Genetik Fjordpferd

Genetik und Inzucht beim Fjordpferd – wie klein ist der Genpool wirklich?

Wer heute eine Gruppe Fjordpferde auf einer Weide betrachtet, könnte auf die Idee kommen, dass es von diesen Pferden doch reichlich gibt. Norweger stehen schließlich längst nicht mehr nur in Norwegen herum, sondern werden in Deutschland, Schweden, Dänemark, den Niederlanden, Nordamerika und vielen anderen Ländern gezüchtet. Das Fjordpferd ist international verbreitet und gehört ganz sicher nicht zu den Pferderassen, bei denen man jedes einzelne lebende Tier persönlich mit Namen begrüßen kann.

Genetisch sieht die Sache allerdings etwas anders aus.

Denn für die genetische Vielfalt einer Pferderasse ist nicht allein entscheidend, wie viele Tiere heute auf den Weiden stehen. Viel wichtiger ist, von wie vielen unterschiedlichen Vorfahren diese Pferde abstammen und wie eng sie miteinander verwandt sind.

Und genau hier wird die Genetik des Fjordpferdes ausgesprochen interessant.

Das Fjordpferd ist eine alte, weitgehend geschlossen gezüchtete Population mit einer überschaubaren Zahl einflussreicher Vorfahren. Einige Hengste haben die moderne Rasse enorm stark geprägt. Das ist einerseits der Grund dafür, dass wir heute überall auf der Welt einen erstaunlich einheitlichen Fjordpferdetyp erkennen. Andererseits stellt es die Zucht vor eine Aufgabe:

Wie erhält man eine alte Rasse, ohne ihren Genpool immer kleiner werden zu lassen?

Was bedeutet genetische Vielfalt überhaupt?

Jedes Fjordpferd besitzt zwei Kopien eines großen Teils seiner Erbinformation – eine stammt von der Mutter, die andere vom Vater. Innerhalb einer Pferderasse existieren an vielen Stellen des Genoms unterschiedliche Varianten.

Je größer die genetische Vielfalt einer Population ist, desto mehr unterschiedliche Varianten sind vorhanden.

Das ist grundsätzlich etwas Gutes.

Eine Population mit ausreichend genetischer Vielfalt besitzt mehr Möglichkeiten, auf Veränderungen zu reagieren, und das Risiko, dass sich ungünstige rezessive Erbanlagen treffen, ist geringer.

Wenn dagegen immer wieder eng verwandte Pferde miteinander verpaart werden oder einzelne Hengste sehr viele Nachkommen produzieren, verändert sich die Situation.

Dann werden bestimmte Genvarianten immer häufiger, während andere nach und nach aus der Population verschwinden können.

Und eine einmal verlorene genetische Variante kann man innerhalb einer geschlossenen Population nicht einfach aus der Schublade holen und wieder hineinsetzen.

Inzucht ist nicht automatisch etwas Schreckliches

Beim Wort Inzucht denken viele sofort an dramatische Fehlbildungen und kranke Tiere.

So einfach ist es nicht.

Inzucht bedeutet zunächst lediglich, dass zwei miteinander verwandte Tiere Nachkommen bekommen. Je näher die Eltern miteinander verwandt sind, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass beide bestimmte Genvarianten von einem gemeinsamen Vorfahren geerbt haben.

In praktisch jeder geschlossenen Rassepopulation gibt es deshalb einen gewissen Grad an Verwandtschaft.

Das gilt für Fjordpferde genauso wie für viele andere Pferde-, Hunde- oder Nutztierrassen.

Problematisch wird es, wenn die genetische Vielfalt über Generationen immer weiter sinkt und die Inzuchtrate innerhalb der gesamten Population zunimmt.

Dann steigt unter anderem die Wahrscheinlichkeit, dass seltene rezessive Erbanlagen in doppelter Ausführung zusammentreffen.

Deshalb geht es bei einer verantwortungsvollen Fjordpferdezucht nicht darum, jegliche Verwandtschaft auf null zu reduzieren – das wäre innerhalb einer geschlossenen alten Rasse ohnehin kaum möglich –, sondern den vorhandenen Genpool möglichst vernünftig zu verwalten.

Warum hat das Fjordpferd überhaupt einen begrenzten Genpool?

Das Fjordpferd ist keine moderne Kreuzungszucht, bei der regelmäßig Pferde anderer Rassen eingekreuzt werden.

Genau das macht seinen besonderen Charakter aus.

Über Generationen wurde ein sehr typischer Pferdetyp erhalten: kompakt, kräftig, leistungsfähig, mit charakteristischer Falbfarbe, Aalstrich und der berühmten zweifarbigen Mähne.

Wenn eine Rasse jedoch geschlossen gezüchtet wird, steht der Zucht langfristig nur das genetische Material zur Verfügung, das innerhalb dieser Population vorhanden ist.

Hinzu kommt ein Phänomen, das praktisch jede Pferdezucht kennt:

Manche Hengste werden sehr viel beliebter als andere.

Ein Hengst ist erfolgreich, entspricht hervorragend dem gewünschten Typ, bringt gute Nachkommen – und plötzlich möchte jeder mit ihm züchten.

Aus Sicht des einzelnen Züchters ist das vollkommen nachvollziehbar.

Aus Sicht einer Population kann es problematisch werden.

Denn wenn ein einzelner Hengst Hunderte Nachkommen hinterlässt und seine Söhne anschließend ebenfalls stark eingesetzt werden, begegnet man seiner Genetik einige Generationen später praktisch überall.

Der Hengst selbst muss dabei überhaupt nichts „falsch“ gemacht haben.

Er war möglicherweise schlicht zu erfolgreich.

Beim Fjordpferd haben einzelne Hengste enorme Spuren hinterlassen

Genau dieses Thema wurde beim Fjordpferd wissenschaftlich untersucht.

Pedigree-Analysen verschiedener Fjordpferdepopulationen zeigen, dass einzelne Gründertiere beziehungsweise Hengstlinien einen erheblichen Anteil zum heutigen Genpool beigetragen haben.

Besonders eindrucksvoll ist eine Untersuchung der nordamerikanischen Fjordpferdepopulation. Dort wurde die Abstammung von 1.659 Fjordpferden analysiert, um unter anderem Inzucht, Verwandtschaft und die Beiträge einzelner Gründertiere zu untersuchen.

Die väterlichen Linien waren dabei ausgesprochen konzentriert: Ein sehr großer Teil ließ sich auf lediglich wenige Hengste zurückführen.

Das ist ein schönes Beispiel dafür, warum die reine Zahl lebender Fjordpferde nicht ausreicht, um die genetische Gesundheit einer Population einzuschätzen.

Tausend Pferde können genetisch wesentlich enger miteinander verbunden sein, als man bei tausend einzelnen Tieren zunächst vermuten würde.

Norwegische Fjordpferde wurden ebenfalls untersucht

Auch die Ursprungspopulation in Norwegen ist wissenschaftlich analysiert worden.

In einer umfangreichen Abstammungsuntersuchung wurden Daten von mehr als 23.000 Fjordpferden ausgewertet. Dabei interessierten sich die Forscher unter anderem für Inzuchtentwicklung, Verwandtschaft und die sogenannte effektive Populationsgröße.

Und dieser Begriff ist für unser Thema ausgesprochen wichtig.

23.000 Pferde sind genetisch nicht automatisch 23.000 Pferde

Die effektive Populationsgröße beschreibt vereinfacht gesagt, wie groß eine idealisierte Population sein müsste, um dieselbe genetische Entwicklung beziehungsweise denselben Verlust genetischer Vielfalt zu zeigen wie die tatsächlich untersuchte Population.

Und diese Zahl kann erheblich kleiner sein als die Zahl der real existierenden Tiere.

Warum?

Stellen wir uns stark vereinfacht 1.000 Fjordpferde vor.

Wenn 500 Hengste und 500 Stuten jeweils ungefähr gleichmäßig zur nächsten Generation beitragen würden, wäre die genetische Ausgangslage eine völlig andere, als wenn 490 Hengste überhaupt keine Nachkommen bekommen und zehn besonders beliebte Hengste fast sämtliche Stuten decken.

Auf dem Papier haben wir in beiden Fällen 1.000 Pferde.

Genetisch sind das aber zwei vollkommen verschiedene Situationen.

Bei der norwegischen Untersuchung ergaben sich – abhängig von der verwendeten Berechnungsmethode – effektive Populationsgrößen von ungefähr 85 beziehungsweise 121 Tieren.

Das bedeutet ausdrücklich nicht, dass nur noch 85 genetisch verschiedene Fjordpferde existieren.

Es zeigt aber sehr anschaulich, warum Zuchtverbände bei einer solchen Rasse die Entwicklung der genetischen Vielfalt im Auge behalten müssen.

Ist das Fjordpferd also stark ingezüchtet?

Hier wäre eine dramatische Überschrift natürlich verlockend.

„Fjordpferd vor genetischem Kollaps!“

Klingt wunderbar und bringt wahrscheinlich Klicks.

Es wäre nur fachlich ziemlich daneben.

Die vorhandenen Untersuchungen zeigen, dass Inzucht und genetische Vielfalt beim Fjordpferd relevante Themen sind und aktiv beobachtet werden sollten. Sie belegen aber nicht, dass die Rasse unmittelbar vor einem genetischen Zusammenbruch steht.

Im Gegenteil: Gerade weil man die Entwicklung untersucht, können Zuchtprogramme darauf reagieren.

Die entscheidende Frage lautet deshalb weniger:

„Gibt es Inzucht beim Fjordpferd?“

Natürlich gibt es innerhalb einer geschlossenen Population Verwandtschaft.

Viel wichtiger ist:

Wie schnell nimmt die Inzucht zu und wie lässt sich möglichst viel genetische Vielfalt für zukünftige Generationen erhalten?

Ein berühmter Hengst kann zum genetischen Problem werden, obwohl er kerngesund ist

Das ist vielleicht der interessanteste Punkt an der ganzen Geschichte.

Wenn über genetische Gesundheit gesprochen wird, denken wir häufig zuerst an Erbkrankheiten.

Ein Hengst trägt Krankheit X – also sollte man vorsichtig sein.

Für die genetische Vielfalt einer kleinen Population kann aber auch ein vollkommen gesunder, hervorragender Hengst langfristig problematisch werden, wenn er überproportional häufig eingesetzt wird.

Nehmen wir einen fiktiven Fjordhengst namens Super-Norweger.

Super-Norweger sieht fantastisch aus, bewegt sich hervorragend, besitzt einen wunderbaren Charakter und bekommt ausgezeichnete Fohlen.

Also deckt er sehr viele Stuten.

Seine Söhne sind ebenfalls hervorragend und werden wiederum häufig eingesetzt.

Nach einigen Generationen findet sich Super-Norweger in einem erheblichen Teil der Stammbäume.

Jetzt haben wir möglicherweise immer noch viele wunderschöne und gesunde Fjordpferde.

Wir haben aber gleichzeitig genetische Alternativen verloren, weil andere Hengstlinien kaum noch genutzt wurden.

Das Problem war also nie Super-Norweger.

Das Problem war, dass alle Super-Norweger wollten.

Warum seltene Linien wertvoll sein können

Genau deshalb kann ein züchterisch weniger spektakulärer Hengst genetisch ausgesprochen interessant sein.

Vielleicht gewinnt er nicht jede Schau und entspricht nicht bis ins letzte Detail dem momentan beliebtesten Typ.

Wenn seine Abstammung innerhalb der Population aber selten geworden ist, kann er genetische Varianten erhalten, die andernfalls verloren gehen würden.

Das bedeutet natürlich nicht, dass man plötzlich jedes Pferd allein aufgrund seiner seltenen Abstammung zur Zucht einsetzen sollte.

Gesundheit, Funktionalität, Charakter und Rassetyp bleiben wichtig.

Moderne Erhaltungszucht muss jedoch mehrere Ziele gleichzeitig berücksichtigen.

Und genau darin liegt die Kunst.

Pedigree und DNA erzählen nicht immer exakt dieselbe Geschichte

Früher konnte man Verwandtschaft hauptsächlich anhand von Stammbäumen berechnen.

Das funktioniert durchaus gut – vorausgesetzt, die Abstammungsdaten sind vollständig und korrekt.

Heute kann man zusätzlich direkt ins Genom schauen.

Bei Fjordpferden wurden inzwischen auch genomische Untersuchungen durchgeführt. In einer Studie wurden beispielsweise 311 norwegische und 102 schwedische Fjordpferde genetisch untersucht. Dabei wurden Hunderttausende sogenannte SNP-Marker analysiert.

SNPs sind kleine genetische Variationen an bestimmten Stellen des Genoms. Betrachtet man sehr viele davon gleichzeitig, lässt sich wesentlich genauer untersuchen, wie ähnlich oder unterschiedlich Tiere genetisch tatsächlich sind.

Das ist für kleine Populationen ausgesprochen wertvoll.

Denn zwei Pferde können laut Stammbaum einen bestimmten berechneten Verwandtschaftsgrad besitzen und auf DNA-Ebene trotzdem etwas mehr oder weniger genetisches Material gemeinsam haben, als der reine Stammbaum erwarten lässt.

Was hat Inzucht mit Erbkrankheiten zu tun?

Jedes Pferd trägt genetische Varianten, von denen einige ungünstig sein können.

Das ist vollkommen normal.

Viele problematische Varianten sind rezessiv. Das bedeutet vereinfacht: Ein Pferd kann eine solche Variante tragen, ohne selbst krank zu sein, weil die zweite Genkopie normal funktioniert.

Problematisch wird es, wenn ein Fohlen dieselbe ungünstige rezessive Variante sowohl vom Vater als auch von der Mutter erhält.

Je enger zwei Pferde miteinander verwandt sind, desto größer kann die Wahrscheinlichkeit sein, dass beide dieselbe seltene Variante von einem gemeinsamen Vorfahren geerbt haben.

Genau deshalb erhöht zunehmende Inzucht grundsätzlich das Risiko, dass rezessive Erbdefekte sichtbar werden.

Das bedeutet wiederum nicht, dass aus jeder verwandten Anpaarung automatisch ein krankes Fohlen entsteht.

Genetik funktioniert nicht nach dem Prinzip:

Cousin trifft Cousine = Tierarzt steht schon im Gebüsch.

Es geht um Wahrscheinlichkeiten und um die langfristige Entwicklung einer Population.

Inzuchtdepression – wenn Vielfalt verloren geht

Neben einzelnen Erbkrankheiten gibt es noch ein anderes Problem: die sogenannte Inzuchtdepression.

Wenn der Inzuchtgrad einer Population stark steigt, können Eigenschaften beeinträchtigt werden, die für Fitness und Fortpflanzung wichtig sind. Dazu können beispielsweise Fruchtbarkeit, Vitalität, Überlebensfähigkeit oder Widerstandskraft gehören.

Solche Effekte sind allerdings kompliziert zu untersuchen und lassen sich nicht einfach einem einzelnen Fjordpferd ansehen.

Ein Pferd trägt schließlich kein Schild um den Hals:

„Guten Morgen, mein Inzuchtkoeffizient beträgt 6,3 Prozent.“

Deshalb braucht Populationsgenetik große Datenmengen und langfristige Beobachtung.

Warum kreuzt man dann nicht einfach andere Pferde ein?

Das wäre genetisch natürlich eine Möglichkeit, neue Varianten in eine Population zu bringen.

Man hätte anschließend nur irgendwann möglicherweise kein Fjordpferd mehr.

Eine Rasse ist schließlich gerade dadurch definiert, dass bestimmte genetische, körperliche und charakterliche Merkmale über Generationen erhalten wurden.

Beim Fjordpferd kommt hinzu, dass seine Ursprünglichkeit einen erheblichen Teil seines kulturellen und züchterischen Wertes ausmacht.

Die Aufgabe besteht deshalb darin, innerhalb des vorhandenen Genpools möglichst viel Vielfalt zu bewahren.

Dafür können Zuchtverbände Paarungen analysieren, seltenere Linien berücksichtigen, den übermäßigen Einsatz einzelner Hengste vermeiden und die genetische Entwicklung der Population langfristig beobachten.

Ist ein niedriger Inzuchtkoeffizient automatisch eine gute Anpaarung?

Nein.

Auch das wäre zu einfach.

Der Inzuchtkoeffizient ist ein wichtiges Werkzeug, aber er sagt nicht alles darüber aus, ob zwei Pferde züchterisch zusammenpassen.

Zwei Tiere können relativ wenig miteinander verwandt sein und trotzdem dieselben gesundheitlichen oder funktionellen Schwächen besitzen.

Umgekehrt kann eine gewisse Verwandtschaft züchterisch bewusst eingesetzt werden, um bestimmte Eigenschaften zu festigen.

Eine verantwortungsvolle Anpaarung betrachtet deshalb Gesundheit, Exterieur, Leistung, Charakter, Abstammung und genetische Vielfalt gemeinsam.

Zucht nach einer einzigen Zahl funktioniert ungefähr so gut wie Pferdekauf ausschließlich nach Fellfarbe.

Man bekommt möglicherweise genau die gewünschte Farbe.

Was sonst noch dabei ist, merkt man später.

Was bedeutet das alles für einen normalen Fjordpferdebesitzer?

Wer einen Wallach zum Ausreiten besitzt, muss jetzt nicht nachts dessen Stammbaum studieren und ausrechnen, wie häufig irgendein Hengst aus dem Jahr 1948 darin vorkommt.

Für einen normalen Freizeitpferdehalter ist das Thema hauptsächlich interessant, weil es erklärt, warum verantwortungsvolle Rassezucht mehr ist als die Paarung zweier schöner Fjordpferde.

Für Züchter sieht die Sache anders aus.

Wer mit seinem Fjordpferd züchten möchte, sollte nicht nur darauf achten, ob Hengst und Stute äußerlich gut zusammenpassen. Abstammung, Verwandtschaft, Gesundheit und die genetische Bedeutung einer Linie gehören ebenfalls zur Entscheidung.

Gerade bei einer vergleichsweise kleinen geschlossenen Population trägt jede Zuchtentscheidung ein winziges Stück dazu bei, wie die Rasse in einigen Generationen aussehen wird.

Das Fjordpferd ist genetisch besonders spannend

Und genau deshalb finde ich dieses Thema bei Fjordpferden so interessant.

Wir sprechen hier nicht einfach über irgendeine hübsche Falbfarbe oder darüber, warum Norweger eine zweifarbige Mähne besitzen.

Wir sprechen über eine alte Pferderasse, deren typische Eigenschaften über Generationen erhalten wurden und deren genetische Vielfalt gleichzeitig für die Zukunft bewahrt werden muss.

Das sind zwei Ziele, die sich manchmal gegenseitig in die Quere kommen.

Man möchte einen klaren Rassetyp erhalten.

Man möchte Gesundheit und Leistungsfähigkeit sichern.

Man möchte unerwünschte Erbanlagen möglichst nicht verbreiten.

Und gleichzeitig darf man nicht so streng selektieren und immer dieselben erfolgreichen Tiere einsetzen, dass am Ende kaum noch genetische Vielfalt übrig bleibt.

Das ist Populationsgenetik in der Praxis.

Fazit: Das Fjordpferd braucht nicht nur gute Pferde, sondern unterschiedliche gute Pferde

Inzucht beim Fjordpferd ist kein Grund zur Panik, aber ein wichtiges Thema für die langfristige Erhaltung der Rasse.

Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass einzelne Vorfahren und Hengstlinien die heutigen Populationen teilweise stark geprägt haben und dass die effektive Populationsgröße erheblich kleiner sein kann als die tatsächliche Zahl lebender Fjordpferde vermuten lässt.

Deshalb besteht gute Fjordpferdezucht nicht darin, immer wieder den gerade erfolgreichsten Hengst mit möglichst vielen Stuten zu verpaaren.

Langfristig braucht die Rasse etwas anderes:

gesunde Fjordpferde aus möglichst vielfältigen Linien.

Denn der beste Hengst einer Generation kann für die Rasse unglaublich wertvoll sein.

Wenn er drei Generationen später allerdings in jedem zweiten Stammbaum auftaucht, hätte er ruhig ein paar Wochenenden freihaben dürfen.

Noch mehr Infos über Fjordpferde

Hier die komplette Übersicht über unsere Infos über Fjordpferde 

Das Fjordpferd – Rassekunde und Geschichte

Fjordpferde von A – Z, der komplette Fjordpferde Guide 

Die IG Fjord 

Meine Fjordpferde

Fjordpferdezucht 

Fjordpferde und Dressur

Frisuren beim Fjordpferd 

und hier noch ein paar Infos zum Freizeitreiten 

Fjordpferde Trends

Fjordpferde beim Springen

Fjordpferde im Offenstall

Fjordpferde und Kinder

Krankheiten beim Fjord 

Fjordpferde Ernährung 

Fjordpferde mit langer Mähne 

Fjordpferde Fan Seite

Der Gelbfalbe

Alles über Falben 

Fjordpferde malen

2 Antworten zu „Genetik Fjordpferd“

Hinterlasse einen Kommentar