
Norwegische Pferderassen: Fjordpferd, Dølahest, Nordlandshest und Kaltbluttraber
Norwegen hat genau vier eigene Pferderassen. Die Norweger nennen sie „de nasjonale hesterasene“, die nationalen Pferderassen: das Fjordpferd (Fjordhest), den Dølahest aus dem Gudbrandsdal, den Nordlandshest/Lyngshest aus dem hohen Norden und den Norwegischen Kaltbluttraber (Norsk Kaldblodstraver). Alle vier gelten in Norwegen als Kaltblüter. Gemeint ist damit vor allem das ruhige, verlässliche Temperament und weniger das Gewicht, denn keine der vier Rassen ist ein schweres Zugpferd im Sinne eines Shires oder Percherons.
In Deutschland kennt fast jeder das Fjordpferd. Die anderen drei Rassen sind hierzulande nahezu unbekannt, obwohl jede von ihnen eine eigene, teils dramatische Geschichte hat. Zwei Rassen standen kurz vor dem Aussterben und gehen heute jeweils auf einen einzigen Hengst zurück. Eine Rasse ist aus der anderen hervorgegangen. Ein Traber aus Norwegen hält einen Siegrekord, der seit Jahrzehnten besteht. Hier bekommst Du alle vier Rassen ausführlich vorgestellt: Herkunft, Aussehen, Farben, berühmte Hengste, Bestandszahlen, Erhaltungsarbeit und die Frage, für wen welches Pferd heute passt.
Die vier norwegischen Pferderassen auf einen Blick
Fjordpferd (Fjordhest, Fjording, früher Vestlandshest): Herkunft Westnorwegen, Stockmaß 135 bis 150 cm, Gewicht 400 bis 500 kg, immer falbfarben in fünf anerkannten Farbschlägen. Rund 5.800 Pferde in Norwegen, weltweit geschätzt 80.000. In Norwegen als gefährdet eingestuft.
Dølahest (Dølehest, Gudbrandsdalspferd, Østlandshest, im Deutschen oft Dölepferd): Herkunft Gudbrandsdal und Ostnorwegen, Stockmaß 145 bis 155 cm, die größte der vier Rassen. Rund 3.800 Pferde, gefährdet.
Nordlandshest/Lyngshest (Nordlandpferd, Lyngenpferd): Herkunft Nordnorwegen, vor allem rund um den Lyngenfjord in Troms, Stockmaß 125 bis 145 cm, meist 130 bis 140 cm, die kleinste der vier Rassen. Rund 2.300 Pferde, gefährdet.
Norwegischer Kaltbluttraber (Norsk Kaldblodstraver): hervorgegangen aus dem leichten Typ des Dølahest, Stockmaß 146 bis 159 cm, alle Farben erlaubt. Rund 12.000 bis 12.700 Pferde, als verletzlich eingestuft.
Die Zahlen stammen aus den Rassebeschreibungen des Nordischen Genressourcen-Zentrums NordGen und aus dem Store norske leksikon, dem großen norwegischen Nachschlagewerk. Sie schwanken je nach Erhebungsjahr leicht, das Größenverhältnis bleibt aber gleich: Der Traber ist die zahlenmäßig größte Rasse, das Nordlandpferd die kleinste.
Warum Norwegen eigene Pferderassen hervorgebracht hat
Norwegen ist ein Land aus steilen Fjordhängen, schmalen Tälern, Hochgebirge und langen Wintern. Bis weit ins 19. Jahrhundert gab es in vielen Landesteilen kaum befahrbare Straßen. Auf den Höfen an den Fjorden wurde das Pferd für alles gebraucht: für das Pflügen kleiner, steiniger Äcker, für den Holztransport im Winter, als Packpferd über Bergpfade, als Reittier und vor dem Schlitten. Eine große, schwere Rasse wäre an den steilen Hängen fehl am Platz gewesen. Gefragt waren Pferde, die mit wenig Futter auskommen, trittsicher sind, viel Kraft im Verhältnis zur Größe haben und sich von jedem Familienmitglied führen lassen.
Weil die einzelnen Landesteile durch Gebirge und Fjorde voneinander getrennt waren, entwickelten sich regionale Schläge: im Westen das Fjordpferd, im Osten der kräftigere Dølahest, im Norden das kleine Lyngenpferd. Ab der Mitte des 19. Jahrhunderts begannen Züchter, Vereine und der Staat, diese Schläge gezielt zu ordnen, Hengste zu kören und Stutbücher anzulegen. Als nach dem Zweiten Weltkrieg der Traktor auf die Höfe kam, brach die Nachfrage nach Arbeitspferden ein. Seitdem kämpfen drei der vier Rassen um ihren Bestand.
Norwegen behandelt seine Pferderassen deshalb als nationales Kulturerbe. Das Landwirtschaftsministerium ist die oberste Zuchtbehörde. Das Norwegische Pferdezentrum (Norsk Hestesenter) in Starum am Mjøsa-See führt die Stutbücher für Fjordpferd, Dølahest und Nordlandpferd und koordiniert die Erhaltungszucht. 2011 entstand der erste staatliche Aktionsplan für die nationalen Pferderassen, der seit 2021 in überarbeiteter Form bis 2030 gilt und nun auch den Kaltbluttraber einschließt. Seit 2016 berät ein Fachausschuss aus Zuchtverbänden, der Landwirtschaftsuniversität NMBU, dem Genressourcen-Zentrum und dem Pferdezentrum das Ministerium.
Das Fjordpferd: Norwegens Nationalpferd
Herkunft und Geschichte
Das Fjordpferd stammt aus den Fjordgebieten Westnorwegens, vor allem aus dem Nordfjord. Früher hieß es deshalb auch Vestlandshest, Westlandpferd. Wie alt die Rasse genau ist, lässt sich nicht belegen. Häufig liest man von 2.000 bis 4.000 Jahren. Sicher ist, dass in Gräbern aus der Wikingerzeit Pferde gefunden wurden, die dem heutigen Fjordpferd im Typ ähneln. Ebenso sicher ist, dass die Rasse lange ohne nennenswerte Fremdeinkreuzung gezüchtet wurde.
Bis in die 1860er-Jahre waren die Verkehrswege an der Westküste schlecht. Das Fjordpferd trug Lasten über die Berge, zog Karren entlang der Fjorde und arbeitete auf den Höfen. Ausstellungen für das Westlandpferd gab es bereits ab 1864. In den 1890er-Jahren gründeten sich viele lokale Zuchtvereine, um 1900 begann die Stutbuchführung und 1910 erschien auf Initiative der Gesellschaft Norges Vel das erste Stutbuch. Der heutige Zuchtverband Norges Fjordhestlag wurde 1949 gegründet. Das Norwegische Fjordpferdezentrum in Nordfjordeid ist das Wissenszentrum der Rasse und betreibt eine eigene Besamungsstation. Die Hengstschau in Nordfjordeid ist in Norwegen eine traditionsreiche Veranstaltung.
Njål 166: der Stammvater aller Fjordpferde
Ende des 19. Jahrhunderts war das reine Fjordpferd in Gefahr, weil Züchter mit anderen Typen experimentierten. In dieser Zeit tauchte ein Hengst auf, der für die Rasse alles änderte: Njål, geboren 1891. Seine Stutbuchnummer machte ihn als Njål 166 bekannt. Als er nach Stryn kam, war er unter Pferdeleuten umstritten. Sein Rivale war der beliebte Hengst Rimfakse. Die Entscheidung fiel offenbar knapp aus. Den Ausschlag gab, dass Njål den Rassetyp klarer verkörperte. Er bekam den Zuschlag des Bezirks, deckte rund zwölf Jahre und starb an einer Lungenentzündung.
Heute gilt Njål 166 als Vater aller modernen Fjordpferde. Geht man in einem Stammbaum weit genug zurück, steht er in jedem Pedigree, weltweit. Ein Erkennungszeichen trägt sogar seinen Namen: das „Njålsmerke“, kleine braune Flecken im Fell, meist an den Unterschenkeln oder Backen. Diese Flecken treten bis heute gelegentlich auf und sind laut Zuchtverband zulässig.
In den 1940er- bis 1960er-Jahren ging die Zucht in Richtung eines schwereren, gröberen Fjordpferds. Der bekannte Hengstvorsteller Even Alme hielt dagegen. Sinngemäß sagte er, man solle kein neues Fjordpferd erschaffen, sondern zum alten Typ zurückkehren. Diese Haltung prägt die Zucht bis heute: Das Fjordpferd soll kräftig, aber nicht plump sein, mit Bewegung und Reitpferdeeigenschaften.
Aussehen und Körperbau
Das Fjordpferd misst im Schnitt etwas über 140 cm Stockmaß, die Spanne reicht von 135 bis 150 cm, das Gewicht liegt bei 400 bis 500 kg. Nach Größe gehört es eigentlich zu den Ponys. In Norwegen wird es aber ausdrücklich als Pferd geführt, nicht als Pony. Der Kopf ist eher klein mit breiter Stirn und breiten Ganaschen. Hals, Widerrist und Kruppe sind kurz und gut bemuskelt, die Beine fein und stark, die Hufe hart. Fohlen wiegen bei der Geburt etwa 45 kg.
Das auffälligste Merkmal ist die Mähne. Sie ist zweifarbig: In der Mitte verläuft ein dunkler Streifen, rechts und links davon helles, fast weißes Haar. Die Norweger nennen den dunklen Mittelstreifen „midtstol“. Er setzt sich als Aalstrich („ål“) über den Rücken fort und endet in den dunklen Mittelhaaren des Schweifs („halefjær“). Damit der Streifen gut zu sehen ist, wird die Mähne traditionell so geschnitten, dass sie aufrecht steht und im Profil einen Bogen bildet. Der dunkle Mittelteil wird dabei etwas länger gelassen als das helle Außenhaar. Diese Frisur ist kein Rassemerkmal, sondern Pflegetradition. Lässt man die Mähne wachsen, fällt sie irgendwann zur Seite.
Fünf Farben, alle falb
Jedes Fjordpferd ist ein Falbe. Durch das ganze 20. Jahrhundert wurde konsequent auf die Falbfarbe gezüchtet. Typisch sind die sogenannten Wildpferdabzeichen: Aalstrich, dunkle Querstreifen an den Beinen (Zebrastreifen), bei manchen ein dunkler Querstrich über den Widerrist („grep“) und der dunkle Mittelstreifen in Mähne und Schweif. Solche Merkmale findet man heute in dieser Ausprägung sonst fast nur noch beim Przewalski-Pferd. Verwandt sind die beiden Rassen deshalb nicht. Das Przewalski-Pferd hat 66 Chromosomen, Hauspferde wie das Fjordpferd haben 64.
Der Zuchtverband erkennt fünf Farbschläge an, alle mit norwegischen Namen:
Brunblakk (Braunfalbe): Grundfarbe Brauner plus Falbgen. Mit 85 bis 90 Prozent des Bestands die weitaus häufigste Farbe. Das Fell reicht von cremefarben bis fast hellfuchsfarben, Aalstrich und Mähnenmitte sind schwarz oder dunkelbraun.
Rødblakk (Rotfalbe): Grundfarbe Fuchs plus Falbgen, etwa 5 Prozent. Das Fell ist hell goldfarben, die Abzeichen rötlich bis braun. Rotfalbe Fohlen kommen manchmal mit hellen Hufen zur Welt, die später nachdunkeln.
Grå (Graufalbe, Mausfalbe): Grundfarbe Rappe plus Falbgen. Trotz des Namens „grau“ hat diese Farbe nichts mit einem Schimmel zu tun, der mit dem Alter ausschimmelt. Das Fell bleibt ein Leben lang in einem hellen Silbergrau bis dunklen Schiefergrau.
Ulsblakk (Weißfalbe): Braunfalbe plus ein Cream-Gen. Das Fell ist sehr hell cremefarben. Früher war Ulsblakk die vorherrschende Farbe im Stutbuch und hieß damals „borket“. Sie verlor an Beliebtheit, weil bei der Verpaarung zweier Weißfalben sehr helle, fast weiße Fohlen fallen können.
Gulblakk (Gelbfalbe): Rotfalbe plus ein Cream-Gen. Die seltenste der fünf anerkannten Farben, mit hellem, gelblich-cremefarbenem Fell.
Daneben gibt es „kvit“, wörtlich „weiß“. Das sind Pferde mit doppeltem Cream-Gen, bei denen die Wildpferdabzeichen kaum noch zu erkennen sind. Kvit galt traditionell als unerwünscht und ist deshalb sehr selten. Sie entsteht trotzdem immer wieder, sobald zwei Pferde mit je einem Cream-Gen verpaart werden, etwa zwei Weißfalben oder ein Weißfalbe und ein Gelbfalbe.
Wesen und Verwendung
Das Fjordpferd gilt als genügsam, robust, ausdauernd und trittsicher im Gelände. In Norwegen hat die Rasse den Wandel vom Hofpferd zum Freizeit- und Sportpferd gut geschafft. Alle Zuchthengste müssen in Norwegen eine Leistungsprüfung im Reiten und Fahren ablegen, dazu werden Charakter und Umgänglichkeit bewertet.
Seit 1986 gibt es eine eigene norwegische Meisterschaft für Fjordpferde. Sie ist als vielseitiger Wettkampf mit Reit- und Fahraufgaben aufgebaut und hat sich zu einem mehrtägigen Pferdefestival mit bis zu 150 Teams entwickelt. Sie gehört damit zu den größten Pferdeveranstaltungen Norwegens. Daneben wird das Fjordpferd in Reitschulen, im therapeutischen Reiten, im Fahrsport, beim Wanderreiten und weiterhin als Arbeitspferd eingesetzt.
Bestand und Gefährdung
Hier liegt eine überraschende Wendung: Das Fjordpferd ist weltweit verbreitet, in seiner Heimat aber gefährdet. In Norwegen leben rund 5.500 bis 5.800 Fjordpferde, weltweit sind es geschätzt 80.000. In Dänemark, Deutschland und den Niederlanden gibt es inzwischen mehr Fjordpferde als in Norwegen selbst. Auch Schweden, Belgien und die USA haben große Bestände. In Norwegen wurden 2013 nur noch 123 Fohlen geboren, 2020 waren es bei 271 gedeckten Stuten rund 150. Deshalb wird die Rasse dort als gefährdet geführt. Der Zuchtverband und das Fjordpferdezentrum arbeiten mit Aktionsplänen, Meisterschaften und Nachwuchsförderung gegen den Rückgang, die Inzuchtentwicklung wird genau beobachtet. Die internationale Zusammenarbeit läuft über Fjord Horse International.
Unter den norwegischen Rassen ist das Fjordpferd die am besten erforschte. Bis 2019 zählte NordGen 23 leicht zugängliche wissenschaftliche Studien zur Rasse, unter anderem zur Herkunft über mitochondriale DNA, zu Körperbau, Temperament und Farbgenetik.
Der Dølahest: das Arbeitspferd aus dem Gudbrandsdal
Herkunft und Geschichte
Der Dølahest stammt aus Ostnorwegen, vor allem aus dem Gudbrandsdal. Das lange Tal führt vom Mjøsa-See nach Nordwesten Richtung Dovrefjell. Die Rasse trägt deshalb auch die Namen Gudbrandsdalspferd und Østlandshest, Ostlandpferd. Lange hieß sie Dølehest. Der Rasseverband und das Norwegische Pferdezentrum haben den Namen offiziell in Dølahest geändert. In deutschen Texten taucht sie meist als Dölepferd oder Döle-Gudbrandsdal auf.
Durch das Gudbrandsdal verlief eine der wichtigsten Handels- und Verkehrsrouten des Landes zwischen Oslo und der Küste bei Trondheim. Entsprechend gefragt waren kräftige, ausdauernde Pferde für Fuhrwerke, Landwirtschaft und Forstarbeit. Die Rasse ist im 19. Jahrhundert gezielt geformt worden. NordGen nennt 1857 als Gründungsjahr, systematisch gezüchtet wird sie seit den 1860er-Jahren. Das erste Stutbuch erschien 1941, der heutige Rasseverband Landslaget for Dølahest wurde 1947 gegründet.
Woher die Vorfahren stammen, ist nicht abschließend geklärt. Die Ähnlichkeit mit dem Friesen fällt auf. Friesische Händler waren zwischen dem 5. und 9. Jahrhundert an den Küsten der Nordsee unterwegs. Ein Einfluss alter friesischer Rappen gilt deshalb als wahrscheinlich, belegt ist er nicht. Ebenso wahrscheinlich ist, dass die nordeuropäischen Kleinkaltblüter und Ponyrassen ohnehin gemeinsame Vorfahren hatten.
Veikle Balder und Brimen 825
Zwei Hengste haben die Rasse besonders geprägt. Veikle Balder, geboren 1849 auf dem Hof Korsvoll in Dovre, gehört zu den wichtigsten Vererbern der Rassegeschichte. Er steht nicht nur in vielen Dølahest-Pedigrees, sondern gilt auch als Stammvater des Norwegischen Kaltbluttrabers. Über ihn hängen beide Rassen bis heute zusammen. In Norwegen trägt sogar ein Verein zum Schutz des Kaltblutpferds seinen Namen.
Für den schwereren Zugpferdetyp war der Hengst Brimen 825 bedeutend. Mit ihm hielten und verbesserten die Züchter die kräftigeren Pferde, die in Landwirtschaft und Forst gebraucht wurden. Als die landwirtschaftlichen Geräte schwerer wurden, stieg der Bedarf an einem größeren, kräftigeren Pferd. Der ursprüngliche Dølahest war kleiner und leichter als der heutige.
Aussehen
Der Dølahest ist die größte der vier norwegischen Rassen. Das Stockmaß liegt bei 145 bis 155 cm, laut Rassestandard bei 148 bis 155 cm. Im Vergleich zu Shire oder Percheron bleibt er ein mittelschweres Kaltblut. Der Rumpf ist lang und tief, der Hals kräftig, der Kopf breit und trocken mit geradem Profil. Typisch sind die üppige Mähne, ein dichter Schopf, ein voller Schweif und Behang an den Fesseln. Im Winter bildet der Dølahest ein dickes Fell.
Erlaubt sind die Farben Braun, Rappe, Fuchs, Borket (Weißfalbe), Gelbfalbe, Blau (Mausfalbe) und Schimmel. Am häufigsten sind Braune und Rappen. Blesse und Stern sind verbreitet, kleinere weiße Abzeichen an den Beinen kommen ebenfalls vor. In der Zuchtbewertung zählt das Exterieur zu 50 Prozent, dazu werden Arbeitseigenschaften, Fahr- und Reiteignung sowie das Temperament geprüft.
Zuchtprüfung
Hengste können ab dem dritten Lebensjahr zur Zucht zugelassen werden. Für die Körung müssen sie eine Leistungsprüfung bestehen: zuerst einen Test bei der Schau selbst, später eine erweiterte Prüfung am Norwegischen Pferdezentrum. Dort werden Gesundheit, Temperament, Arbeitswille sowie das Verhalten im Stall und bei der Arbeit beurteilt, vor allem im Fahren. Es gibt eine eigene norwegische Meisterschaft für den Dølahest.
Bestand und Erhaltung
Nach dem Zweiten Weltkrieg gab es in Norwegen rund 100.000 Dølahester. Heute sind es etwa 3.000 bis 3.800, im Jahr 2018 standen nur noch 238 Zuchtstuten im Register. Die Rasse gilt als gefährdet. Um die genetische Vielfalt zu sichern, erlaubt das Zuchtprogramm begrenzte Fremdanteile: Kaltblutstuten mit Typanerkennung dürfen von gekörten Dølahest-Hengsten gedeckt werden, die Fohlen werden dann als Dølahest eingetragen. Nordschwedische Hengste können zur Auswahl vorgestellt werden und nach einer Zulassung in begrenzter Zahl Dølahest-Stuten decken. Eine Studie der Landwirtschaftsuniversität NMBU hat gezeigt, dass im Pedigree des Dølahest Phasen mit Traber- und Nordschweden-Import gut erkennbar sind.
Heute arbeitet der Dølahest als Fahr- und Freizeitpferd, im Fahrsport, unter dem Sattel und weiterhin in Land- und Forstwirtschaft, wo Rückepferde im empfindlichen Waldboden gefragt sind. Bekannt ist er für seinen ruhigen, guten Charakter.
Der Nordlandshest/Lyngshest: das kleine Pferd aus dem Norden
Ein Name, zwei Regionen
Die kleinste norwegische Rasse hat einen Doppelnamen. Dahinter steckt ein jahrzehntelanger Streit. Im Norden, rund um den Lyngenfjord in Troms, hieß das Pferd Lyngshest. Züchter in der Provinz Nordland gaben ihm 1968 den Namen Nordlandshest. 1998 einigte man sich auf einen Kompromiss: Der offizielle Name lautet seitdem Nordlandshest/Lyngshest. Im Deutschen liest man Nordlandpferd, Lyngenpferd oder Nordland-Pony.
Geschichte: von den Fjordhöfen fast ins Aus
Die erste belegte Ausstellung mit Pferden dieser Rasse fand 1898 in Lyngseidet in Troms statt. In den 1930er-Jahren begann die organisierte Zucht, damals lebte der Hauptbestand entlang des Lyngenfjords. Die Pferde gehörten zu den kleinen Höfen der Küstensamen und Kvenen und arbeiteten dort auf dem Acker, vor dem Wagen und unter dem Sattel. Sie lebten das ganze Jahr draußen und fraßen, was Wiese und Wald hergaben. Gerade ihre handliche Größe und ihr gutes Temperament machten sie auf den kleinen Höfen so wertvoll: Sie erledigten die Arbeit eines großen Pferdes und waren leichter zu führen.
Im Zweiten Weltkrieg wurde Nordnorwegen schwer getroffen, die Rasse wurde fast ausgelöscht. Übrig blieben nur etwa 15 bis 20 Pferde. Die meisten davon waren ältere Stuten, dazu kam ein einziger Hengst: Rimfakse. Alle heutigen Nordlandpferde stammen von ihm ab. Der Name kommt aus der nordischen Mythologie, Rimfakse ist dort das Pferd, das die Nacht über den Himmel zieht. Nach seinem Retter ist auch der heutige Rasseverband benannt.
Mit der Mechanisierung der Landwirtschaft in den 1960er-Jahren wurde die Lage wieder schwierig, weil immer weniger Höfe ein Pferd hielten. 1968 erkannte das Ministerium die Rasse an, 1969 wurde der erste Hengst ins Stutbuch eingetragen. Um die schmale genetische Basis zu verbreitern, wurde Ende der 1970er-Jahre ein Hengst der Rasse Finnpferd eingesetzt. 1992 gründete sich der Landesverband für Nordlandshest/Lyngshest. 1995 führte das Norwegische Pferdezentrum den ersten Paarungsplan ein: Züchter wählen die Hengste aus einer Liste, die nach Zucht- und Erhaltungskriterien erstellt wird. Dabei sollen sie möglichst wenig verwandte Pferde verpaaren. Forschende der NMBU fanden in den Pedigrees Hinweise darauf, dass die Züchter Inzucht über Jahrzehnte konsequent vermieden haben.
Ob im heutigen Nordlandpferd noch Erbgut der Lofotenpferde steckt, ist offen. Das Lofotenpferd lebte früher in Salten und auf den Lofoten und gilt heute als ausgestorben. Einzelne Rassemerkmale sollen sich aber bei manchen Nordlandpferden wiederfinden.
Die Mongolen-Legende
Über die Herkunft des Nordlandpferds weiß man wenig. Häufig heißt es, die Rasse sei aus dem Osten über Russland gekommen, vielleicht sogar aus Asien. In Nordnorwegen erzählt man sich, ein Zweig dieser Pferde habe zu den Pferden Dschingis Khans gehört. Das ist eine Legende, keine belegte Tatsache. Norwegische Genetiker haben 2003 untersucht, ob es eine Verwandtschaft zwischen mongolischen und norwegischen Pferden gibt. Gesichert ist dagegen die enge Verwandtschaft mit dem Islandpferd und dem Färöerpferd, die beide mit nordischen Siedlern im 9. und 10. Jahrhundert auf die Inseln kamen.
Aussehen und Farben
Die meisten Nordlandpferde messen 130 bis 140 cm, die Spanne reicht von 125 bis 145 cm. Die Rasse ist kräftig, hat starke Beine und harte Hufe und im Winter ein dichtes Fell. Es gibt leichtere und etwas schwerere Typen. Große weiße Abzeichen an Kopf und Beinen sind unerwünscht.
Bei den Farben ist das Nordlandpferd die bunteste der vier Rassen. Vorkommen dürfen Fuchs, Brauner, Rappe, Palomino, Buckskin, Schimmel in allen Varianten und dazu die Silberfarben: Silver Dapple, Silberbraun und Silber-Buckskin. Unter den norwegischen Rassen tritt das Silver-Gen nur beim Nordlandpferd auf, in Skandinavien sonst vor allem beim Islandpferd. Bei einem Teil der silberfarbenen Pferde sind Augenveränderungen bekannt. Diese Farbvielfalt gilt in der Zucht ausdrücklich als Vorteil und wird nicht zugunsten einer Einheitsfarbe aussortiert.
Verwendung heute
Das Nordlandpferd ist kräftig genug für einen erwachsenen Reiter und passt in Größe und Temperament auch für Kinder und Jugendliche. Es läuft in allen Reit- und Fahrdisziplinen, im Ponytrab, im Trekking- und Wanderreiten, als Packpferd und im therapeutischen Reiten. In der Zucht zählt das Exterieur zu 50 Prozent, die Gebrauchseigenschaften einschließlich Temperament zu 40 Prozent.
Bestand
Rund 2.300 Nordlandpferde leben in Norwegen. 2020 waren 998 Stuten registriert, davon 166 Zuchtstuten. Die Rasse gilt als gefährdet. Das Nationale Zentrum für Nordlandshest/Lyngshest in Troms unterstützt den Rasseverband. Die Rasse ist inzwischen im ganzen Land verbreitet, mit Zuchtvereinen auch in Südnorwegen.
Der Norwegische Kaltbluttraber: Rennpferd mit Kaltblutwurzeln
Herkunft
Der Kaltbluttraber ist aus den leichteren, schnelleren Typen des Dølahest entstanden. Stammvater ist derselbe Hengst wie beim Dølahest: Veikle Balder, geboren 1849 in Dovre. Er steht im Pedigree fast aller heutigen Kaltbluttraber. 1937 wurde der Traber aus dem Stutbuch des Dølahest herausgelöst und gilt seitdem als eigene Rasse. Über Generationen wurde er leichter und wendiger gezüchtet, sein Haupteinsatz ist der Trabrennsport.
Trabrennen: Norwegens älteste organisierte Sportart
Trabrennen sind die älteste organisierte Sportart Norwegens. Die ersten bekannten Rennen fanden 1832 statt, der Norwegische Trabrennverband Det Norske Travselskap (DNT) wurde 1875 gegründet. Früher liefen die Kaltbluttraber ihre Rennen auf zugefrorenen Seen. Heute ist der DNT auch Zuchtverband der Rasse und führt das Stutbuch. Er hat elf Landesverbände und 162 örtliche Vereine.
Der norwegische und der schwedische Kaltbluttraber sind eng verwandt. Seit 2000 gibt es ein Kooperationsabkommen über Zucht und Rennen, beide Länder haben ein gemeinsames Zuchtprogramm und nutzen dieselben Hengste. In der Fachliteratur heißt die Rasse deshalb oft Norwegisch-Schwedischer Kaltbluttraber. Ein Problem sind die sogenannten Matador-Hengste: Wenige sehr erfolgreiche Hengste zeugen einen großen Teil der Fohlen, dadurch steigt trotz der hohen Gesamtzahl die Inzucht.
Alm Svarten und die großen Namen
Der berühmteste norwegische Kaltbluttraber ist Alm Svarten. Er gewann zwischen 1984 und 1995 bei 388 Starts 184 Rennen, ein Siegrekord, der in der Kaltblut-Szene als Messlatte gilt. Selbst der schwedische Ausnahmetraber Järvsöfaks, der Jahre lang kaum ein Rennen verlor, nahm diesen Rekord als erklärtes Ziel ins Visier. Über Alm Svarten erschien 1989 sogar ein eigenes Buch. Am Neujahrstag 2008 stürzte er auf einer vereisten Straße und musste eingeschläfert werden.
Moe Odin zählt zu den besten in Norwegen geborenen Kaltblütern. Er gewann 92 seiner 160 Rennen und lief über 10 Millionen Kronen ein. Als Vererber brachte er zahlreiche Sieger klassischer Rennen hervor, darunter den Rekordtraber Tekno Odin, sowie 36 gekörte Söhne.
2025 schrieb Brenne Borken Geschichte. Mit Trainer und Fahrer Øystein Tjomsland lief er auf der Bahn in Gävle in Schweden über die Sprintdistanz von 1.609 m eine Kilometerzeit von 1.17,7 und verbesserte damit den Weltrekord von Järvsöfaks aus dem Jahr 2005, der 20 Jahre lang als unschlagbar galt.
Aussehen und Bestand
Der Kaltbluttraber misst 146 bis 159 cm. Alle Farben sind erlaubt. Er ist leichter als der Dølahest, aber deutlich kräftiger als ein Warmbluttraber.
2023 umfasste der Bestand rund 12.700 Pferde mit 4.319 Stuten im zuchtfähigen Alter, 51 eingesetzten Deckhengsten, 537 gedeckten Stuten und 443 Fohlen. Die Rasse wird als verletzlich eingestuft, eine Stufe unter „gefährdet“. Seit dem Aktionsplan 2021 gehört sie offiziell zu den vier nationalen Pferderassen, deren Erhalt der Staat begleitet.
Weil Kaltbluttraber vielseitig sind, finden ausgemusterte Rennpferde oft einen zweiten Weg als Freizeit-, Fahr- oder Wanderreitpferd.
So hängen die vier Rassen zusammen
Genetische Untersuchungen der Veterinärhochschule Oslo aus dem Jahr 2000 haben die Struktur der norwegischen Rassen verglichen. Das Fjordpferd steht als alte, lange rein gezüchtete Rasse etwas für sich. Dølahest und Kaltbluttraber haben gemeinsame Wurzeln und wurden erst 1937 getrennt. Beide führen auf Veikle Balder zurück. Das Nordlandpferd gehört eher in die Gruppe der kleinen nordischen Pferde, zu der auch Islandpferd und Färöerpferd zählen.
Eine Fragebogenstudie der NMBU aus dem Jahr 2017 hat das Temperament der norwegischen Rassen untersucht. Alle vier gelten in Norwegen als Kaltblüter, gemeint ist damit vor allem ihr ruhiges, ausgeglichenes Wesen.
Die Unterschiede in Kurzform: Das Fjordpferd ist der falbfarbene Allrounder aus dem Westen. Der Dølahest ist das kräftige Fahr- und Arbeitspferd aus dem Osten. Das Nordlandpferd ist das kleine, bunte Pferd aus dem Norden. Der Kaltbluttraber ist das Rennpferd mit Kaltblutwurzeln.
Was ist mit dem Islandpferd, dem Nordschweden und dem Gotlandpony?
Diese Rassen werden oft mit Norwegen in Verbindung gebracht, sind aber keine norwegischen Rassen. Das Islandpferd stammt von Pferden ab, die norwegische und nordische Siedler im 9. und 10. Jahrhundert nach Island brachten. Seine Vorfahren kamen also zum Teil aus Norwegen, als Rasse ist es aber isländisch. Ähnlich ist es beim Färöerpferd. Das Nordschwedische Kaltblut ist eine schwedische Rasse, die eng mit dem Dølahest verwandt ist und in begrenztem Umfang in der Dølahest-Zucht eingesetzt werden darf. Das Gotlandpony stammt von der schwedischen Insel Gotland und ist die einzige schwedische Ponyrasse.
Welche norwegische Pferderasse passt als Freizeitpferd?
Das Fjordpferd ist die einzige der vier Rassen, die Du in Deutschland ohne Umwege findest. Es gibt deutsche Züchter, Zuchtprogramme bei mehreren Landesverbänden und regelmäßig Angebote auf den großen Pferdemärkten. Für Familien, Wanderreiter, Fahrer und Freizeitreiter, die ein robustes, genügsames Pferd suchen, passt es gut. Plane bei der Fütterung ein, dass das Fjordpferd mit wenig Energie auskommt. Auf fetten Weiden nimmt es schnell zu. Viele Halter setzen deshalb auf Heu mit niedrigem Zuckergehalt, begrenzte Weidezeit und Paddockhaltung mit viel Bewegung. Fjordpferde sind spätreif, 30 Jahre sind bei ihnen keine Seltenheit.
Den Dølahest und das Nordlandpferd gibt es außerhalb Norwegens nur vereinzelt. Wer eines dieser Pferde möchte, sucht in der Regel direkt in Norwegen, über die Rasseverbände oder norwegische Pferdemärkte. Bedenke dabei Transport, Gesundheitszeugnisse und die Übernahme der Papiere. Mit einem solchen Pferd hilfst Du gleichzeitig einer gefährdeten Rasse, denn jedes Pferd außerhalb Norwegens verbreitert die Basis.
Der Dølahest passt zu Dir, wenn Du ein ruhiges, kräftiges Pferd zum Fahren, Holzrücken oder gemütlichen Reiten suchst und genug Platz hast. Das Nordlandpferd passt zu Familien mit Kindern, die ein Pferd zum gemeinsamen Nutzen suchen: groß genug für Erwachsene, klein genug für Kinder.
Ein Kaltbluttraber aus dem Rennsport bringt viel Ausdauer und einen schnellen Trab mit. Ehemalige Rennpferde brauchen oft Zeit, um das Reiten unter dem Sattel zu lernen, weil sie bis dahin fast nur vor dem Sulky gelaufen sind. Plane für die Umstellung einige Monate mit Bodenarbeit und ruhigem Aufbau ein.
Häufige Fragen zu norwegischen Pferderassen
Wie viele Pferderassen gibt es in Norwegen?
Norwegen hat vier nationale Pferderassen: das Fjordpferd, den Dølahest, den Nordlandshest/Lyngshest und den Norwegischen Kaltbluttraber. Seit dem staatlichen Aktionsplan 2021 bis 2030 werden alle vier gemeinsam als Kulturerbe betreut.
Ist „Norweger“ dasselbe wie Fjordpferd?
Ja. In Deutschland heißt das Fjordpferd umgangssprachlich oft einfach „Norweger“. Weitere Namen sind Fjording, Fjordpony und Fjordhest. Die anderen drei norwegischen Rassen sind mit „Norweger“ nicht gemeint.
Ist das Fjordpferd ein Pony oder ein Pferd?
Nach dem Stockmaß von 135 bis 150 cm gehört es zu den Ponys. Der norwegische Zuchtverband führt es aber als Pferd, unabhängig von der Größe. Im Körperbau steht es zwischen Pony und leichtem Kaltblut und trägt problemlos Erwachsene.
Warum ist die Mähne des Fjordpferds zweifarbig?
Der dunkle Mittelstreifen ist Teil der Falbfarbe mit ihren Wildpferdabzeichen. Er läuft als Aalstrich über den Rücken weiter. Die aufrecht stehende Mähne entsteht durch einen traditionellen Schnitt, der den dunklen Streifen sichtbar macht.
Welche ist die kleinste norwegische Pferderasse?
Das Nordlandpferd (Nordlandshest/Lyngshest) mit meist 130 bis 140 cm Stockmaß. Die größte ist der Dølahest mit 145 bis 155 cm.
Gibt es Fjordpferde in anderen Farben als Falbe?
Nein. Alle Fjordpferde sind Falben, es gibt fünf anerkannte Farbschläge: Braunfalbe, Rotfalbe, Graufalbe, Weißfalbe und Gelbfalbe. Dazu kommt die sehr seltene, unerwünschte Farbe „kvit“ mit doppeltem Cream-Gen.
Ist das Fjordpferd vom Aussterben bedroht?
Weltweit nicht, mit geschätzt 80.000 Pferden. In Norwegen selbst gilt es aber als gefährdet, weil dort nur noch rund 150 Fohlen pro Jahr geboren werden. In Deutschland, Dänemark und den Niederlanden leben inzwischen mehr Fjordpferde als in Norwegen.
Welches Pferd hatten die Wikinger?
Die Wikinger ritten kleine, robuste nordische Pferde. Funde aus Gräbern der Wikingerzeit zeigen Pferde, die dem Fjordpferd im Typ ähneln. Auch das Islandpferd und das Färöerpferd gehen auf Pferde zurück, die nordische Siedler mitbrachten.
Was ist der Unterschied zwischen Dølahest und Kaltbluttraber?
Beide haben denselben Stammvater, Veikle Balder. Der Dølahest ist das schwerere Fahr-, Arbeits- und Freizeitpferd. Der Kaltbluttraber wurde aus den leichteren, schnelleren Dølahest-Typen für den Trabrennsport gezüchtet und hat seit 1937 ein eigenes Stutbuch.
Kann ich ein Nordlandpferd oder einen Dølahest in Deutschland kaufen?
Nur selten. Beide Rassen sind außerhalb Norwegens kaum verbreitet. Der sicherste Weg führt über die norwegischen Rasseverbände oder direkt über Züchter in Norwegen.







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