Pferd einflechten – die schönsten Flechtfrisuren für Mähne und Schweif
Eine schön eingeflochtene Mähne gehört für viele Reiter einfach dazu. Auf dem Turnier sorgt sie für einen gepflegten Eindruck, beim Fotoshooting setzt sie den Pferdehals perfekt in Szene und im Alltag schützt sie lange Mähnen vor Knoten, Kletten und Scheuerstellen. Dabei gibt es längst nicht nur die klassischen Turnierzöpfe. Vom einfachen Laufzopf über kunstvolle Gitternetz-Frisuren bis hin zu romantischen Wasserfallzöpfen gibt es unzählige Möglichkeiten, die Mähne eines Pferdes zu flechten.
Wer zum ersten Mal ein Pferd einflechten möchte, steht allerdings oft vor einer ganzen Reihe von Fragen. Welche Flechtfrisur hält am besten? Welche eignet sich für lange Mähnen und welche funktioniert auch bei einer kurzen Sportpferdemähne? Muss die Mähne vorher gewaschen werden? Und warum sehen die Turnierzöpfe bei manchen Pferden aus wie kleine Kunstwerke, während sie bei anderen schon nach wenigen Minuten wieder auseinanderfallen?
Genau darum geht es in diesem Ratgeber. Ich zeige dir die schönsten Flechtfrisuren für Pferde, erkläre Schritt für Schritt, worauf es beim Einflechten ankommt und welche Frisur sich für welchen Anlass am besten eignet. Ganz gleich, ob du dein Pferd für ein Dressurturnier vorbereitest, eine hübsche Mähne für den nächsten Ausritt möchtest oder einfach verschiedene Pferdefrisuren ausprobieren willst – hier findest du die passenden Ideen.
Warum wird ein Pferd überhaupt eingeflochten?
Viele verbinden eingeflochtene Pferde ausschließlich mit Dressurprüfungen oder Hengstkörungen. Tatsächlich erfüllt das Einflechten aber weit mehr Zwecke als nur eine schöne Optik.
Gerade Pferde mit sehr langer Mähne profitieren davon, wenn die Haare ordentlich zusammengefasst werden. Beim Grasen, Wälzen oder Toben verknoten sie deutlich weniger und bleiben sauberer. Auch unter einer Regendecke oder einem Halsteil reiben lose Haare ständig hin und her. Das kann langfristig dazu führen, dass die Mähne dünner wird oder sogar einzelne Partien abbrechen. Eine lockere Flechtfrisur schützt das Langhaar häufig besser als jede Pflegekur.
Daneben spielt natürlich auch die Ästhetik eine große Rolle. Eine eingeflochtene Mähne lässt den Hals eleganter wirken und betont die Oberlinie des Pferdes. Besonders bei Warmblütern oder Sportpferden entsteht dadurch das typische Bild, das man von Dressurturnieren kennt. Bei Rassen mit üppiger Mähne wie Tinkern, Friesen oder Welsh Cobs stehen dagegen oft dekorative Flechtfrisuren im Vordergrund, die den natürlichen Behang besonders schön zur Geltung bringen.
Auch für Fotoshootings werden Pferde häufig eingeflochten. Eine ordentlich gelegte Mähne wirkt auf Bildern ruhiger und lenkt den Blick automatisch auf Kopf und Hals des Pferdes.
Mähne einflechten – die richtige Vorbereitung
Bevor überhaupt der erste Zopf entsteht, entscheidet die Vorbereitung oft darüber, ob das Ergebnis später professionell aussieht oder nach wenigen Minuten wieder auseinanderfällt.
Viele Anfänger machen den Fehler, die Mähne direkt nach dem Waschen einzuflechten. Frisch gewaschenes Haar fühlt sich zwar sauber an, ist aber oft sehr glatt. Vor allem wenn zusätzlich Mähnenspray oder Silikonprodukte verwendet wurden, rutschen die einzelnen Strähnen ständig auseinander. Kleine Gummis halten dann schlechter und auch das Flechten selbst wird deutlich schwieriger.
Ideal ist eine saubere Mähne, die bereits einen Tag vorher gewaschen wurde. Sie besitzt dann wieder etwas mehr Griff, ohne schmutzig zu sein. Wer nicht extra waschen möchte, kann die Haare einfach gründlich ausbürsten und leicht mit Wasser anfeuchten.
Auch die Länge spielt eine wichtige Rolle. Für klassische Turnierzöpfe wird die Mähne häufig auf eine gleichmäßige Länge von etwa zehn bis zwölf Zentimetern gezogen. Dadurch entstehen besonders gleichmäßige Knopfzöpfe. Bei Freizeitpferden oder robusten Rassen ist das natürlich nicht notwendig. Im Gegenteil: Viele Flechtfrisuren wirken gerade mit einer langen, natürlichen Mähne besonders eindrucksvoll.
Vor dem Flechten sollte die Mähne sorgfältig entwirrt werden. Kleine Knoten erschweren später das gleichmäßige Einteilen der Strähnen und sorgen dafür, dass einzelne Zöpfe schief werden. Anschließend wird die Mähne leicht angefeuchtet. Schon wenige Sprühstöße mit einer Wasserflasche reichen meist aus, damit sich die Haare deutlich leichter verarbeiten lassen.
Welche Flechtfrisur passt zu welchem Pferd?
Nicht jede Flechtfrisur eignet sich für jede Pferderasse. Während Warmblüter mit ihrer meist kürzeren Turniermähne hervorragend für klassische Knopfzöpfe geeignet sind, wirken dieselben Zöpfe bei einem Tinker oft etwas verloren.
Pferde mit besonders dichter und langer Mähne bieten dagegen ganz andere Möglichkeiten. Hier lassen sich aufwendige Flechtfrisuren gestalten, die bei einer kurzen Mähne gar nicht möglich wären. Ein langer Laufzopf, ein dekorativer Gitternetz-Zopf oder sogar mehrere ineinander verlaufende Flechttechniken kommen erst bei viel Langhaar richtig zur Geltung.
Friesen werden häufig mit einem durchgehenden Laufzopf vorgestellt, weil dadurch die beeindruckende Halslinie noch stärker betont wird. Haflinger sehen sowohl mit klassischen Turnierzöpfen als auch mit locker geflochtenen Freizeitfrisuren sehr harmonisch aus. Tinker wirken dagegen oft besonders schön mit großen, lockeren Flechtmustern, die ihre kräftige Mähne nicht verstecken, sondern bewusst in Szene setzen.
Es gibt deshalb nicht die eine perfekte Flechtfrisur für jedes Pferd. Viel wichtiger ist es, die Frisur an die Mähnenlänge, die Haarstruktur und natürlich auch an den Anlass anzupassen. Ein lockerer Ausritt stellt schließlich ganz andere Anforderungen als ein Dressurturnier oder ein Fotoshooting.
Hier kannst Du zum Beispiel schon mal über Frisuren beim Tinker nachlesen: Die tollsten Flechtfrisuren für Tinkerpferde

Pferd einflechten – Schritt für Schritt zur ersten Flechtfrisur
Wer zum ersten Mal ein Pferd einflechten möchte, stellt schnell fest, dass nicht Geschwindigkeit, sondern sauberes Arbeiten den Unterschied macht. Eine sorgfältig geflochtene Mähne wirkt am Ende deutlich harmonischer als viele hastig gesetzte Zöpfe. Mit etwas Übung entwickelt man schnell ein Gefühl dafür, wie fest die Strähnen geflochten werden müssen und wie groß die einzelnen Partien sein sollten.
Am Anfang wird die Mähne gleichmäßig eingeteilt. Mit dem Mähnenkamm ziehst du eine gerade Linie entlang des Mähnenkamms und trennst anschließend die erste Haarpartie ab. Wie breit diese sein sollte, hängt von der gewünschten Frisur ab. Für klassische Turnierzöpfe werden eher kleine, gleichmäßige Partien gewählt. Ein Laufzopf oder andere lockere Flechtfrisuren dürfen dagegen deutlich größere Strähnen verwenden.
Bevor geflochten wird, lohnt es sich, die einzelne Haarpartie noch einmal sorgfältig durchzukämmen. Lose Haare oder kleine Knoten sorgen später dafür, dass der Zopf unruhig aussieht. Anschließend wird die Strähne in drei möglichst gleich große Teile geteilt. Schon an dieser Stelle entscheidet sich oft, wie gleichmäßig das spätere Ergebnis wirkt.
Nun beginnt das eigentliche Flechten. Dabei wird abwechselnd die rechte und die linke Außensträhne über die mittlere Strähne gelegt. Dieser Ablauf wiederholt sich, bis der gewünschte Zopf entstanden ist. Wichtig ist dabei eine gleichmäßige Spannung. Wird zu locker geflochten, lösen sich die Zöpfe oft schon nach kurzer Zeit wieder. Zieht man dagegen zu fest an, kann das für das Pferd unangenehm sein und einzelne Haare unnötig belasten.
Am Ende wird jeder Zopf mit einem kleinen Silikongummi fixiert. Wer Turnierzöpfe flechtet, rollt den fertigen Zopf anschließend zu einem Knopf ein und befestigt ihn ebenfalls sicher. Für viele Freizeitfrisuren genügt es dagegen, den geflochtenen Zopf einfach locker auslaufen zu lassen.
Gerade Anfänger sollten sich Zeit nehmen und lieber wenige saubere Zöpfe flechten als möglichst schnell die gesamte Mähne fertigstellen zu wollen. Schon nach einigen Versuchen werden die Bewegungen flüssiger und das Ergebnis wirkt deutlich gleichmäßiger. Mit etwas Routine dauert das Einflechten einer kompletten Mähne oft nur noch 20 bis 30 Minuten – je nach Frisur und Mähnenlänge sogar deutlich weniger.

Flechtfrisuren Pferd – diese Zöpfe sind besonders beliebt
Wer nach schönen Flechtfrisuren für sein Pferd sucht, wird schnell feststellen, dass es weit mehr Möglichkeiten gibt als die klassischen Turnierzöpfe. Je nach Anlass, Mähnenlänge und Pferderasse wirken unterschiedliche Frisuren besonders harmonisch. Manche dienen vor allem der Optik, andere schützen die Mähne im Alltag oder sorgen dafür, dass sie beim Reiten nicht ständig im Weg ist.
Laufzopf – der zeitlose Klassiker
Der Laufzopf gehört zu den beliebtesten Flechtfrisuren überhaupt. Er beginnt direkt hinter den Ohren und verläuft entlang des gesamten Mähnenkamms. Während des Flechtens werden immer wieder neue Haarsträhnen aufgenommen, sodass der Zopf eng am Hals anliegt. Diese Frisur hält auch bei längeren Ausritten erstaunlich gut und eignet sich besonders für Pferde mit langer oder dichter Mähne.
Turnierzöpfe
Auf Dressurturnieren sind Turnierzöpfe kaum wegzudenken. Die Mähne wird in viele gleich große Partien eingeteilt und zu kleinen Zöpfen geflochten. Anschließend werden sie zu den typischen Knöpfen eingerollt. Dadurch wirkt der Hals besonders elegant und die Halslinie kommt deutlich besser zur Geltung. Vor allem Warmblüter und Sportpferde werden häufig auf diese Weise eingeflochten.

Stehzöpfe
Stehzöpfe ähneln den klassischen Turnierzöpfen, bleiben jedoch etwas länger und stehen leicht vom Mähnenkamm ab. Besonders bei Hengstkörungen oder Pferdeschauen werden sie gerne verwendet. Sie verleihen dem Pferd ein markantes Erscheinungsbild und lassen kräftige Hälse oft noch imposanter wirken.
Gitternetz-Zopf
Der Gitternetz-Zopf gehört zu den aufwendigsten Flechtfrisuren für Pferde. Zahlreiche kleine Zöpfe werden dabei miteinander verbunden, sodass ein dekoratives Muster entsteht. Diese Frisur ist zwar etwas zeitintensiver, sorgt aber auf Fotos oder bei Shows für einen echten Blickfang. Besonders Tinker, Friesen und andere Pferderassen mit üppiger Mähne eignen sich hervorragend für diese Flechttechnik.
Wasserfallzopf
Der Wasserfallzopf wirkt deutlich lockerer und romantischer als klassische Turnierfrisuren. Einzelne Strähnen fallen bewusst aus dem Hauptzopf heraus und verleihen der Mähne eine besonders natürliche Optik. Diese Flechtfrisur eignet sich hervorragend für Fotoshootings, Schaubilder oder festliche Veranstaltungen.
Einzelne Akzentzöpfe
Nicht immer muss die gesamte Mähne eingeflochten werden. Schon ein oder zwei kleine Zöpfe hinter den Ohren oder entlang des Mähnenkamms können eine schlichte Mähne optisch aufwerten. Diese einfache Flechtfrisur eignet sich besonders für Anfänger oder Pferde, die das Einflechten erst noch kennenlernen sollen.
Ganz gleich, für welche Flechtfrisur du dich entscheidest: Wichtig ist, dass sie zur Mähnenlänge, zur Haarstruktur und zum Anlass passt. Eine sauber geflochtene, einfache Frisur wirkt meist deutlich schöner als eine aufwendige Technik, die unter Zeitdruck entstanden ist. Mit etwas Übung gelingen die einzelnen Flechtfrisuren immer gleichmäßiger – und schon bald geht das Einflechten fast wie von selbst.

Schweif einflechten fürs Turnier
Beim Turnier kann der Schweif des Pferdes eingeflochten werden, zwingend notwendig ist das jedoch nicht. Viele Reiter entscheiden sich dafür, weil eine sauber eingeflochtene Schweifrübe besonders gepflegt wirkt und die Hinterhand optisch klarer zur Geltung bringt. Dabei wird allerdings nur der obere Bereich des Schweifs bearbeitet. Der Zopf verläuft eng an der Schweifrübe und reicht meist etwa 15 bis 20 Zentimeter nach unten.
Es gibt grundsätzlich zwei Möglichkeiten, den Schweif für das Turnier ordentlich herzurichten. Manche Pferde werden an der Schweifrübe seitlich etwas ausgeschnitten oder gekürzt, sodass der obere Bereich schmaler und klarer wirkt. Wer die Haare dort nicht abschneiden möchte, kann sie stattdessen eng an der Schweifrübe einflechten. Das Ergebnis ist ebenfalls sauber und elegant, ohne dass dauerhaft Haare entfernt werden müssen.
Wichtig ist der Unterschied zwischen einer Turnierfrisur und einem vollständig geflochtenen Schweif. Für das Turnier wird nur die Schweifrübe eingeflochten. Der lange Schweif darunter bleibt offen und fällt locker nach unten. Ein komplett bis zur Schweifspitze geflochtener Zopf ist dagegen eher für den Transport gedacht. Im Pferdeanhänger kann der Schweif dadurch vor Schmutz, Einstreu und Verknotungen geschützt werden.
Zum Reiten darf ein solcher langer Transportzopf nicht geschlossen bleiben. Vor dem Satteln wird er wieder bis zur Schweifrübe geöffnet. Der untere Schweif muss frei beweglich sein, damit das Pferd ihn normal einsetzen kann. Wer den Schweif fürs Turnier einflechtet, sollte deshalb immer darauf achten, dass nur der obere Bereich eng anliegt und der restliche Schweif locker und natürlich fällt.
Stirnschopf einflechten oder offen lassen?
Auch beim Stirnschopf gibt es keine feste Regel. Ob er eingeflochten wird oder offen bleiben darf, hängt vom Anlass, der Pferderasse und vor allem vom Gesamteindruck ab.
Auf Dressurturnieren wird der Stirnschopf meist mit eingeflochten. Das sorgt für ein besonders aufgeräumtes Erscheinungsbild und passt optisch zu den klassischen Turnierzöpfen in der Mähne. Ein kleiner, sauber geflochtener Zopf wirkt elegant und lenkt den Blick auf den Kopf des Pferdes, ohne unruhig zu wirken.
Im Springsport sieht man dagegen häufiger Pferde mit offenem Stirnschopf. Hat das Pferd einen besonders schönen, dichten Stirnschopf, der gleichmäßig fällt und nicht ständig in die Augen weht, kann das ausgesprochen attraktiv aussehen. Gerade bei Springpferden wirkt ein natürlicher Stirnschopf oft etwas sportlicher und lockerer als eine vollständig eingeflochtene Frisur.
Voraussetzung ist allerdings, dass der Stirnschopf wirklich gepflegt aussieht. Einzelne abstehende Haare oder ein zerzauster Schopf können den ansonsten perfekten Eindruck schnell stören. In solchen Fällen ist ein kleiner, sauber geflochtener Stirnzopf meist die bessere Wahl.
Letztlich sollte der Stirnschopf immer zum Gesamtbild passen. Ein Pferd mit perfekt geflochtener Mähne und einem ungekämmten Stirnschopf wirkt ebenso unausgewogen wie ein komplett eingeflochtenes Pferd, bei dem ein wunderschöner, natürlich fallender Stirnschopf eigentlich die größte Zierde wäre. Entscheidend ist deshalb weniger eine starre Regel als ein harmonischer Gesamteindruck, der die Vorzüge des Pferdes unterstreicht.
Ist einflechten der Mähne beim Turnier überhaupt Pflicht?
Ja! Außer bei Stehmähne, wie zb beim Fjordpferd, natürlich nicht und auch im Zeitspringen darf darauf verzichtet werden.
Aber sonst muss immer eingeflochten werden.
Welche Gummis und Hilfsmittel eignen sich zum Einflechten?
Wer ein Pferd regelmäßig einflechtet, merkt schnell, dass gutes Werkzeug die Arbeit deutlich erleichtert. Dabei braucht es gar keine große Ausrüstung. Schon mit einem feinen Mähnenkamm, einer Sprühflasche mit Wasser und kleinen Silikongummis lassen sich die meisten Flechtfrisuren problemlos umsetzen.
Besonders beliebt sind transparente oder schwarze Silikongummis. Sie halten die Zöpfe sicher zusammen und fallen später kaum auf. Bei hellen Pferden greifen viele Reiter auch zu weißen oder beigen Gummis, die sich optisch noch besser in die Mähne einfügen. Wichtig ist, hochwertige Gummis zu verwenden, die nicht schon beim Flechten reißen. Beim Herausnehmen sollten sie vorsichtig mit einer kleinen Schere durchgeschnitten werden, anstatt sie einfach aus den Haaren zu ziehen. So werden unnötig viele Mähnenhaare geschont.
Für klassische Turnierzöpfe verwenden viele Reiter zusätzlich Flechtgarn. Dadurch lassen sich besonders gleichmäßige und stabile Knopfzöpfe formen, die selbst einen langen Turniertag problemlos überstehen. Wer ausschließlich im Freizeitbereich unterwegs ist, kommt meist auch ohne Garn aus.
Hilfreich ist außerdem eine Sprühflasche mit Wasser oder ein spezielles Flechtspray. Leicht angefeuchtete Haare lassen sich sauberer abteilen und fliegen deutlich weniger auseinander. Auf stark silikonhaltige Mähnensprays sollte unmittelbar vor dem Flechten dagegen verzichtet werden. Sie machen die Haare oft so glatt, dass die Strähnen ständig aus den Fingern rutschen.
Wie lange hält eine eingeflochtene Mähne?
Wie lange eine eingeflochtene Mähne hält, hängt von der Flechttechnik und dem Alltag des Pferdes ab. Für ein Turnier werden die meisten Pferde erst am Morgen oder wenige Stunden vor der Prüfung eingeflochten. So bleiben die Zöpfe besonders sauber und behalten ihre Form bis zum Start.
Grundsätzlich kann eine gut geflochtene Mähne auch eine Nacht problemlos halten. Viele Reiter flechten ihr Pferd deshalb bereits am Vorabend ein, wenn am nächsten Morgen früh gestartet werden muss. Voraussetzung ist allerdings, dass das Pferd nicht ständig an der Heuraufe hängen bleibt oder sich intensiv scheuert.
Über mehrere Tage sollte die Mähne dagegen möglichst nicht eingeflochten bleiben. Durch die dauerhafte Spannung können Haare leichter abbrechen oder ausgerissen werden. Außerdem sammeln sich Staub und Schmutz zwischen den Zöpfen, sodass die Mähne nach dem Öffnen oft stumpf wirkt.
Nach dem Turnier oder einem Fotoshooting werden die Zöpfe deshalb am besten zeitnah wieder geöffnet. Anschließend wird die Mähne vorsichtig entwirrt und gründlich ausgebürstet. So bleibt das Langhaar gesund und geschmeidig und ist bereit für die nächste Flechtfrisur.
Häufige Fehler beim Einflechten
Auch erfahrenen Reitern passieren beim Einflechten hin und wieder kleine Fehler. Besonders häufig entstehen ungleichmäßige Zöpfe, weil die einzelnen Haarpartien unterschiedlich breit abgeteilt wurden. Schon wenige Millimeter Unterschied fallen später sofort ins Auge.
Ein weiterer Fehler ist eine zu frisch eingesprühte Mähne. Pflegesprays sorgen zwar für schönen Glanz, machen die Haare aber oft so rutschig, dass sie sich nur schwer flechten lassen. Deutlich einfacher gelingt das Einflechten, wenn die Mähne lediglich leicht angefeuchtet wird.
Ebenso ungünstig ist es, die Zöpfe extrem fest anzuziehen. Sie sollen sicher sitzen, dürfen aber nicht an der Haut ziehen. Zu straff geflochtene Mähnen können empfindliche Pferde als unangenehm empfinden und auf Dauer sogar Haarbruch begünstigen.
Auch zu große Haarpartien wirken meist wenig harmonisch. Besonders Turnierzöpfe leben davon, dass alle Zöpfe möglichst gleich groß und gleichmäßig angeordnet sind. Wer sich beim Einteilen etwas Zeit nimmt, erhält am Ende ein deutlich schöneres Gesamtbild.
Mit jeder eingeflochtenen Mähne wächst die Routine. Schon nach wenigen Übungseinheiten gelingen die Bewegungen fast automatisch, und auch aufwendigere Flechtfrisuren lassen sich deutlich schneller und sauberer umsetzen.
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