Der Friese

Das Friesenpferd – ein wirklich toller Typ

Das Friesenpferd übt auf viele Menschen eine fast magische Anziehungskraft aus. Kaum eine andere Pferderasse verbindet Kraft, Eleganz und Ausstrahlung auf so beeindruckende Weise. Wenn ein Friese mit erhobenem Hals, fließender Mähne und seinem ausdrucksstarken Gang über eine Wiese oder durch den Dressurviereck schreitet, zieht er die Blicke unweigerlich auf sich. Genau diese besondere Präsenz macht die Faszination Friesenpferd aus.

Doch es ist nicht nur das außergewöhnliche Erscheinungsbild, das Pferdefreunde begeistert. Friesen gelten als aufmerksam, menschenbezogen und ausgesprochen lernwillig. Sie bauen oft eine enge Bindung zu ihrem Menschen auf und überzeugen mit ihrer ruhigen, zuverlässigen Art. Gleichzeitig besitzen sie genügend Temperament, um sowohl im Freizeitreiten als auch in der Dressur, vor der Kutsche oder bei Shows zu beeindrucken.

Viele Reiter beschreiben das Gefühl, auf einem Friesen zu sitzen, als etwas ganz Besonderes. Die kraftvollen Bewegungen, der stolze Ausdruck und die harmonische Zusammenarbeit vermitteln ein Erlebnis, das lange in Erinnerung bleibt. Kein Wunder also, dass diese imposanten schwarzen Pferde seit Jahrhunderten Künstler, Fotografen und Pferdeliebhaber gleichermaßen inspirieren. Wer einmal einem Friesenpferd begegnet ist, versteht schnell, warum diese Rasse weit mehr ist als nur ein schönes Pferd – sie ist für viele eine echte Leidenschaft.

Der Traum vom Friesen

Kaum eine Pferderasse löst so verlässlich ein Staunen aus wie der Friese. Rappschwarz, mit üppiger, oft gewellter Mähne, langem Schweif und dichtem Kötenbehang, dazu eine hohe, stolze Halsung und ein schwungvoller, fast tänzelnder Trab. Kein Wunder, dass man den Friesen die schwarze Perle nennt und dass er in unzähligen Filmen den edlen Ritterhengst gibt.

Hinter dem märchenhaften Bild steckt allerdings eine Geschichte, die deutlich rauer, dramatischer und faszinierender ist, als die meisten Rasseporträts erzählen. Diese Rasse stand mehrfach am Rand des Aussterbens, wurde durch drei einzelne Hengste gerettet und trägt bis heute die Folgen ihrer engen Zuchtbasis. Auf dieser Seite bekommst du beides: das schöne Bild und den ehrlichen, tief recherchierten Blick dahinter.

Der Friese auf einen Blick

Der Friese stammt aus der Provinz Friesland im Norden der Niederlande und gilt als Barockpferd. Rein züchterisch wird er als leichtes Kaltblut eingeordnet, temperamentlich verhält er sich aber eher wie ein Warmblut. Sein Stockmaß liegt meist zwischen 1,60 und 1,68 m, das Ideal bewegt sich um 1,65 m. Damit bringt er in der Regel etwa 600 bis 700 kg auf die Waage, kräftige Pferde auch mehr. Die Farbe ist fast immer Rappe, erlaubt ist höchstens ein kleiner Stern auf der Stirn. Typische Kennzeichen sind der Kötenbehang, die volle Mähne und der lange Schweif sowie die hohe Knieaktion im Trab. Im Wesen gilt er als menschenbezogen, gutmütig, arbeitswillig und sensibel. Eingesetzt wird er heute vor allem in der Dressur, im Fahrsport, in der Working Equitation, in der Show und in der Freizeit. Das weltweit anerkannte Ursprungszuchtbuch ist das KFPS. Ein Punkt, den man ehrlich benennen muss: Seine durchschnittliche Lebenserwartung wird niedriger angesetzt als bei vielen anderen Rassen, häufig ist von etwa 16 Jahren die Rede.

Friesenhengst bei der Körung

Herkunft: das einzige einheimische Pferd der Niederlande

Der Friese stammt, wie sein Name verrät, aus Friesland, einer Provinz im Nordwesten der Niederlande direkt an der Nordsee. Er gilt als die einzige Pferderasse, die in diesem Gebiet wirklich beheimatet ist, und zählt zu den ältesten Kulturpferderassen Europas. Als Urahn wird oft ein schwerer, kräftiger Waldpferdtyp genannt, den ältere Quellen als Equus robustus bezeichnen. Aus diesem bodenständigen, eher kaltblütigen Schlag entwickelte sich über viele Jahrhunderte das elegante Pferd, das wir heute kennen.

Schon zur Römerzeit tauchen Beschreibungen auf, die verblüffend gut zum Friesen passen. Die römischen Autoren Julius Caesar und Tacitus schildern ein Pferd mit kurzen, kräftigen Gliedmaßen, viel Mähnen- und Schweifhaar sowie Behang an den Beinen. Es sei nicht besonders schnell, dafür aber ausdauernd und zuverlässig. Friesenkenner sehen darin die erste schriftliche Spur der Rasse. Ergänzend berichtet der englische Pferdeautor Anthony Dent von friesischen Reitertruppen im römischen Britannien, unter anderem bei Carlisle. Ein Grabstein in England soll sogar einen friesischen Soldaten der römischen Armee mit seinem Pferd zeigen.

Ein hübsches, oft übersehenes Detail: Der Friese hatte von Anfang an eine besondere Beziehung zum Wasser. Die friesische Küste ist geprägt von Watt und flachen Prielen, und bei Ebbe lassen sich manche Strecken zwischen Festland und vorgelagerten Inseln zu Fuß oder zu Pferd durchqueren. Diese Nähe zum feuchten Element hat die Rasse geprägt. Viele Friesen zeigen bis heute erstaunlich wenig Scheu vor Wasser, was sie im Gelände zu angenehmen Partnern macht.

Das Mittelalter: vom Streitross zum Ritterpferd

Seine große Zeit als Kriegspferd erlebte der Friese im Mittelalter. Damals waren kräftige, mutige Pferde gefragt, die einen vollständig gepanzerten Ritter tragen konnten, ohne dabei träge zu werden. Genau das leistete der friesische Schlag. Er war groß und stark genug für die Last, blieb dabei aber wendiger und gehfreudiger als viele schwere Kaltblüter. In der Fachsprache spricht man beim mittelalterlichen Schlachtross vom Destrier, und der Friese passt bestens in dieses Bild.

Aus dem 11. Jahrhundert stammen die ersten Abbildungen von Rittern auf Pferden, die stark an den heutigen Friesen erinnern. Immer wieder wird in diesem Zusammenhang Wilhelm der Eroberer genannt, dessen Streitrosse dem friesischen Typ ähnelten. Über Jahrhunderte hinweg begegnet der schwarze, mähnenreiche Hengst in Schlachtenszenen und höfischer Kunst. Der ungarische König Ludwig II. soll 1526 auf einem Friesen in den Kampf gegen die Osmanen geritten sein. Während der Kreuzzüge im 12. und 13. Jahrhundert gelangten orientalische Pferde nach Europa, und ein Teil dieser Tiere floss vermutlich in die friesische Zucht ein. Das war die erste wichtige Veredelung, lange vor dem berühmten spanischen Einfluss.

Der spanische Einfluss und die barocke Blütezeit

Die vielleicht folgenreichste Phase der Rassegeschichte fällt ins 16. und 17. Jahrhundert. In dieser Zeit waren große Teile der Niederlande mit der spanischen Krone verbunden, und der lange Konflikt, den man als Achtzigjährigen Krieg kennt, brachte spanische und iberische Pferde ins Land. Die Kriegsführung veränderte sich, schwere Rüstungen verloren an Bedeutung, und der Bedarf an massiven Schlachtrossen sank. Gefragt war nun ein feineres, elegantes Pferd für die Stadt, die Kutsche und den höfischen Reitsaal.

Die Einkreuzung von Andalusiern und iberischen Pferden verlieh dem Friesen genau die Merkmale, die ihn heute so unverwechselbar machen: den hoch aufgesetzten, geschwungenen Hals, den edlen, eher kleinen Kopf mit kurzen Ohren und die ausdrucksstarke, hohe Knieaktion im Trab. Die Historikerin Ann Hyland beschreibt, dass der Friese selbst nach dieser Blutzufuhr seinen eigenständigen Typ behielt und das Beste aus beiden Welten vereinte. Er galt als mutiges, für den Krieg geeignetes Pferd, das weder überdreht noch schwerfällig war.

An den europäischen Höfen wurde der Friese zum gern gesehenen Reit- und Paradepferd. Seine natürliche Veranlagung für versammelte, erhabene Bewegungen machte ihn zum idealen Kandidaten für die Hohe Schule, also die klassische Dressur mit ihren anspruchsvollen Lektionen. Diese Begabung steckt bis heute in der Rasse.

Zwei historische Fixpunkte sind dabei besonders schön belegt. Die erste sichere schriftliche Nennung des Namens Friese geht auf das Jahr 1544 zurück. Damals erschien der deutsche Kurfürst Johann Friedrich von Sachsen auf einem friesischen Hengst zum Reichstag in Speyer. Wenige Jahre später, 1547, ritt er dasselbe Pferd in der Schlacht bei Mühlberg, wo Kaiser Karl V. ihn schon von Weitem an seinem Ross erkannte. Berühmt ist außerdem eine Radierung von Stradanus aus dem Jahr 1568. Sie zeigt den friesischen Hengst Phryso aus dem Stall des Don Juan de Austria. Der Name Phryso lebt bis heute weiter, denn so heißt das offizielle Magazin des friesischen Zuchtbuchs.

Trabrennen, Kutschzeit und der Einfluss auf andere Rassen

Im 18. und 19. Jahrhundert verlagerte sich die Bedeutung des Friesen. Mit dem Niedergang des höfischen Lebens wurde er seltener als Reitpferd des Adels gebraucht. Stattdessen entwickelte er sich in seiner Heimat zum Statussymbol wohlhabender Bauern. Wer etwas auf sich hielt, fuhr sonntags mit einem oder zwei Friesen vor der zierlichen, zweirädrigen Sjees zur Kirche. Diese elegante Kutsche wurde eigens in Friesland entwickelt und gehört bis heute zum traditionellen Bild der Rasse.

Parallel dazu erlebte der Friese eine sportliche Blütezeit in den kurzen Trabrennen, den sogenannten harddraverijen. Über eine Distanz von rund 325 Metern traten die Pferde gegeneinander an, zunächst unter dem Sattel, später auch vor der Sjees. Geritten wurde traditionell ohne Sattel, mit einer kleinen orangefarbenen Decke auf dem Rücken. König Wilhelm I. stiftete 1823 in Leeuwarden ein besonders bekanntes Rennen, das wegen seines Preises als Tag der Goldenen Peitsche in die Geschichte einging. Zum letzten Mal wurde diese goldene Peitsche 1891 von Königin-Regentin Emma überreicht. Danach übernahmen schnellere Traberrassen aus Russland und Amerika das Feld.

Das ist einer der spannendsten und am meisten unterschätzten Punkte der Rassegeschichte: Der Friese war nicht nur Empfänger fremden Blutes, er hat selbst zahlreiche andere Rassen mitgeprägt. Seine ausdrucksstarke Trabaktion machte ihn zum begehrten Veredler. Fachleute sehen friesischen Einfluss unter anderem beim Orlow-Traber, beim Norfolk Trotter als Vorläufer des Hackney, beim Oldenburger sowie bei den britischen Fell- und Dales-Ponys. Auch beim amerikanischen Morgan wird ein friesischer Anteil vermutet, hier fehlen allerdings gesicherte Belege.

Bereits 1625 gelangten friesische Pferde nach Nordamerika, in die damals von Niederländern gegründete Siedlung Nieuw Amsterdam, das spätere New York. Durch Einkreuzungen verschwand die reine Rasse dort später wieder. Erst 1974 wurden Friesen durch Tom Hannon aus Canton in Ohio erneut in die USA gebracht und begründeten den heutigen amerikanischen Bestand.

Mehrfach am Rand des Aussterbens

So glänzend die Geschichte klingt, so knapp stand der Friese mehr als einmal vor dem endgültigen Verschwinden. Der Grund war ausgerechnet seine Eleganz. Für die schwere Feldarbeit auf den friesischen Milchviehbetrieben war der leichte, temperamentvolle Typ weniger geeignet als kräftige, ruhige Arbeitspferde. Die Bauern spotteten, der Friese tanze zu viel vor dem Pflug und verschwende dabei nur Kraft. Viele wechselten zu schwereren Schlägen, den sogenannten Bovenlandern, oder kreuzten diese in ihre Friesenstuten ein.

Am 1. Mai 1879 versammelte sich in einem Wirtshaus namens De Drie Romers im Ort Roordahuizum eine Gruppe besorgter Züchter und Landbesitzer und gründete das Friesch Paarden-Stamboek, das älteste Zuchtbuch der Niederlande. Anfangs registrierte es sowohl reine Friesen als auch die schweren Bovenlander-Warmblüter, weil der reine Friese in Teilen der Provinz praktisch schon verschwunden war. Diese Rettungsaktion half, konnte den Niedergang aber zunächst nur verlangsamen.

Der Tiefpunkt kam zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Um 1913 gab es für die Reinzucht nur noch drei ältere Zuchthengste: Prins 109, Alva 113 und Friso 117. Auf dieser winzigen Basis ruhte die Zukunft der gesamten Rasse. Im selben Jahr gründeten engagierte Friesenfreunde den Verein Het Friesch Paard, um die Rasse zu schützen. Sie kauften die letzten guten Hengstfohlen auf und gaben sie in fachkundige Hände. Ein Teil dieser genetischen Enge wirkt bis heute nach und erklärt viele der gesundheitlichen Themen, die weiter unten beschrieben werden.

Der Zweite Weltkrieg wurde für den Friesen zur unerwarteten Rettung. Weil Treibstoff für Traktoren knapp war, brauchten die Bauern wieder Pferdekraft, und die Nachfrage stieg kurzzeitig an. Eine besondere Rolle spielte auch der aus Nazi-Deutschland geflohene Circus Strassburger, der die Show-Qualitäten der Rasse entdeckte und sie über ihr enges Herkunftsgebiet hinaus bekannt machte.

Doch mit der zunehmenden Technisierung der Landwirtschaft folgte in den 1960er Jahren der nächste Einbruch. Um 1965 waren nur noch etwa 500 Stuten eingetragen. Gerettet wurde die Rasse diesmal durch geschickte Öffentlichkeitsarbeit. Eine große Parade im Ort Warkum am IJsselmeer und die Werbetouren der Reitvereinigung De Oorsprong ab 1967 machten den Friesen wieder populär, weit über die Landesgrenzen hinaus. Aus dieser Bewegung ist die heutige Begeisterung entstanden, die jedes Jahr bei der großen Hengstkörung in Leeuwarden ihren Höhepunkt findet.

Erscheinungsbild und Exterieur

Der Friese ist ein großrahmiges, imposantes Pferd im Rechteckformat. Typisch sind ein gut entwickelter Widerrist, ein nicht zu langer Rücken, breite Lenden und eine leicht abfallende Kruppe mit tief angesetztem Schweif. Der Hals ist lang, geschwungen und meist hoch aufgesetzt, was dem Friesen seine stolze, aufgerichtete Silhouette verleiht. Der Kopf wirkt edel und ausdrucksvoll, mit kleinen Ohren und wachen, freundlichen Augen.

Das Beinwerk soll trocken und von guter Qualität sein. Das auffälligste Merkmal an den Gliedmaßen ist der Kötenbehang, also das lange, dichte Haar an den Fesseln, das über die Hufe fällt. Zusammen mit der vollen, oft leicht gewellten Mähne und dem üppigen Schweif ergibt sich der märchenhafte Gesamteindruck. Im Trab zeigt der Friese eine ausdrucksstarke Vorderbeinaktion mit viel Raumgriff und Schwung, jene erhabene Bewegung, die ihn so unverwechselbar macht.

Innerhalb der Rasse unterscheidet man grob zwei Typen. Der Barocktyp ist der kräftigere, klassische Schlag. Er wirkt massiger, hat oft mehr Behang und Mähne und entspricht dem traditionellen Bild des schweren, prächtigen Barockpferds. Beliebt ist er in der Show, im Fahrsport und bei Liebhabern des ursprünglichen Typs. Der Sport- oder moderne Typ ist dagegen der leichtere, hochbeinigere Schlag, gezielt auf mehr Rittigkeit und Sporttauglichkeit gezüchtet. Er erinnert stärker an ein Warmblut mit viel Behang und langer Mähne und ist heute besonders gefragt, vor allem in der Dressur. Beide Typen sind reinrassige Friesen, sie unterscheiden sich nur in Statur und Ausrichtung. Beim Kauf lohnt es sich, ehrlich zu überlegen, welcher Typ zum eigenen Vorhaben passt. Ein schwerer Barocktyp ist im Gelände und vor der Kutsche eine Wucht, ein moderner Sporttyp fühlt sich im Dressurviereck oft leichter und durchlässiger an.

Die Farbe: warum der Friese fast immer schwarz ist

Der Friese ist im Idealbild ein tiefschwarzer Rappe. Weiße Abzeichen sind unerwünscht, lediglich ein kleiner Stern auf der Stirn ist erlaubt, gerne gesehen ist aber auch der nicht. Diese strenge Selektion auf Schwarz ist ein bewusster Teil der Rassepflege und macht den Friesen optisch so einheitlich.

Historisch gab es durchaus andere Farben. Die letzte im Stammbuch eingetragene braune Stute, Patricia, wurde 1928 vermerkt. Danach verschwand die braune Farbe vollständig aus der Zucht. Bis heute kann in seltenen Fällen ein Fuchs fallen, also ein rötliches Fohlen. Dieser sogenannte Fuchsfaktor wird über ein rezessives Gen weitergegeben, das unbemerkt in reinschwarzen Trägern schlummern kann. Seit den 1990er Jahren arbeitet das Zuchtbuch daran, diesen Faktor gezielt herauszuzüchten. Deckhengste werden per DNA-Test überprüft, und wer den Fuchsfaktor vererbt, wird von der Zucht ausgeschlossen. Ein Fuchs ist damit kein Makel des einzelnen Pferdes, aber in der Reinzucht nicht erwünscht.

Ein Detail für den Alltag: Auch das schönste Rappenschwarz ist nicht völlig lichtbeständig. Bei starker Sonneneinstrahlung, viel Schwitzen oder falscher Fütterung kann das Fell einen rötlich-stumpfen Schimmer bekommen, den man umgangssprachlich als Rosten oder Verblassen kennt. Schatten, gute Mineralversorgung und passende Pflege helfen, das satte Schwarz zu erhalten.

Charakter und Wesen

Der wichtigste Grund für die große Beliebtheit des Friesen ist neben der Optik sein Wesen. Friesen gelten als ausgesprochen menschenbezogen, gutmütig und arbeitswillig. Viele Besitzer beschreiben ihr Pferd als anhänglich, freundlich und ehrlich im Umgang. Diese Kombination aus imposantem Äußeren und sanftem Gemüt ist selten und macht die Rasse für viele zum Herzenspferd.

Gleichzeitig sollte man den Friesen nicht als reines Anfängerpferd missverstehen. Er ist sensibel, aufmerksam und merkt sich sehr genau, was er im Umgang mit dem Menschen erlebt. Ein Friese honoriert ruhige, faire und klare Arbeit, reagiert aber auch feinfühlig auf Unstimmigkeiten und Druck. Er braucht eine Ausbildung, die auf Vertrauen und sauberem Timing aufbaut. Seine barocke Grundhaltung, das Bedürfnis nach Aufrichtung und Versammlung, will gymnastiziert und geduldig entwickelt werden. Wer diese Rasse mit Verständnis und Konsequenz begleitet, bekommt einen treuen, hochkonzentrierten Partner.

Verwendung heute: vielseitiger, als viele denken

Der moderne Friese ist ein echtes Allroundpferd, auch wenn er selten in den klassischen Turniersportarten Springen oder Vielseitigkeit anzutreffen ist. Seine Stärken liegen woanders. In der Dressur zahlt sich das iberische Erbe aus, denn der Friese bringt eine natürliche Veranlagung zur Versammlung und zu ausdrucksstarken Bewegungen mit, und der moderne Sporttyp ist zunehmend auch im höheren Dressursport zu sehen. Vor der Kutsche ist er ohnehin ein Klassiker. Seine Kraft, seine Zuverlässigkeit und sein präsenter Trab machen ihn zum beeindruckenden Gespannpferd, ob als Einspänner oder im Zweispänner vor der traditionellen Sjees. Auch in der Working Equitation, die Dressur mit Geschicklichkeit an Hindernissen verbindet, fühlt sich der wendige, mitdenkende Friese wohl. Dazu kommen seine Auftritte in Show und Film sowie sein Wert als Freizeit- und Geländepferd, wo ihm sein ruhiges Gemüt und seine oft geringe Wasserscheu zugutekommen.

Der Friese als Filmstar

Wenn in einem historischen Drama oder einem Fantasyfilm ein prächtiger schwarzer Hengst auftaucht, stehen die Chancen gut, dass es ein Friese ist. Regisseure und Kameraleute lieben die Rasse für ihre stolze Halsung, den fließenden Behang und die ruhige Nervenstärke am Set. Ein Friese wirkt edel, magisch und ein wenig märchenhaft, genau das, was viele Produktionen suchen.

Der eigentliche Startschuss für die weltweite Begeisterung fiel 1985 mit dem Film Ladyhawke. Der Friesenhengst Othello verkörperte dort das Ross Goliath, und plötzlich fragte die halbe Pferdewelt, was das für ein atemberaubendes schwarzes Pferd sei. Hauptdarsteller Rutger Hauer, selbst Niederländer, wurde zum Botschafter der Rasse und bekam wenige Jahre später sogar einen eigenen Friesen geschenkt. Seither reißt die Liste der Auftritte nicht ab. Friesen spielten unter anderem den Hengst Tornado in den Zorro-Filmen, traten in Die Chroniken von Narnia, Alexander, Eragon, 300, Clash of the Titans, Snow White and the Huntsman, Interview mit einem Vampir und in den Hunger-Games-Filmen auf. Auch in Serien wie Game of Thrones und Lost waren sie zu sehen.

Der wohl berühmteste lebende Friese ist ein Hengst namens Frederik the Great, der in den Ozark Mountains im US-Bundesstaat Arkansas lebt. 2016 wurde er im Internet zum schönsten Pferd der Welt ausgerufen. Seine Fotos mit der spektakulären Mähne gingen millionenfach um die Welt, und seine Pflege dauert allein für die Mähne mehrere Stunden.

Zucht, Zuchtbuch und die Prädikate

Die weltweit anerkannte Ursprungsorganisation der Rasse ist das KFPS, die Koninklijke Vereniging Het Friesch Paarden-Stamboek, also das Königliche Friesische Pferdestammbuch. Es wurde 1879 gegründet und legt bis heute die Regeln für Zucht, Registrierung und Beurteilung fest. Rund um den Globus arbeiten etwa dreißig lizenzierte Zuchtvereine nach seinen Vorgaben. Die meisten eingetragenen Friesen leben in den Niederlanden, in Deutschland und in Nordamerika.

Die Beurteilung der Pferde erfolgt auf sogenannten Körungen und Stutenschauen, im Niederländischen Keuring genannt. Besonders streng ist die Auswahl der Deckhengste. Ein Hengst muss ein aufwendiges Verfahren mit tierärztlichen Untersuchungen, mehreren Vorstellungen und Leistungsprüfungen durchlaufen, bevor er für die Zucht zugelassen wird. Nur ein kleiner Bruchteil der vorgestellten Junghengste schafft es tatsächlich in das Hauptstammbuch. Zur Zulassung müssen dreijährige Hengste ein Stockmaß von mindestens 1,58 m erreichen, vierjährige mindestens 1,60 m.

Innerhalb des Zuchtbuchs können Friesen verschiedene Auszeichnungen erwerben, die etwas über Qualität und Zuchtwert aussagen. Sie sind auch für Käufer wichtig, weil sie den Wert eines Pferdes deutlich beeinflussen. Das grundlegende Qualitätsprädikat heißt Ster, also Stern. Es wird ab dem dritten Lebensjahr an Pferde vergeben, die Mindestanforderungen an Exterieur, Bewegung und Größe erfüllen, und steigert den Marktwert spürbar. Eine Stufe darüber steht bei Stuten das Prädikat Kroon, die Krone, für Tiere, die über das Ster-Niveau hinaus überzeugen und zusätzlich eine Leistungsprüfung bestehen. Die höchste Auszeichnung für Stuten ist Model. Sie ist den besten Vertreterinnen der Population vorbehalten und verlangt herausragendes Exterieur, ein Mindestmaß, ein bereits geborenes Fohlen sowie ein sehr gutes Ergebnis in der Leistungsprüfung. Das Prädikat Preferent bezieht sich dagegen auf die Nachkommen. Eine Stute erhält es, wenn sie mindestens vier hochwertige, prädikatisierte Nachkommen gebracht hat, und Hengste können Preferent werden, wenn sie die Rasse nachhaltig und besonders geprägt haben. Echte Turniererfolge in Dressur oder Fahren wiederum werden mit dem Sport-Prädikat gewürdigt. Die Leistungsprüfungen selbst tragen Kürzel wie IBOP oder ABFP. In ihnen werden Bewegung, Gebrauchseigenschaften und Rittigkeit beurteilt, meist wird ein Mindestwert von 77 Punkten verlangt. Das Hauptstammbuch unterscheidet außerdem verschiedene Register, darunter das Fohlenbuch, das Stutbuch und die Hilfsregister B-Book I und B-Book II.

Zwei Zuchtdetails machen den Friesen besonders. Fohlennamen müssen mit einem festgelegten Anfangsbuchstaben beginnen, den das KFPS jedes Jahr vorgibt, sodass sich am Namen oft das Geburtsjahr eines Friesen ablesen lässt. Und bei der Kennzeichnung gab es einen Wandel: Bis 1996 wurden Friesen mit einer Zungentätowierung markiert, seither erhalten sie einen Mikrochip. Die Abstammung wird zusätzlich per DNA verifiziert.

Die gesamte moderne Friesenzucht stützt sich auf eine sehr schmale Grundlage von nur vier Hengstlinien. Da ist zum einen Mark 232, der Vorfahre des als Jahrhunderthengst gefeierten Jasper 366. Dazu kommen Jarich 226 als Stammvater der sogenannten Tetman-Linie sowie Ritske 202 als Urvater der besonders sportlichen Friesentypen. Die vierte, Age 168, ist die inzwischen kleinste noch existierende Linie. Diese enge Basis ist ein zweischneidiges Thema. Sie sorgt für die große Einheitlichkeit und den typischen Ausdruck der Rasse, erhöht aber zugleich den Inzuchtgrad. Das KFPS stellt Züchtern deshalb eine Datenbank zur Verfügung, mit der sich der zu erwartende Inzuchtkoeffizient eines geplanten Fohlens im Voraus berechnen lässt. Dieser Wert fließt neben Exterieur und Verwendungszweck bewusst in die Hengstwahl ein.

Auch in Deutschland hat der Friese eine eigene, farbige Zuchtgeschichte. Eine Schlüsselfigur war Günther Fröhlich, den man ehrfürchtig Friesenpapst nannte. Er importierte 1977 den Deckhengst Douwe 249 nach Deutschland und stellte die Rasse auf zahllosen Messen vor. Legendär ist sein Auftritt, bei dem er Thomas Gottschalk in der Sendung Wetten, dass..? in einem römischen Streitwagen durch die Arena von Xanten fuhr. 1979 gründete Fröhlich den Vorläufer des heutigen Friesenpferde-Zuchtverbands. Heute gibt es in Deutschland zwei relevante Organisationen. Der 1979 entstandene FPZV, der Friesenpferde-Zuchtverband, ist staatlich anerkannt und Mitglied im Zuchtbereich der Deutschen Reiterlichen Vereinigung. Daneben steht der 1992 gegründete DFZ, der sich eng an die strengen Vorgaben des niederländischen KFPS anlehnt. In beiden Fällen führt die Abstammung der in Deutschland gezogenen Friesen letztlich in die Niederlande zurück.

Gesundheit: der ehrliche Blick, den viele Seiten auslassen

Hier trennt sich ein gutes Rasseporträt von einer oberflächlichen Lobeshymne. Die enge Zuchtbasis und der hohe Inzuchtgrad haben beim Friesen zu einer Reihe rassetypischer Gesundheitsthemen geführt, über die man als Interessent unbedingt Bescheid wissen sollte. Wichtig vorab: Nicht jeder Friese ist betroffen, viele Tiere leben lang und gesund. Wer aber kauft oder züchtet, sollte genau hinschauen und die passenden Gentests einfordern.

Vier Erkrankungen gelten als genetisch besonders relevant. Der Zwergwuchs ist eine rezessiv vererbte Störung, die auf eine Mutation im Gen B4GALT7 zurückgeht. Betroffene Fohlen haben einen normal großen Kopf, einen breiteren Brustkorb, einen zu langen Rücken und stark verkürzte Gliedmaßen, die rund ein Viertel kürzer sein können als normal. Nur wenn beide Elternteile Träger sind, kann ein betroffenes Fohlen fallen, und ein Gentest schafft hier Klarheit. Der Hydrocephalus ist eine meist tödliche Ansammlung von Gehirnflüssigkeit im Schädel, die die Geburt erheblich erschwert. Bei Friesen tritt er mit etwa 2,5 Fällen pro 1000 Geburten deutlich häufiger auf als bei anderen Rassen, ein Erklärungsansatz vermutet eine Fehlbildung am sogenannten Foramen jugulare, einer bindegewebigen Struktur am Schädel. Auch dafür gibt es einen Gentest. Die Aortenruptur ist ein Riss der Hauptschlagader, der zum plötzlichen Tod eines scheinbar gesunden Pferdes führen kann. Beim Friesen tritt der Riss auffällig oft am Aortenbogen auf, während er bei den meisten anderen Rassen näher am Herzen liegt. Ursache ist vermutlich eine bindegewebige Schwäche, ein Gentest existiert dafür bislang nicht. Der Megaösophagus schließlich ist eine Erweiterung und Funktionsschwäche der Speiseröhre, die zu Aufstoßen, Schluckproblemen und im schlimmsten Fall zu einer Lungenentzündung durch verschlucktes Futter führen kann, und auch davon sind Friesen überdurchschnittlich betroffen.

Neben diesen vier Punkten gibt es weitere Themen, die man kennen sollte. Sehr auffällig ist die hohe Rate an Nachgeburtsverhaltungen. Bei friesischen Stuten wird sie mit rund 54 Prozent angegeben, ein Wert, der weit über dem anderer Rassen liegt und nach der Geburt eine aufmerksame Betreuung nötig macht. Ebenfalls gehäuft treten Hautempfindlichkeiten auf, etwa das Sommerekzem als überschießende Reaktion auf Insektenstiche sowie die Mauke in der Fesselbeuge, wo sich unter dem dichten Behang bei Nässe leicht Probleme verstecken. Auch eine Neigung zu bestimmten Stoffwechsel- und Muskelthemen wird beschrieben.

Ein wissenschaftlich diskutierter Gedanke macht den Friesen dabei besonders interessant. Forscher vermuten, dass die berühmte hohe, schwungvolle Trabaktion mit einer erhöhten Dehnbarkeit von Sehnen und Bändern zusammenhängt, also mit einer gewissen Bindegewebslaxheit. Genau diese Bindegewebseigenschaften stehen aber auch im Verdacht, an Erkrankungen wie Aortenruptur und Zwergwuchs beteiligt zu sein. Anders gesagt: Dieselbe genetische Grundlage, die den Friesen so eindrucksvoll tanzen lässt, könnte zugleich Teil seiner gesundheitlichen Anfälligkeit sein. Das erklärt, warum sich diese Merkmale nicht einfach voneinander trennen lassen.

Als Folge dieser Häufungen wird die durchschnittliche Lebenserwartung des Friesen oft niedriger angesetzt als bei vielen anderen Pferderassen, häufig ist von etwa 16 Jahren die Rede, während andere Reitpferde im Schnitt 25 bis 30 Jahre erreichen. Diese Zahl ist ein Durchschnitt, kein Schicksal. Verantwortungsvolle Zucht mit konsequenten Gentests, eine bedarfsgerechte Fütterung, ausreichend Bewegung und eine gute tierärztliche Betreuung können die gesunden Jahre deutlich verlängern. Das KFPS hat als Reaktion auf diese Probleme in den frühen 2000er Jahren verpflichtende Gentests eingeführt, um Trägertiere zu erkennen und riskante Anpaarungen zu vermeiden.

Haltung und Pflege

Wer sich für einen Friesen entscheidet, sollte den Pflegeaufwand realistisch einschätzen. Mähne, Schweif und vor allem der Kötenbehang sind wunderschön, machen aber Arbeit. Der Behang muss regelmäßig kontrolliert und trocken gehalten werden, gerade bei feuchtem Wetter oder matschigen Böden, damit sich unter dem dichten Haar keine Hautprobleme entwickeln. Mähne und langes Schweifhaar brauchen schonende, regelmäßige Pflege, damit sie nicht verfilzen oder abbrechen.

Wie viele barocke, leichtfuttrige Pferde neigt der Friese zu einem eher effizienten Stoffwechsel. Eine an Raufutter orientierte, kontrollierte Fütterung ohne Überversorgung mit Stärke und Zucker unterstützt Bindegewebe und Stoffwechsel. Wichtig ist außerdem viel Bewegung und täglicher Auslauf. Ein Friese, der überwiegend in der Box steht, leidet schneller unter Stress und Stoffwechselproblemen. Diese Rasse braucht Beschäftigung für Körper und Kopf.

Passt ein Friese zu dir? Ehrliche Kaufüberlegungen

Der Friese ist ein Pferd für Menschen, die ein ausdrucksstarkes, menschenbezogenes und charakterstarkes Tier suchen und die Freude an feiner, geduldiger Ausbildung haben. Als Freizeitpartner, im Fahrsport und in der Dressur macht er eine hervorragende Figur. Weniger passend ist er meist für alle, die schwerpunktmäßig im Springen, in der Vielseitigkeit oder im sehr leistungsorientierten modernen Turniersport unterwegs sein wollen, denn dort spielen andere Rassen ihre Stärken aus.

Beim Kauf lohnt sich Sorgfalt. Achte auf vollständige Zuchtpapiere von KFPS, FPZV oder DFZ, auf einen aktuellen Gesundheitspanel-Test für die bekannten Erbkrankheiten und auf eine nachvollziehbare Abstammung. Ein Blick auf den Inzuchtkoeffizienten ist gerade bei dieser Rasse sinnvoll. Preislich reicht die Spanne weit. Ein hübscher, gerittener Freizeitfriese liegt oft im mittleren vierstelligen Bereich, für ein besonders typvolles Sport- oder Showpferd mit hohen Prädikaten muss man deutlich mehr einplanen. Wer unsicher ist, sollte sich beim Kauf fachkundig begleiten lassen.

Besonderheiten und Kurioses

Zum Abschluss ein paar Dinge über den Friesen, die selbst manche Kenner überraschen. Der Begriff Friese steht nämlich nicht nur für das Pferd. Auch eine bekannte Rinderrasse aus derselben Region trägt den Namen, in Deutschland als Holstein-Rind bekannt, und selbst eine Kartoffelsorte heißt so. Der auf der berühmten Radierung von 1568 verewigte Hengst Phryso lebt bis heute weiter, denn er hat der offiziellen Zeitschrift des Zuchtbuchs seinen Namen gegeben. Um Ausdauer und Härte zu erhöhen, gibt es außerdem gezielte Kreuzungen mit arabischem Blut, den Arabo-Friesen, meist mit einem Anteil zwischen etwa 6 und 20 Prozent, mit dem Ziel eines Pferdes, das wie ein Friese aussieht, aber zäher ist. In Nordamerika galt die Rasse lange als gefährdet, wurde aber 2014 von der Beobachtungsliste einer großen Zuchterhaltungs-Organisation genommen, weil der Bestand sich ausreichend erholt hatte. Und trotz seiner Beliebtheit bleibt der Friese zahlenmäßig überschaubar. Weltweit sind grob 70.000 Pferde registriert, und dahinter stehen weniger als 100 zugelassene Deckhengste, eine sehr enge Basis für eine so bekannte Rasse.

Der Friese in Kürze

Der Friese ist eine der ältesten und ausdrucksstärksten Pferderassen Europas, entstanden in der niederländischen Provinz Friesland. Vom römischen Reittier über das mittelalterliche Streitross und das barocke Hofpferd bis zum heutigen Dressur-, Fahr- und Showpferd hat er eine bewegte Geschichte durchlaufen, in der er mehrfach knapp dem Aussterben entging. Um 1913 sicherten nur drei Hengste den Fortbestand der gesamten Rasse.

Sein tiefes Rappenschwarz, der Kötenbehang, die volle Mähne und die hohe Trabaktion machen ihn unverwechselbar, sein menschenbezogenes, gutmütiges Wesen zum Herzenspferd vieler Reiter. Wer sich für einen Friesen interessiert, sollte allerdings auch die Kehrseite kennen: eine enge Zuchtbasis mit rassetypischen Erbkrankheiten, eine im Schnitt kürzere Lebenserwartung und einen spürbaren Pflegeaufwand. Mit sorgfältiger Auswahl, guten Gentests und verständnisvoller Ausbildung wird aus dem beeindruckenden Rassebild ein wunderbarer, verlässlicher Partner.

Ein Hinweis zum Schluss: Die hier genannten Erkrankungen und Häufigkeiten geben den allgemeinen Kenntnisstand zur Rasse wieder und ersetzen keine tierärztliche Beratung im Einzelfall. Vor einem Kauf oder einer Anpaarung sind eine tierärztliche Ankaufsuntersuchung und aktuelle Gentests der beste Schutz für dich und dein zukünftiges Pferd.