J Nius VVZ

Getupfte Sportpferde

J-Nius V.V. Z: Der getupfte Springhengst und seine Rekordfohlen

Ein weißes Fohlen mit dunklen Tupfen, ein Tigerschecke, wird für 402.000 Euro versteigert. Ein Jahr später bringt ein Halbbruder 386.000 Euro. Beide stammen vom selben Vater: J-Nius V.V. Z, einem tigergescheckten Springhengst aus Belgien. Seine Fohlen verkaufen sich auf Auktionen in ganz Europa zu Spitzenpreisen, ihre Videos werden millionenfach angeklickt und auf Instagram geteilt. Hier kannst Du meinen Beitrag über Tigerschecken im Sport und hier über weitere gescheckte Pferderassen lesen und warum sie zu Augenerkrankungen neigen

Tigerschecken Springpferd
Tigerschecken im Sport sind selten und besonders, da diese Farbe im Ursprung nicht bei Warmblütern vorkam

In diesem Beitrag erfährst Du, wer der Hengst ist, woher seine Tupfen kommen, welche Fohlen welche Preise erzielt haben und was hinter dem Hype steckt.

Steckbrief J-Nius V.V. Z

Name: J-Nius V.V. Z
Geboren: 22. Mai 2019
Stockmaß: 168 cm
Farbe: Tigerschecke (Leopard)
Zuchtbuch: Zangersheide (Z), gekört für Zangersheide und das britische Anglo European Studbook (AES)
Vater: Little Indian
Mutter: U-Toppie V.V. Z (von Ugano Sitte)
Muttervater: Ugano Sitte
Züchter: Evelyne Van Vreckom, Stud V.V., Belgien
Deckstation: Gestüt Zangersheide in Lanaken (Belgien), seit der Decksaison 2025
Decktaxe: 1.400 Euro für Frisch- und Tiefgefriersamen, 750 Euro für ICSI (Stand Herbst 2026)
WFFS: frei

Was der Name bedeutet

J-Nius spricht sich wie das englische Wort Genius, also Genie. Die Deckstationen spielen selbst mit dem Wortspiel und werben mit „genialer Genetik“. Das Kürzel V.V. steht für den Zuchtbetrieb Stud V.V. der Züchterin Evelyne Van Vreckom, aus dem auch seine Mutter U-Toppie V.V. Z und seine Großmutter N-Ergie V.V. stammen. Das angehängte Z kennzeichnet Pferde, die im Zuchtbuch Zangersheide eingetragen sind.

Auffällig ist, dass viele seiner Fohlen ebenfalls mit J beginnen: Jewel, Joppe, Jailyn, Jialotta, Jaxx, Jango, Jelani oder Jumanji. Die Züchter verweisen damit schon im Namen auf den berühmten Vater.

Was ist Zangersheide?

Zangersheide ist ein belgisches Zuchtbuch für Sportpferde mit klarem Schwerpunkt Springen. Es geht auf das Gestüt Zangersheide in Lanaken zurück, das der deutsche Unternehmer Leon Melchior aufgebaut hat. Anders als viele klassische Verbände nimmt Zangersheide Pferde unterschiedlicher Herkunft auf, solange sie aus erfolgreichen Springlinien kommen. Das macht das Zuchtbuch offen für ungewöhnliche Hengste wie J-Nius, dessen Vater selbst nur im Hilfsbuch eines britischen Verbandes steht.

Seit Dezember 2024 gehört J-Nius zum Hengstbestand des Gestüts Zangersheide selbst und steht dort neben bekannten Vererbern wie Aganix du Seigneur Z und Dominator Z. Zum Einstieg lag die Decktaxe bei 1.200 Euro, zu zahlen erst bei einem lebenden Fohlen. Inzwischen sind es 1.400 Euro.

Sportfohlen Tigerschecke Zangersheide
Fohlen von J – Nius werden hoch gehandelt

Die Abstammung im Detail

Wer verstehen will, warum J-Nius so begehrt ist, muss beide Seiten seines Stammbaums anschauen. Von der Vaterseite kommt die Farbe, von der Mutterseite die Springkraft der großen Sportlinien.

Vaterseite:
Little Indian (2008)

  • Vater: Startrek (von Quick Star)
  • Mutter: Charlene (von Limbo)
  • Muttervater der Mutter: Coolgrange Lad VII

Mutterseite:
U-Toppie V.V. Z

  • Vater: Ugano Sitte (von Clinton)
  • Mutter: N-Ergie V.V. (von Chacco-Blue)
  • Urgroßmutter: Ligie

Little Indian: der bunte Vater

Little Indian ist 2008 geboren und im Anglo European Studbook unter dem Namen Just In Time als Appaloosa eingetragen, und zwar im Hilfsbuch, nicht im Hauptstammbuch. Gezogen hat ihn E. van Wijk. Little Indian war bis 1,45 m erfolgreich und ging international in den USA und in Kanada, unter anderem im Großen Preis über 1,45 m in Calgary.

Sein Vater Startrek sprang selbst bis 1,35 m und ist ein Sohn von Quick Star. Quick Star war ein französischer Springhengst, der bis 1,60 m ging und unter anderem Big Star gezeugt hat, das Olympiasiegerpferd von Nick Skelton aus Rio 2016.

Little Indian hat nicht nur J-Nius hervorgebracht. Es gibt weitere gekörte bunte Söhne, zum Beispiel den 2021 geborenen Hengst Reverend Fly. Für einige Züchter gilt Little Indian derzeit als bester Tigerschecken-Vererber im Springsport.

Woher kommen die Tupfen?

Die Tigerscheckung kommt eindeutig über die Vaterseite. Auf der Mutterseite von J-Nius steht ausschließlich einfarbiges Sportpferdeblut.

Die Spur führt über Little Indians Mutter Charlene (geboren 2003), die selbst gescheckt war. Ihr Vater ist Limbo, ein niederländischer KWPN-Hengst von 1993 mit 1,69 m Stockmaß. Limbo ist ein Sohn des bekannten Springvererbers Concorde, war gescheckt und sprang bis 1,40 m. Er wurde für die französische Zucht (Selle Français) und das belgische Zuchtbuch sBs gekört. Französische Hengsthalter beschreiben ihn als einen der wenigen bunten Hengste, die auf hohem Niveau gesprungen sind. Unter seinen Nachkommen sind Pferde, die bis CSI5* gingen.

Limbos Mutter Hira (1989, von Rivaal) war ebenfalls gescheckt. Die Farbe ist also schon seit mindestens vier Generationen mit Springpferden verpaart worden. Hier liegt der eigentliche Wert dieser Linie: Die Tupfen stecken nicht in einem Freizeit- oder Barockpferd, sondern sind über Jahrzehnte immer wieder mit Springblut wie Concorde und Quick Star verbunden worden.

Offen ist, wo die Tigerscheckung bei Hira oder ihren Vorfahren ursprünglich herkommt. Viele vermuten einen Knabstrupper oder Appaloosa weit hinten im Stammbaum. In den öffentlich zugänglichen Abstammungsdaten taucht aber kein Knabstrupper auf. Belegt ist nur, dass die Linie über Hira und Limbo bunt ist und dass Little Indian heute als Appaloosa registriert ist. In den Niederlanden werden gescheckte Sportpferde mit Tigerzeichnung allerdings häufig im Appaloosa-Stammbuch (NAS) geführt, denn dieses Stammbuch wählt Pferde nach der Farbe aus, nicht nach der Rasse. Charlene etwa trägt eine NAS-Nummer. Die Bezeichnung Appaloosa sagt bei diesen Pferden also wenig über amerikanische Vorfahren aus.

Die Mutterseite: Springblut vom Feinsten

Die Mutter U-Toppie V.V. Z stammt von Ugano Sitte und einer Chacco-Blue-Stute. Chacco-Blue gehört zu den einflussreichsten Springvererbern der vergangenen Jahrzehnte. Bei der Zangersheide-Körung 2026 stellte er sechs gekörte Söhne.

U-Toppie ist eine Vollschwester von Kerbie V.V., die selbst bis 1,50 m sprang. Kerbie ist wiederum die Mutter von Corbie V.V. Z. Mit ihm gewann der kolumbianisch-israelische Springreiter Daniel Bluman 2025 den Großen Preis über 1,60 m beim CSI5* in Rockwood.

Weiter hinten steht die Stute Ligie, die Urgroßmutter von J-Nius. Ligie ist eng verwandt mit Itot du Château, dem Erfolgspferd von Edwina Tops-Alexander, und hat selbst über fünfzehn international erfolgreiche Springpferde gebracht. Drei davon gingen bis 1,60 m, darunter Tinka’s Hope und Show Show.

Genau diese Verbindung macht J-Nius besonders: Tigerschecken mit einer Mutterlinie dieser Klasse waren im Springsport bis vor wenigen Jahren praktisch nicht zu finden.

Wie gut springt J-Nius selbst?

Bekannt wurde J-Nius als junges Pferd. In seiner Saison als Fünfjähriger gingen Videos aus den Jungpferdeprüfungen viral, weil er mit viel Vermögen und sauberer Technik sprang. Die Datenbank Hippomundo verzeichnet allerdings bislang nur drei eigene Turnierergebnisse. Eine Auktionsbeschreibung nennt für ihn die Höhe 1,20 m.

Das ist ehrlich gesagt wenig für einen Hengst mit solchen Fohlenpreisen. Die Käufer bezahlen in erster Linie die Kombination aus seltener Farbe, Pedigree und Bewegungsablauf, nicht nachgewiesene Erfolge im großen Sport.

Gibt J-Nius die Tupfen immer weiter?

Nein, nur ungefähr an jedes zweite Fohlen. Laut den Angaben einer britischen Besamungsstation trägt J-Nius das Tigerscheckengen (LP) nur einfach. Dazu kommt einfach das Gen PATN1, das bei Tigerschecken für viel Weiß im Fell sorgt. Diese Kombination ergibt typischerweise genau seine Zeichnung: ein überwiegend weißes Pferd mit dunklen Tupfen am ganzen Körper.

Bei einer einfarbigen Stute ohne Tigeranlage bekommt rein rechnerisch etwa die Hälfte der Fohlen die Tigerscheckung. Die andere Hälfte ist einfarbig und trägt die Anlage dann auch nicht in sich. Wie viel Weiß ein getupftes Fohlen zeigt, hängt zusätzlich davon ab, ob es auch PATN1 geerbt hat. Deshalb sehen nicht alle bunten J-Nius-Fohlen aus wie Zebras. Manche haben nur eine weiße Decke über der Kruppe oder ein fein meliertes Fell.

Dazu kommt: Tigerschecken verändern ihr Fell oft im Lauf der Jahre. Ein Fohlen kann als Jährling oder Erwachsener deutlich anders aussehen als bei der Geburt.

Ein Detail macht J-Nius-Fohlen zusätzlich wertvoll: Er ist kein Schimmel. Die Tupfen werden also nicht wie bei vielen Schimmeln später vom Ausgrauen überdeckt, sofern die Mutter ebenfalls kein Schimmel ist.

Die teuersten Fohlen von J-Nius

C-Bra van het Bokt Z: 402.000 Euro

Am 20. September 2025 wurde das Hengstfohlen C-Bra van het Bokt Z auf der Flanders Foal Auction im Sentower Park in Oudsbergen (Belgien) für 402.000 Euro versteigert, ohne Aufgeld und Mehrwertsteuer. Es war das teuerste Springfohlen, das je auf dieser Auktion verkauft wurde. Der bisherige Rekord lag bei 360.000 Euro für das Fohlen Das Machine aus dem Jahr 2022.

Der Name spielt auf das Zebra an, dem das Fohlen von weitem ähnelt. „Van het Bokt“ verweist auf die Tierklinik mit Besamungsstation Het Bokt des Züchters, des Tierarztes Steven Dhondt aus Pelt in Belgien. Er züchtet nach eigener Aussage als Hobby fünf bis zehn Fohlen im Jahr und hatte heimlich auf 100.000 bis 200.000 Euro gehofft. Seine Fohlen bringen sonst im Schnitt rund 20.000 Euro.

Schon vor der Auktion wurden die Videos des Fohlens 2,7 Millionen Mal abgespielt. Beim Einlauf in den Ring hatten über tausend Interessenten den Online-Bieterknopf aktiviert, die Telefonleitungen waren so überlastet, dass Helfer einspringen mussten. Eine halbe Stunde lang lieferten sich ein deutscher Bieter und ein Olympiareiter aus den Vereinigten Arabischen Emiraten ein Duell, am Ende erhielt der Bieter aus den Emiraten den Zuschlag.

Auch die Mutterlinie stimmt: Die Großmutter Anoeska van de Ruitershoeve hat sieben international erfolgreiche Springpferde auf 1,50 bis 1,60 m gebracht.

C-Bra blieb bis Anfang Dezember 2025 bei seiner Mutter in Pelt und flog dann über Schiphol in die Emirate. Dort wächst er erst einmal auf. Geritten wird er frühestens als Dreijähriger.

Joppe AR Z: 386.000 Euro

Knapp ein Jahr später folgte der nächste Paukenschlag. Am 13. Juni 2026 wurde das Hengstfohlen Joppe AR Z (J-Nius V.V. Z x Fantomas de Muze) auf der Flanders Foal Auction für 386.000 Euro verkauft. Ein Bieter aus Ungarn hielt lange mit, stieg aber bei dieser Summe aus. Joppe geht ebenfalls in die Emirate.

Gezogen hat ihn Annelore Roegiers aus Evergem in Belgien. Joppe stammt aus der Mutterlinie von Quick Study, dem früheren Spitzenpferd der amerikanischen Springreiterin Lauren Hough, und von Le Tot de Semilly. An diesem Abend setzte die Auktion auch einen neuen Durchschnittsrekord von 39.400 Euro pro Fohlen. Käufer aus den Emiraten sicherten sich insgesamt acht Fohlen.

Jewel V.V. Z: 80.000 Euro

Das Stutfohlen Jewel V.V. Z aus der Zucht der Familie Van Vreckom erzielte 2024 auf der Zangersheide Quality Auction 80.000 Euro. Es war das teuerste Stutfohlen dieser Auktion und machte den jungen Hengst in der Züchterszene bekannt.

Jailyn vd Holsteinerhoeve Z: 58.000 Euro

Im September 2024 kaufte ein italienischer Investor auf der Flanders Foal Auction das getupfte Stutfohlen Jailyn vd Holsteinerhoeve Z (J-Nius x Vleut) für 58.000 Euro. Auch sie stammt aus der Familie der Stute Ligie.

Embryo für 52.000 Euro

Sogar ungeborene J-Nius-Fohlen bringen Spitzenpreise. Bei der Flanders Embryo Auction am 23. Januar 2026 in Abu Dhabi ging der allererste Embryo des Abends, ein J-Nius-Nachkomme, für 52.000 Euro in die Emirate. Es war der höchste Preis der Auktion, noch vor Embryonen von Chacco-Blue, United Touch S oder Emerald.

Jialotta de Vlinder: 31.500 Euro

Auch in Deutschland zieht der Hengst. Bei der DSP-Fohlenauktion in Riedlingen am 22. August 2026 war das braun-weiß getupfte Stutfohlen Jialotta de Vlinder (J-Nius x Catoki) mit 31.500 Euro das teuerste Fohlen der Auktion. Gezogen hat sie Gabriela Schlüsselburg.

Ein Fohlen aus Brandenburg für 75.000 Euro

Durch die deutsche Presse ging ein weiteres Tigerschecken-Fohlen: J-Nimon K vom Züchter Steffen Krehl aus Fehrbellin in Brandenburg wurde bei einer Auktion in Wien für 75.000 Euro an einen Käufer aus Dubai verkauft. Das zweitteuerste Fohlen des Abends kostete 38.000 Euro. Die Berichte nennen als Vater einen niederländischen Hengst namens „Genius“. Ob damit J-Nius gemeint ist, liegt wegen Name und Fohlennamen nahe, ist aber nicht offiziell bestätigt.

Was kosten Fohlen von J-Nius ohne Rekord?

Die Rekordpreise gelten für außergewöhnlich gezeichnete Fohlen mit starker Mutterlinie. Auf Verkaufsportalen werden J-Nius-Nachkommen von privaten Züchtern deutlich günstiger angeboten. Die Spanne reicht dort grob von 8.000 Euro für ein Fohlen mit einfacher Mutterlinie bis zu 50.000 Euro für ein getupftes Stutfohlen mit Sportlinie. Einfarbige Nachkommen liegen in der Regel deutlich unter getupften Geschwistern.

Gibt es schon erwachsene oder gekörte Nachkommen?

Noch kaum. J-Nius ist 2019 geboren, seine ältesten Nachkommen sind deshalb höchstens drei bis vier Jahre alt. Im Springsport beginnt die Turnierlaufbahn frühestens mit vier Jahren, große Prüfungen kommen erst ab sieben oder acht Jahren.

Die Datenbank Hippomundo führt inzwischen 243 registrierte Nachkommen. Sportergebnisse von Kindern auf höherem Niveau sind bisher nicht verzeichnet. Ein gekörter Sohn lässt sich bislang ebenfalls nicht finden. Bei der großen Zangersheide-Körung 2026 stammten die meisten neuen Hengste von Emerald und Chacco-Blue, Söhne von J-Nius waren nicht darunter.

Vorsicht bei Verkaufsanzeigen: Dort tauchen neben J-Nius manchmal gekörte Hengste wie El Torito du Dieu d’Arrarras Z auf. Das sind Verwandte aus der Mutterlinie des angebotenen Fohlens, keine Söhne von J-Nius.

Die eigentliche Bewährungsprobe kommt also erst noch. In den nächsten Jahren wird sich zeigen, ob die teuer verkauften Fohlen auch im großen Sport springen.

Warum ist der Hype so groß?

Mehrere Dinge kommen zusammen:

Seltenheit: Tigerschecken mit echter Springabstammung gab es bis vor kurzem praktisch nicht. Die meisten getupften Pferde stammen aus Knabstrupper-, Appaloosa- oder Noriker-Zucht und sind für den großen Springsport nicht gezogen.

Zahlungskräftige Käufer: Ein großer Teil der Rekordfohlen ist in die Vereinigten Arabischen Emirate gegangen. Dort sind Springreiter und Besitzer bereit, für ein außergewöhnliches Pferd sehr viel Geld auszugeben.

Online-Auktionen: Fohlen werden heute per Video vorgestellt und weltweit online ersteigert. Ein auffälliges Fohlen erreicht so in wenigen Tagen ein riesiges Publikum.

Instagram und TikTok: Die Videos von C-Bra und Joppe haben Menschen erreicht, die sich sonst nie für Springpferdeauktionen interessieren. Diese Aufmerksamkeit treibt die Preise zusätzlich.

Gesundheit: Worauf achten Züchter?

Tigerschecken haben ein bekanntes gesundheitliches Thema: Das Tigerscheckengen LP hängt mit zwei Augenerkrankungen zusammen.

Die angeborene Nachtblindheit (CSNB) tritt nur auf, wenn ein Pferd das Gen doppelt trägt. J-Nius trägt es einfach. Wird er mit einer Stute ohne Tigeranlage verpaart, kann kein Fohlen das Gen doppelt erben. Diese Fohlen sind also nicht nachtblind.

Die periodische Augenentzündung (ERU, auch Mondblindheit genannt) kommt bei Tigerschecken häufiger vor als bei einfarbigen Pferden. Das Risiko ist bei doppelten Trägern am höchsten, betrifft aber auch einfache Träger. Wer ein getupftes Pferd kauft, sollte die Augen regelmäßig vom Tierarzt kontrollieren lassen.

Die bei Warmblütern gefürchtete Erbkrankheit WFFS spielt bei J-Nius keine Rolle, er ist frei davon.

Häufige Fragen zu J-Nius V.V. Z

Ist J-Nius V.V. Z ein Knabstrupper?

Nein. J-Nius ist im Zuchtbuch Zangersheide als Sportpferd eingetragen. Seine Tupfen kommen über den Vater Little Indian, der im britischen AES als Appaloosa geführt wird. Die Farbe lässt sich über Limbo und dessen Mutter Hira zurückverfolgen. Ein Knabstrupper ist im öffentlich zugänglichen Stammbaum nicht nachweisbar.

Wer ist der Vater von J-Nius?

Der Vater ist Little Indian (2008), ein tigergescheckter Springhengst von Startrek aus der Charlene von Limbo. Little Indian sprang bis 1,45 m.

Welche Farbe hat J-Nius?

J-Nius ist ein Tigerschecke mit Leopardzeichnung: überwiegend weiß mit dunklen Tupfen am ganzen Körper.

Wo steht J-Nius V.V. Z?

Seit der Saison 2025 steht er auf dem Gestüt Zangersheide in Lanaken in Belgien. Samen gibt es frisch, tiefgefroren und für ICSI, auch über Besamungsstationen in Großbritannien.

Was kostet eine Bedeckung?

Die Decktaxe liegt bei 1.400 Euro für Frisch- und Tiefgefriersamen und 750 Euro für ICSI (Stand Herbst 2026).

Was ist das teuerste Fohlen von J-Nius?

C-Bra van het Bokt Z, versteigert am 20. September 2025 auf der Flanders Foal Auction für 402.000 Euro. Er ist das teuerste Springfohlen, das je auf dieser Auktion verkauft wurde.

Sind alle Fohlen von J-Nius getupft?

Nein. Etwa die Hälfte seiner Fohlen erbt die Tigerscheckung. Die anderen sind einfarbig und tragen die Anlage nicht.

Hat J-Nius schon gekörte Söhne?

Bislang ist kein gekörter Sohn bekannt. Seine ältesten Nachkommen sind erst drei bis vier Jahre alt.

Wie hoch springt J-Nius selbst?

J-Nius wurde vor allem durch seine Videos als junges Pferd bekannt. Registriert sind nur wenige eigene Turnierergebnisse, eine Auktionsbeschreibung nennt 1,20 m. Sein Vater Little Indian ging bis 1,45 m, Verwandte aus der Mutterlinie bis 1,60 m.

Warum sind getupfte Springpferde so teuer?

Weil die Kombination aus seltener Farbe und erstklassiger Springabstammung bisher kaum zu bekommen war. Käufer aus den Emiraten, Online-Auktionen und virale Videos haben die Preise in kurzer Zeit nach oben getrieben.

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Ich bin Daniela

Reitlehrerin FN und Therapeutische Reitlehrerin und absoluter Fan von Fjordpferden