10 außergewöhnliche Pferderassen, die wirklich aus der Masse herausstechen
Wer regelmäßig mit Pferden zu tun hat, glaubt irgendwann, schon ziemlich viel gesehen zu haben. Warmblüter, Haflinger, Friesen, Araber, Shetlandponys und diverse Kaltblüter erkennt man meistens schon von Weitem. Doch weltweit gibt es Pferderassen, bei denen selbst erfahrene Pferdeleute noch einmal genauer hinschauen.
Manche haben gelocktes Fell, andere nach innen gebogene Ohren, einige sehen aus wie kleine Ausgaben eines Großpferdes und wieder andere besitzen ein Fell, das in der Sonne beinahe metallisch glänzt. Dazu kommen uralte Rassen, ungewöhnliche Gangarten und Pferde, deren Körperbau sich deutlich von dem unterscheidet, was wir von unseren europäischen Reitpferden gewohnt sind.
Hier kommen deshalb 10 außergewöhnliche Pferderassen, die zeigen, wie erstaunlich unterschiedlich Pferde aussehen können.
1. Achal-Tekkiner: das goldene Pferd
Wenn eine Pferderasse den ersten Platz verdient, dann für mich der Achal-Tekkiner. Die zentralasiatische Pferderasse fällt durch ihren sehr schlanken Körper, lange Beine, einen feinen Kopf und vor allem durch ihren berühmten metallischen Fellglanz auf.
Besonders spektakulär wirken helle und goldfarbene Vertreter. Im Sonnenlicht können sie tatsächlich aussehen, als würde ihr Fell metallisch schimmern.
Der Achal-Tekkiner ist deshalb auch mein Kandidat für das außergewöhnlichste Pferd der Welt.
2. Marwari: das Pferd mit den gebogenen Ohren
Beim Marwari muss man eigentlich nur auf den Kopf schauen, um zu verstehen, warum diese indische Pferderasse in diese Liste gehört.
Seine Ohren sind sichelförmig nach innen gebogen und können sich mit ihren Spitzen beinahe berühren. Dadurch besitzt der Marwari eine Silhouette, die man kaum mit einer anderen Pferderasse verwechseln kann.
Die Rasse stammt aus Indien und hat eine lange Geschichte als Reit- und Kriegspferd.
3. Bashkir Curly: das Pferd mit Locken
Ein Pferd mit Locken klingt zunächst nach einer Frisur, die ein ehrgeiziger Besitzer am Abend vor einer Pferdeshow produziert hat. Beim Curly Horse wachsen die Locken allerdings ganz von allein.
Besonders im Winter können diese Pferde ein auffällig gelocktes Fell entwickeln. Auch Mähne und Schweif können gewellt oder gelockt sein.
Damit sieht ein Curly Horse zwischen glatt behaarten Pferden ungefähr so unauffällig aus wie ein Pudel auf einem Windhundtreffen.
4. American Miniature Horse: ein Pferd im Kleinformat
Das American Miniature Horse soll trotz seiner geringen Größe möglichst die Proportionen eines größeren Pferdes besitzen.
Genau das erzeugt seinen ungewöhnlichen Eindruck. Man sieht kein kräftig gebautes kleines Pony, sondern scheinbar ein ganz normales Pferd, das jemand auf Miniaturformat verkleinert hat.
Dabei sind Miniaturpferde keineswegs einfach nur besonders kleine Shetlandponys. Hinter ihnen steckt eine gezielte Zucht auf geringe Körpergröße bei möglichst harmonischen Proportionen.
5. Shire Horse: wenn ein Pferd plötzlich riesig wird
Vom Miniaturpferd können wir direkt zum anderen Ende der Pferdeskala wechseln.
Shire Horses gehören zu den größten Pferderassen der Welt. Ihre enorme Körpergröße, der kräftige Körperbau und der ausgeprägte Kötenbehang machen sie schon auf den ersten Blick beeindruckend.
Einige der berühmtesten Rekordpferde der Geschichte waren Shire Horses. Deshalb begegnet uns diese Rasse auch wieder, wenn es um das größte Pferd der Welt und die stärksten Pferde der Welt geht.
6. Knabstrupper: Punkte überall
Natürlich gibt es viele gefleckte Pferde. Beim Knabstrupper kann die Zeichnung allerdings derart auffällig sein, dass ein solches Pferd zwischen gewöhnlichen Braunen und Füchsen kaum zu übersehen ist.
Die berühmte Tigerscheckung kann den gesamten Körper mit dunklen Flecken auf hellem Untergrund überziehen. Dabei gleicht kein Pferd exakt dem anderen.
Wer Pferde bislang hauptsächlich in Braun, Schwarz, Fuchs und Schimmel abgespeichert hatte, bekommt beim Knabstrupper deshalb ein ausgesprochen dekoratives Gegenargument.
7. Fjordpferd: die Mähne mit eingebautem Streifen
Das Norwegische Fjordpferd ist in Deutschland zwar alles andere als unbekannt, außergewöhnlich ist sein Erscheinungsbild trotzdem.
Typisch sind die Falbfarbe und der dunklere Aalstrich. Besonders auffällig wird die Zweifarbigkeit in der Mähne. Wird diese traditionell als Stehmähne geschnitten, kommt der dunklere Mittelstreifen besonders deutlich zur Geltung.
Dadurch besitzt das Fjordpferd eine der unverwechselbarsten Frisuren der gesamten Pferdewelt.
8. Friese: schwarz, langhaarig und ziemlich eindrucksvoll
Friesen sind wesentlich bekannter als einige andere Pferde dieser Liste, aber gewöhnlich sehen sie deshalb noch lange nicht aus.
Das schwarze Fell, die lange Mähne, der kräftige Hals und der Behang an den Beinen sorgen für ein Erscheinungsbild, das diese Pferde weltweit berühmt gemacht hat.
Ein gut herausgebrachter Friese sieht deshalb nicht unbedingt exotisch aus, aber zweifellos außergewöhnlich.
9. Falabella: eines der kleinsten Pferde der Welt
Noch einmal zurück ins Miniaturformat, denn beim Falabella wird es richtig klein.
Die aus Argentinien stammenden Falabellas gehören zu den kleinsten Pferden überhaupt. Einzelne Exemplare erreichten durch ihre winzige Körpergröße sogar internationale Bekanntheit.
Damit führt vom Falabella auch direkt der nächste Weg durch unseren Pferdewelt-Cluster: zum kleinsten Pferd der Welt.
10. Appaloosa: wenn die Fellzeichnung zum Markenzeichen wird
Appaloosas gehören zwar zu den bekannteren Pferderassen, ihre enorme Vielfalt an Zeichnungen macht sie trotzdem außergewöhnlich.
Von einer gefleckten Kruppe bis zu Pferden mit großflächiger Tigerscheckung gibt es sehr unterschiedliche Varianten. Dazu kommen typische Rassemerkmale wie die gefleckte Haut und häufig deutlich sichtbares Weiß um die Augen.
Gerade bei spektakulär gezeichneten Exemplaren versteht man schnell, warum diese Pferde weltweit so viele Fans haben.
Welche ist die außergewöhnlichste Pferderasse der Welt?
Eine objektive Antwort gibt es darauf natürlich nicht. Wer gigantische Pferde beeindruckend findet, wird wahrscheinlich beim Shire Horse landen. Wer ungewöhnliche Fellzeichnungen liebt, entscheidet sich vielleicht für Knabstrupper oder Appaloosa. Beim Marwari reichen wiederum zwei Ohren, um die gesamte Konkurrenz ziemlich alt aussehen zu lassen.
Wenn ich allerdings nur eine außergewöhnliche Pferderasse auswählen dürfte, wäre es der Achal-Tekkiner.
Seine Kombination aus ungewöhnlichem Körperbau, großer Ausdauer, langer Geschichte und dem teilweise metallisch wirkenden Fell macht ihn selbst innerhalb dieser ziemlich schrägen Gesellschaft zu einer Ausnahmeerscheinung.
Deshalb bekommt er bei uns auch noch einmal einen eigenen Platz als außergewöhnlichstes Pferd der Welt.
Und wenn du danach noch nicht genug von den Sonderlingen, Rekordhaltern und Schönheiten der Pferdewelt hast, findest du bei Pferde dieser Welt noch das größte, stärkste, kleinste, süßeste, schönste und sogar das hässlichste Pferd der Welt.

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