die Internationale Gesellschaft für Reitwissenschaften hat dazu eine eigene Stellungnahme veröffentlicht. Der Kern: Pferde regeln ihr Zusammenleben überwiegend in Beziehungen zwischen einzelnen Tieren, statt in einer festen Rangliste, die für die ganze Gruppe gilt. Wenn zwei Pferde um eine Ressource konkurrieren, kann eines das andere verdrängen. Daraus eine allgemeine Rangordnung abzuleiten, geht über das hinaus, was beobachtet wurde. Empfohlen wird stattdessen ein Training, das sich an der Lerntheorie und an der Ethologie orientiert und ruhig, klar und gleichbleibend abläuft.

Auch das Join-Up im Round Pen wird heute anders eingeordnet als in den neunziger Jahren. Was dort passiert, lässt sich über negative Verstärkung beschreiben: Das Pferd wird in Bewegung gehalten, jede Hinwendung zum Menschen führt dazu, dass der Druck nachlässt. Das Pferd lernt sehr schnell, dass die Hinwendung den Treibdruck beendet. Diese Erklärung kommt ohne Herdenverhalten aus.

Für Deine tägliche Bodenarbeit hat das drei ganz praktische Folgen:

Der Zeitpunkt des Nachlassens ist Deine wichtigste Hilfe. Wenn Du Druck aufbaust und ihn in dem Moment beendest, in dem Dein Pferd die richtige Antwort zeigt, hat Dein Pferd gelernt. Wenn Du zu spät nachlässt, hat es etwas anderes gelernt.

Eine Untersuchung unter 376 Reitern, geleitet von Angelo Telatin, ergab, dass nur etwa ein Drittel den Begriff der negativen Verstärkung richtig definieren konnte, und dass weniger als die Hälfte sie so einsetzte, dass die Nachricht beim Pferd ankam. Es lohnt sich also, diesen einen Punkt bewusst zu üben.

Positive Verstärkung, also das Bestätigen mit etwas Angenehmem, funktioniert bei Pferden ebenfalls und lässt sich mit dem Drucknachlass kombinieren. Ein Leckerbissen an der richtigen Stelle, ein Kraulen am Widerrist, eine Pause: alles Bestätigung. Wichtig ist, dass sie unmittelbar kommt.

Ein Pferd, das sich Deinen Aufgaben verweigert, gibt Dir meistens eine von drei Auskünften: Es hat die Frage bisher noch nicht verstanden, es kann die Aufgabe körperlich gerade schlecht ausführen, oder es hat Schmerzen. Alle drei Fälle lassen sich lösen, sobald Du sie erkennst.

Die häufigsten Fehler in der Bodenarbeit

Zu lange Einheiten. Zwanzig bis dreißig Minuten konzentrierte Arbeit sind für die meisten Pferde das obere Ende. Danach sinkt die Qualität, und die letzten zehn Minuten trainieren oft das Gegenteil dessen, was Du wolltest.

Zu viele Wiederholungen einer Aufgabe. Drei gute Durchgänge und danach etwas anderes bringen mehr als fünfzehn Durchgänge, von denen die letzten zehn schlechter werden.

Aufhören nach dem misslungenen Versuch. Wenn eine Übung schiefgeht, verkleinere sie so weit, dass sie gelingt, und beende sie in diesem Zustand. Ein Stangenlabyrinth wird zu drei Stangen, ein Trab wird zum Schritt, eine Plane wird zur zusammengefalteten Plane.

Dauerdruck am Seil. Ein durchgehend straffes Seil nimmt Dir Dein wichtigstes Werkzeug, weil es kein Nachlassen mehr gibt, das Dein Pferd bemerken könnte.

Der Blick nach unten. Viele Menschen sehen beim Führen auf die Hufe ihres Pferdes. Dein Pferd liest jedoch die Richtung, in die Deine Schultern und Dein Blick zeigen. Sieh dorthin, wo Ihr hinwollt.

Wechselnde Signale. Heute heißt es „Halt“, morgen „Steh“, übermorgen „Whoa“. Leg Dir für jede Übung ein Wort fest und bleib dabei.

Fehlende Pausen. Eine Pause von zwanzig Sekunden am durchhängenden Seil ist für viele Pferde die deutlichste Bestätigung, die es gibt. Sie kostet nichts und wirkt sofort.

Die eigene Sicherheit vergessen. Handschuhe, festes Schuhwerk, kein Seil um die Hand gewickelt, freier Fluchtweg für das Pferd, ein Platz mit Zaun. Diese fünf Punkte kosten dreißig Sekunden Vorbereitung.

Wie oft, wie lange und für welches Pferd

Häufigkeit. Zwei bis drei gezielte Bodenarbeitseinheiten pro Woche zeigen bei den meisten Pferden nach sechs bis acht Wochen sichtbare Veränderungen. Karottendehnungen wirken laut der oben genannten Untersuchung bei fünf Tagen pro Woche über drei Monate.

Dauer. Zehn bis zwanzig Minuten für junge Pferde und Neueinsteiger, zwanzig bis dreißig Minuten für trainierte Pferde. Danach eine Pause oder ein ruhiger Spaziergang.

Junge Pferde. Führübungen, Stillstehen, ruhiges Spazierengehen und Gewöhnung an Umweltreize passen ab dem Fohlenalter. Schritt über einzelne, flach liegende Stangen kann früh dazukommen. Gymnastizierende Arbeit mit Biegung und Seitwärtsbewegung wartet, bis das Pferd körperlich gefestigt ist.

Alte Pferde. Bodenarbeit ist für Senioren oft die beste verbliebene Trainingsform. Schritt über flache Stangen, Übergänge, Karottendehnungen, Spaziergänge mit leichten Steigungen. Beobachte, wie Dein Pferd am Tag danach aussieht, und passe die Menge daran an.

Pferde in der Reha. Hier gehört der Trainingsplan in die Hand Deines Tierarztes oder Deiner Physiotherapeutin. Stangenarbeit ist ein anerkanntes Mittel in der Rehabilitation, sie setzt jedoch voraus, dass die Ursache des Problems bekannt ist und die Bewegung freigegeben wurde.

Ängstliche Pferde. Beginne mit Gelassenheitstraining in sehr kleinen Stufen und mit Aufgaben, die Dein Pferd sicher lösen kann. Ein Pferd, das an einem Tag zehn kleine Erfolge hatte, geht am nächsten Tag anders an eine neue Aufgabe heran.

Kinder und Ponys. Bodenarbeit ist eine schöne Möglichkeit für Kinder, mit einem Pony zu arbeiten, ohne zu reiten. Ein erwachsener Mensch bleibt dabei in Reichweite, und die Aufgaben bleiben so einfach, dass das Kind sie sicher steuern kann.

Häufige Fragen zur Bodenarbeit mit dem Pferd

Was genau ist Bodenarbeit beim Pferd?

Bodenarbeit umfasst die Erziehung des Pferdes und die Verständigung mit ihm vom Boden aus. Dazu gehören Führtraining, Geschicklichkeitsübungen mit Stangen und Pylonen, Gelassenheitstraining an unbekannten Gegenständen und gymnastizierende Lektionen wie Übertreten, Wendungen und Arbeit am langen Seil.

Wie fange ich mit Bodenarbeit an, wenn ich Anfänger bin?

Mit fünf einfachen Bausteinen: gleichzeitiges Loslaufen und Anhalten, ruhiges Stillstehen, Führen von beiden Seiten, Rückwärtstreten über ein bis zwei Pferdelängen und Tempowechsel im Schritt. Zehn bis zwanzig Minuten pro Einheit reichen. Stangen und Parcours kommen dazu, sobald diese fünf Punkte zuverlässig laufen.

Welche Ausrüstung brauche ich für Bodenarbeit?

Ein gut sitzendes Halfter, einen Führstrick oder ein Bodenarbeitsseil, Handschuhe, feste Schuhe und einen rutschfesten Untergrund. Eine Gerte von 100 bis 130 Zentimetern dient als verlängerter Arm. Für gymnastizierende Arbeit ist ein Kappzaum angenehm, weil er fest liegt und das Maul frei lässt.

Wie weit müssen Stangen für die Bodenarbeit auseinanderliegen?

Als Ausgangswerte für ein Warmblut gelten im Schritt 0,70 bis 0,90 Meter, im Trab 1,10 bis 1,30 Meter und im Galopp 3,00 bis 3,50 Meter. Passe die Abstände an die Trittlänge Deines Pferdes an. Der Abstand stimmt, wenn Dein Pferd mittig zwischen den Stangen auffußt und der Takt gleichmäßig bleibt.

Baut Bodenarbeit wirklich Muskeln auf?

Untersuchungen zeigen, dass Stangenarbeit die Beugung in den Gelenken deutlich erhöht, ohne die Belastung beim Auffußen stark zu steigern, und dass dynamische Mobilisationsübungen den Querschnitt des tiefen Rückenmuskels über drei Monate vergrößern. Für sichtbare Veränderungen braucht es regelmäßige Einheiten über mehrere Wochen und Pausen dazwischen.

Wie oft sollte ich Bodenarbeit machen?

Zwei bis drei gezielte Einheiten pro Woche reichen für die meisten Pferde aus. Karottendehnungen wirken in der untersuchten Form bei fünf Tagen pro Woche. Zwischen den Einheiten gehören Tage mit freier Bewegung dazu, weil Muskeln in der Erholung wachsen.

Kann ich mit Bodenarbeit auch ein Pferd trainieren, das ich gerade nicht reiten kann?

Ja. Führtraining, Stangenarbeit im Schritt, Übergänge, Karottendehnungen und Gelassenheitstraining funktionieren ohne Reitergewicht. Bei einem Pferd, das aus gesundheitlichen Gründen pausiert, stimmst Du den Plan vorher mit Deinem Tierarzt ab.

Was ist der Unterschied zwischen Bodenarbeit und Freiarbeit?

Bei der Bodenarbeit arbeitest Du mit Halfter und Seil oder am langen Seil. Bei der Freiarbeit lässt Du beides weg und arbeitest allein über Körpersprache, Stimme und Handzeichen. Freiarbeit setzt voraus, dass die Signale am Seil bereits sitzen, und gelingt am besten in einem abgegrenzten Bereich wie einem Round Pen.

Gibt es Prüfungen für Bodenarbeit?

Die Deutsche Reiterliche Vereinigung bietet das Abzeichen Bodenarbeit in zwei Stufen an. Stufe 1 umfasst Theorie, Führtraining, Gelassenheitstraining und Geschicklichkeitstraining nach einem Lehrgang von etwa zwanzig Lerneinheiten. Stufe 2 setzt Stufe 1 voraus und legt den Schwerpunkt auf gymnastizierende Lektionen und Arbeit auf Distanz. Dazu gibt es Bodenarbeitswettbewerbe nach der Wettbewerbsordnung.

Wie lange dauert es, bis Bodenarbeit Wirkung zeigt?

Bei der Verständigung zwischen Euch beiden zeigen sich erste Veränderungen oft schon nach wenigen Einheiten, weil Dein Pferd sehr schnell lernt, welche Bewegung von Dir welche Bedeutung hat. Körperliche Veränderungen brauchen länger. Rechne mit sechs bis acht Wochen regelmäßiger Arbeit, bis sich Bemuskelung und Bewegungsablauf sichtbar verändern.

Hinterlasse einen Kommentar