
Die besten Pferdefilme: 30 Klassiker, Rennpferdefilme und Kinderfilme mit Pferden
Pferde faszinieren den Menschen seit Jahrtausenden. Sie stehen für Freiheit, Kraft, Eleganz und Vertrauen – Eigenschaften, die sie auch auf der Kinoleinwand zu außergewöhnlichen Hauptdarstellern machen. Während Hunde in Filmen häufig treue Begleiter des Menschen sind, tragen Pferde oftmals die gesamte Geschichte. Sie verändern das Leben ihrer Reiter, entscheiden über Sieg oder Niederlage auf der Rennbahn oder entwickeln eine Freundschaft, die stärker ist als jede Sprache.
Kein Wunder also, dass Pferdefilme seit Jahrzehnten Millionen Zuschauer begeistern. Einige gehören längst zu den großen Filmklassikern, andere haben eine ganze Generation junger Reiter geprägt. Von bewegenden Familiengeschichten über spektakuläre Rennfilme bis hin zu historischen Dramen reicht die Auswahl inzwischen weit über das hinaus, was viele zunächst vermuten.
In dieser Übersicht findest du die schönsten Pferdefilme, die in Deutschland erschienen sind. Dabei spielen nicht nur bekannte Klassiker wie Der schwarze Hengst, Black Beauty oder Der Pferdeflüsterer eine Rolle. Auch moderne Reihen wie Ostwind, spannende Rennpferdefilme und einige der beliebtesten Pferdeserien dürfen natürlich nicht fehlen.
Der schwarze Hengst (1979)
Wenn erfahrene Pferdeleute gefragt werden, welcher Film ihnen als Erstes einfällt, fällt erstaunlich häufig derselbe Name: Der schwarze Hengst. Obwohl der Film bereits Ende der 1970er-Jahre entstand, hat er bis heute kaum etwas von seiner Faszination verloren. Das liegt vor allem daran, dass hier nicht spektakuläre Spezialeffekte im Mittelpunkt stehen, sondern die langsame Entwicklung einer außergewöhnlichen Freundschaft zwischen einem Jungen und einem wilden Pferd.
Nach einem Schiffsunglück strandet der junge Alec Ramsey gemeinsam mit einem schwarzen Araberhengst auf einer einsamen Insel. Beide müssen lernen, einander zu vertrauen, um überhaupt überleben zu können. Aus anfänglicher Vorsicht entsteht eine enge Verbindung, die auch nach ihrer Rettung bestehen bleibt. Gemeinsam bereiten sie sich schließlich auf eines der spektakulärsten Pferderennen des Films vor.
Die Hauptrollen spielen Kelly Reno, Mickey Rooney, Hoyt Axton und Teri Garr. Die Rolle des berühmten schwarzen Hengstes übernahm überwiegend der Araberhengst Cass Ole, der durch diesen Film weltberühmt wurde. Für einzelne Stunts kamen zusätzlich weitere Pferde zum Einsatz.
Bis heute gilt Der schwarze Hengst als einer der schönsten Pferdefilme aller Zeiten und gehört praktisch in jede Sammlung echter Pferdefans.
Black Beauty (1994)
Kaum eine Pferdegeschichte wurde häufiger verfilmt als Black Beauty. Die Version aus dem Jahr 1994 gehört für viele Zuschauer allerdings bis heute zu den gelungensten Umsetzungen des berühmten Romans von Anna Sewell. Anders als viele Tierfilme erzählt sie die Geschichte konsequent aus der Sicht des Pferdes und zeigt dessen gesamtes Leben mit all seinen Höhen und Tiefen.
Black Beauty wächst zunächst behütet auf, erlebt liebevolle Besitzer, muss später jedoch schwere Zeiten überstehen. Harte Arbeit, schlechte Behandlung und immer neue Besitzer prägen sein Leben, bis sich das Schicksal schließlich erneut zum Guten wendet. Gerade diese Mischung aus Hoffnung, Leid und Menschlichkeit macht den Film bis heute so bewegend.
Zu den bekanntesten Schauspielern gehören Sean Bean, David Thewlis, Jim Carter und Peter Davison. Die Rolle von Black Beauty wurde von mehreren schwarzen Pferden übernommen, da unterschiedliche Tiere für Nahaufnahmen, Reitszenen und anspruchsvolle Bewegungsabläufe eingesetzt wurden.
Wer einen ruhigen, emotionalen Pferdefilm sucht, der auch Erwachsene berührt, kommt an Black Beauty kaum vorbei.
Der Pferdeflüsterer (1998)
Nur wenige Filme haben den Begriff des sogenannten Pferdeflüsterns so bekannt gemacht wie dieses Werk von Robert Redford. Dabei geht es eigentlich um weit mehr als Pferdeerziehung. Im Mittelpunkt stehen Vertrauen, Geduld und die Fähigkeit, verletzte Seelen – ob Mensch oder Tier – langsam wieder ins Leben zurückzuführen.
Nach einem schweren Reitunfall wird das Pferd Pilgrim schwer traumatisiert. Niemand scheint das aggressive Verhalten des Tieres noch kontrollieren zu können. Erst der erfahrene Pferdetrainer Tom Booker erkennt, dass nicht Strafen, sondern Ruhe, Verständnis und Zeit den Schlüssel zur Heilung bilden. Während er mit dem Hengst arbeitet, verändert sich gleichzeitig das Leben der gesamten Familie.
Die Hauptrollen übernehmen Robert Redford, Kristin Scott Thomas, Scarlett Johansson und Sam Neill. Für die Rolle des Pilgrim wurden mehrere speziell trainierte Pferde eingesetzt, die unterschiedliche Aufgaben während der Dreharbeiten übernahmen.
Der Film gehört zu den bekanntesten Pferdefilmen für Erwachsene und überzeugt weniger durch Action als durch seine ruhige, eindrucksvolle Atmosphäre.
Hidalgo – 3000 Meilen zum Ruhm (2004)
Wer Pferdefilme mit Abenteuer und spektakulären Landschaften liebt, sollte sich Hidalgo nicht entgehen lassen. Die Geschichte basiert lose auf dem legendären Distanzritt durch die arabische Wüste und verbindet historische Elemente mit spannender Unterhaltung.
Frank Hopkins nimmt gemeinsam mit seinem Mustang Hidalgo an einem extrem anspruchsvollen Wüstenrennen teil. Gegen zahlreiche arabische Vollblüter scheint das amerikanische Pferd zunächst keine Chance zu haben. Doch je länger das Rennen dauert, desto deutlicher zeigt sich, dass Mut, Ausdauer und Vertrauen manchmal wichtiger sind als ein berühmter Stammbaum.
In den Hauptrollen spielen Viggo Mortensen, Omar Sharif, Louise Lombard und Zuleikha Robinson. Hidalgo wurde von mehreren Paint Horses dargestellt, die dem historischen Mustang möglichst ähnlich sahen.
Besonders beeindruckend sind die gewaltigen Wüstenlandschaften und die hervorragend inszenierten Rennszenen, die den Film zu einem echten Abenteuer machen.
Gefährten (War Horse, 2011)
Steven Spielberg gelang mit Gefährten einer der emotionalsten Pferdefilme der vergangenen Jahrzehnte. Im Mittelpunkt steht der junge Joey, der kurz vor dem Ersten Weltkrieg auf einem Bauernhof geboren wird. Zwischen ihm und Albert entwickelt sich eine enge Freundschaft, die jedoch jäh endet, als Joey an die britische Armee verkauft wird.
Während des Krieges wechselt das Pferd mehrfach den Besitzer und erlebt die Schrecken des Schlachtfeldes aus nächster Nähe. Trotzdem verliert Joey niemals seinen Lebenswillen. Gleichzeitig hofft Albert unermüdlich darauf, seinen geliebten Freund eines Tages wiederzufinden.
Zu den Hauptdarstellern gehören Jeremy Irvine, Emily Watson, Peter Mullan, David Thewlis, Tom Hiddleston und Benedict Cumberbatch. Für Joey wurden mehrere Pferde eingesetzt, darunter verschiedene Vollblüter und Warmblüter mit nahezu identischem Erscheinungsbild.
Der Film verbindet eindrucksvolle Bilder mit einer bewegenden Geschichte und gehört heute zu den wichtigsten Pferdefilmen für Erwachsene.
Jappeloup – Eine Legende (2013)
Nicht jeder Pferdefilm spielt auf einer Rennbahn. Jappeloup erzählt die wahre Geschichte eines kleinen schwarzen Springpferdes, das zunächst kaum jemand ernst nimmt. Gemeinsam mit seinem Reiter Pierre Durand entwickelt sich Jappeloup jedoch zu einem der erfolgreichsten Springpferde seiner Zeit.
Der Film begleitet den langen Weg von den ersten Rückschlägen bis zum Olympiasieg und zeigt eindrucksvoll, dass Größe allein noch lange nicht über Talent entscheidet. Gerade Pferdesportler erkennen viele Situationen aus dem Turnieralltag wieder.
Die Hauptrollen übernehmen Guillaume Canet, Daniel Auteuil und Marina Hands. Für die Darstellung von Jappeloup kamen zwei nahezu identisch aussehende Pferde zum Einsatz, die je nach Szene unterschiedliche Aufgaben übernahmen.
Für alle, die sich für Springreiten interessieren, gehört dieser Film zu den sehenswertesten Produktionen überhaupt.
Die schönsten Kinderfilme mit Pferden und Pferdefilme für die ganze Familie
Unter den bekanntesten Pferdefilmen finden sich erstaunlich viele Produktionen, die ausdrücklich für Kinder und Familien entstanden sind. Das bedeutet allerdings nicht, dass sie ausschließlich für ein junges Publikum interessant wären. Gute Kinderfilme mit Pferden erzählen nicht nur von Reiterhöfen, Turnieren und wilden Galoppszenen, sondern auch von Freundschaft, Verantwortung und dem manchmal schwierigen Verhältnis zwischen Menschen und Tieren. Manche setzen auf große Gefühle, andere auf Humor oder Abenteuer, und einige haben sich längst zu echten Klassikern entwickelt, die Eltern heute gemeinsam mit ihren Kindern ansehen.
Ostwind – Zusammen sind wir frei (2013)
Die 14-jährige Mika hat das Schuljahr gründlich vermasselt und soll deshalb ihre Ferien auf dem Pferdegestüt ihrer strengen Großmutter verbringen. Dort begegnet sie dem schwarzen Hengst Ostwind, der als schwierig, gefährlich und kaum kontrollierbar gilt. Während erfahrene Reiter an ihm scheitern, findet Mika einen vollkommen anderen Zugang zu dem Pferd. Zwischen beiden entsteht eine unmittelbare Verbindung, die ohne die üblichen Regeln des Reitunterrichts auszukommen scheint.
Die wichtigsten Rollen spielen Hanna Binke als Mika, Cornelia Froboess als Großmutter Maria Kaltenbach, Marvin Linke als Stalljunge Sam und Tilo Prückner als Herr Kaan. Ostwind wurde nicht von einem einzigen Pferd dargestellt. Zu den eingesetzten Filmpferden gehörten die Hengste James, Atila, Bobby, Vaquero, Chernuto und Laurentinus, die je nach Temperament, Ausbildungsstand und Anforderung unterschiedliche Szenen übernahmen. (Filmpferde)
Der erste Ostwind-Film ist zweifellos einer der erfolgreichsten deutschen Pferde-Kinderfilme der vergangenen Jahre. Die Geschichte ist romantischer als der tatsächliche Alltag mit einem schwierigen Hengst, besitzt aber viel Atmosphäre und eine Hauptfigur, mit der sich gerade junge Pferdefans gut identifizieren können.

Die Ostwind-Fortsetzungen
Nach dem großen Erfolg des ersten Films wurde Ostwind zu einer umfangreichen Kinoreihe ausgebaut. In „Ostwind 2“ versucht Mika, das finanziell bedrohte Gestüt Kaltenbach zu retten, während der Hengst zunehmend unruhig wird und offenbar nach einer fremden Stute sucht. „Ostwind – Aufbruch nach Ora“ führt Mika nach Andalusien, wo sie mehr über Ostwinds Herkunft erfährt. In „Ostwind – Aris Ankunft“ rückt das Mädchen Ari stärker in den Mittelpunkt, bevor „Ostwind – Der große Orkan“ die Kinoreihe abschließt.
Hanna Binke bleibt über weite Teile der Reihe als Mika erhalten, während unter anderem Amber Bongard, Marvin Linke, Cornelia Froboess, Luna Paiano, Lea van Acken und Sabin Tambrea wichtige Rollen übernehmen. Auch in den Fortsetzungen wurde Ostwind von mehreren Pferden gespielt. James blieb das bekannteste Gesicht der Reihe, wurde bei anspruchsvolleren Aufgaben jedoch durch andere, jeweils dafür ausgebildete Pferde ersetzt. (Filmpferde)
Für eine Übersicht über die besten Pferdefilme reicht es aus, die Reihe gemeinsam vorzustellen. Die einzelnen Teile ähneln sich in ihrer Mischung aus Abenteuer, Freundschaft und romantischer Pferdefreiheit, unterscheiden sich jedoch deutlich durch ihre Schauplätze und neuen menschlichen Hauptfiguren.
Spirit – Der wilde Mustang (2002)
Spirit wächst als freier Mustang in den weiten Landschaften Nordamerikas auf und übernimmt schon früh die Führung seiner Herde. Als er von Soldaten eingefangen wird, soll sein Widerstand gebrochen und aus dem wilden Hengst ein gehorsames Armeepferd gemacht werden. Spirit widersetzt sich jedoch jeder Form von Gewalt. Gemeinsam mit dem jungen Lakota Little Creek gelingt ihm die Flucht, auf der er außerdem die Stute Rain kennenlernt.
Der Zeichentrickfilm verzichtet darauf, seine Pferde wie Menschen sprechen zu lassen. Spirit äußert seine Gedanken lediglich über eine Erzählstimme, während die Tiere ansonsten durch Körpersprache, Wiehern und Bewegung kommunizieren. In der englischen Fassung spricht Matt Damon die Gedanken des Hengstes; in der deutschen Version übernimmt Steffen Wink die Sprechstimme, während Hartmut Engler die deutschen Gesangspassagen singt. (Synchronkartei)
Da es sich um einen Animationsfilm handelt, gibt es natürlich kein echtes Filmpferd hinter Spirit. Trotzdem gehört er in diese Sammlung, denn kaum ein anderer Pferde-Kinderfilm hat das Bild des freien, unbezwingbaren Mustangs so nachhaltig geprägt. Auch Erwachsene können sich der eindrucksvollen Musik und den großen Landschaftsbildern nur schwer entziehen.
Flicka – Freiheit. Freundschaft. Abenteuer. (2006)
Katy McLaughlin wächst auf einer Pferderanch in Wyoming auf und möchte später einmal den Familienbetrieb übernehmen. Ihr Vater hält sie jedoch für zu jung und traut ihr die nötige Verantwortung nicht zu. Als Katy eine wilde Mustangstute findet, nennt sie sie Flicka und beginnt heimlich, mit ihr zu arbeiten. Zwischen dem Mädchen und dem Pferd entwickelt sich eine enge Bindung, die zugleich den seit Langem schwelenden Konflikt zwischen Katy und ihrem Vater verschärft.
Die Hauptrollen spielen Alison Lohman als Katy, Tim McGraw als ihr Vater Rob, Maria Bello als Mutter Nell und Ryan Kwanten als Katys älterer Bruder Howard. Wie bei aufwendig produzierten Pferdefilmen üblich, wurde Flicka durch mehrere ähnlich aussehende Pferde dargestellt. Verlässliche Produktionsangaben, nach denen sich sämtliche Szenen eindeutig einzelnen Filmpferden zuordnen lassen, sind öffentlich jedoch kaum dokumentiert.
Der Film verbindet das klassische Motiv des wilden Pferdes mit einer Familiengeschichte und eindrucksvollen Bildern des amerikanischen Westens. Für Kinder ist er spannend, besitzt allerdings auch einige dramatische und traurige Momente, weshalb er nicht unbedingt der leichteste Pferdefilm für sehr junge Zuschauer ist.
Dreamer – Ein Traum wird wahr (2005)
Ben Crane war einst ein erfolgreicher Pferdetrainer, arbeitet inzwischen jedoch für einen Rennstall, in dem wirtschaftlicher Druck mehr zählt als das Wohlergehen der Tiere. Als die wertvolle Stute Sonador bei einem Rennen schwer verletzt wird, soll sie aufgegeben werden. Ben übernimmt das Pferd als Teil seiner Abfindung und bringt es auf die heruntergekommene Familienfarm. Seine Tochter Cale glaubt fest daran, dass Sonador nicht nur überleben, sondern sogar auf die Rennbahn zurückkehren kann.
Die wichtigsten Rollen spielen Kurt Russell, Dakota Fanning, Kris Kristofferson und Elisabeth Shue. Sonador, deren Name im Film sinngemäß „Träumerin“ bedeutet, wurde von mehreren ausgebildeten Rennpferden dargestellt. Ein einzelnes Pferd als alleinige tierische Hauptdarstellerin lässt sich deshalb nicht seriös benennen.
„Dreamer“ ist ein klassischer Familienfilm, der zahlreiche bekannte Motive miteinander verbindet: ein verletztes Pferd, eine zerstrittene Familie, finanzielle Schwierigkeiten und die Hoffnung auf ein großes Comeback. Besonders originell ist das nicht, aber warmherzig erzählt und für Zuschauer geeignet, die emotionale Rennpferdfilme mit einem versöhnlichen Grundton mögen.
Hände weg von Mississippi (2007)
Die zehnjährige Emma verbringt ihre Ferien bei ihrer Großmutter Dolly auf dem Land, wo zahlreiche Tiere ein Zuhause gefunden haben. Nach dem Tod eines alten Nachbarn soll dessen Stute Mississippi an den Pferdeschlachter verkauft werden. Emma und Dolly retten das Pferd, doch der unangenehme Erbe Albert Gansmann versucht schon bald, Mississippi zurückzubekommen. Hinter seinem plötzlichen Interesse an der Stute steckt allerdings nicht etwa Tierliebe, sondern ein höchst eigennütziger Plan.
Zoë Mannhardt spielt Emma, Katharina Thalbach ihre ebenso eigenwillige wie warmherzige Großmutter Dolly und Christoph Maria Herbst den herrlich schmierigen Albert Gansmann. Weitere Rollen übernehmen Karl Alexander Seidel, Milan Peschel, Hans Löw und Detlev Buck. Der Film basiert auf dem gleichnamigen Kinderbuch von Cornelia Funke und kam 2007 in die deutschen Kinos. (Wikipedia)
Der tatsächliche Name des Pferdes, das Mississippi hauptsächlich spielte, ist in den üblichen Produktionsunterlagen nicht zuverlässig dokumentiert. Für den Beitrag sollte deshalb lieber offen formuliert werden, dass keine belastbare Angabe zum Filmpferd vorliegt, statt irgendeinen Namen aus zweifelhaften Fanquellen zu übernehmen.
„Hände weg von Mississippi“ gehört zu den charmantesten deutschen Kinderfilmen mit Pferden. Er ist weniger glatt und romantisch als viele typische Reiterhofgeschichten und lebt stark von seinen skurrilen Figuren, dem trockenen Humor und der ländlichen Atmosphäre.
Bibi & Tina – Der Film (2014)
Bibi Blocksberg verbringt die Ferien bei ihrer Freundin Tina auf dem Martinshof. Eigentlich könnten die beiden gemeinsam reiten und das bevorstehende Pferderennen genießen, doch mit Sophia von Gelenberg taucht eine selbstbewusste Konkurrentin auf, die nicht nur das Rennen gewinnen, sondern Tina auch deren Freund Alex ausspannen möchte. Gleichzeitig interessiert sich der windige Geschäftsmann Hans Kakmann auffällig stark für das Fohlen Sokrates.
Lina Larissa Strahl spielt Bibi, Lisa-Marie Koroll übernimmt die Rolle der Tina. An ihrer Seite sind Louis Held als Alex, Ruby O. Fee als Sophia, Michael Maertens als Graf Falko und Charly Hübner als Hans Kakmann zu sehen. Der Film von Detlev Buck startete 2014 in Deutschland und wurde anschließend mehrfach fortgesetzt. (Filmportal)
Bibi reitet traditionell die Schimmelstute Sabrina, während Tinas Pferd der braune Wallach Amadeus ist. Auch hier wurden die Rollen nicht zwingend von jeweils nur einem Pferd übernommen; verlässliche, öffentlich zugängliche Namen sämtlicher eingesetzter Filmpferde fehlen. Die Pferde sind ohnehin nicht die alleinigen Hauptdarsteller, sondern Teil einer bunten Mischung aus Reiterhofgeschichte, Freundschaft, Hexerei, Musik und bewusst überzeichneter Komik.
Auf den ersten Blick wirkt „Bibi & Tina“ wie ein typischer Pferde-Kinderfilm. Tatsächlich ist die Inszenierung deutlich moderner, lauter und eigenwilliger als die bekannten Hörspiele. Gerade die Musik und der augenzwinkernde Humor sorgten dafür, dass die Filme auch bei älteren Kindern und manchen Erwachsenen ein Publikum fanden.
Die weiteren Bibi-&-Tina-Filme
Auf den ersten Kinofilm folgten „Bibi & Tina: Voll verhext!“, „Bibi & Tina: Mädchen gegen Jungs“ und „Bibi & Tina: Tohuwabohu Total“. Im Jahr 2022 kam mit „Bibi & Tina – Einfach anders“ ein weiterer Kinofilm hinzu, der auf der zwischenzeitlich entstandenen Realserie basiert und mit einer teilweise neuen Besetzung arbeitet. Die ersten vier Teile wurden von Detlev Buck inszeniert und bleiben stilistisch eng miteinander verbunden. (Filmportal)
Wer klassische und eher ruhige Pferdefilme bevorzugt, wird mit der grellen Musicalwelt möglicherweise nicht besonders warm. Als erfolgreiche deutsche Kinofilme rund um Pferde, Freundschaft und das Leben auf einem Reiterhof gehören Bibi und Tina dennoch zwingend in eine umfassende Übersicht.
Immenhof – Das Abenteuer eines Sommers (2019)
Die Schwestern Lou, Charly und Emmie versuchen nach dem Tod ihres Vaters, den traditionsreichen Immenhof allein weiterzuführen. Neben finanziellen Schwierigkeiten droht ihnen auch Ärger mit dem Jugendamt, das Zweifel daran hat, ob die erwachsene Charly dauerhaft für ihre beiden jüngeren Schwestern sorgen kann. Um den Hof zu retten, geht Lou eine riskante Vereinbarung mit dem Pferdezüchter Jochen Mallinckroth ein.

Leia Holtwick spielt Lou, Laura Berlin ihre ältere Schwester Charly und Ella Päffgen die jüngste Schwester Emmie. Außerdem gehören Moritz Bäckerling, Rafael Gareisen, Valerie Huber, Heiner Lauterbach und Wotan Wilke Möhring zur Besetzung. Der Film wurde 2018 produziert und kam Anfang 2019 in die deutschen Kinos. (Filmportal)
Anders als bei den alten Immenhof-Filmen steht nicht ein einzelnes Pferd im Mittelpunkt. Der Reiterhof und seine Pferde bilden vielmehr den Rahmen für die Geschichte der drei Schwestern. Entsprechend lässt sich auch kein tierischer Hauptdarsteller mit einem einzigen Namen angeben.
Die Neuverfilmung übernimmt den berühmten Namen Immenhof, erzählt aber eine moderne und weitgehend eigenständige Geschichte. Sie richtet sich vor allem an ältere Kinder und Jugendliche und verbindet Pferde, familiäre Probleme, erste Liebe und die Sorge um den Erhalt des Hofes.
Immenhof – Das große Versprechen (2022)
Im zweiten modernen Immenhof-Film soll Lou sich während der Abwesenheit der älteren Charly um den Hof kümmern. Dabei muss sie nicht nur wirtschaftliche Probleme bewältigen, sondern auch Verantwortung für den wertvollen Hengst Cagliostro übernehmen. Als das Pferd vergiftet wird, beginnt die Suche nach der Ursache, während gleichzeitig alte und neue Konflikte das Leben auf dem Hof erschweren.
Leia Holtwick, Laura Berlin und Ella Päffgen kehren als Schwestern Lou, Charly und Emmie zurück. Ergänzt wird die Besetzung unter anderem durch Max Befort, Caro Cult, Heiner Lauterbach und Valerie Huber. Der Film setzt stärker als sein Vorgänger auf eine konkrete Pferdegeschichte, ohne deshalb ausschließlich ein Film über ein einziges Tier zu sein.
Der Name des Hengstes innerhalb der Handlung lautet Cagliostro. Welches Pferd ihn in den verschiedenen Szenen spielte, wird in den allgemein zugänglichen Filminformationen jedoch nicht zuverlässig ausgewiesen. Der Film ist etwas dramatischer und stärker auf Spannung angelegt als der erste Teil.
Rock My Heart – Mein wildes Herz (2017)
Die 17-jährige Jana leidet an einem schweren Herzfehler und hat wenig Vertrauen darin, dass Ärzte oder Erwachsene ihr noch helfen können. Nach einem Zusammenbruch begegnet sie dem Vollbluthengst Rock My Heart, der als ebenso schwierig und unberechenbar gilt wie sie selbst. Der erfolglose Trainer Paul Brenner erkennt das außergewöhnliche Verhältnis zwischen dem Mädchen und dem Pferd und möchte Jana als Reiterin für ein wichtiges Galopprennen gewinnen.
Die Hauptrollen spielen Lena Klenke, Dieter Hallervorden, Annette Frier und Emilio Sakraya. Rock My Heart wird innerhalb der Geschichte zu Janas Partner und zu ihrer vielleicht letzten großen Chance. Für die Dreharbeiten wurden trainierte Pferde eingesetzt; eine zweifelsfrei belegte öffentliche Zuordnung sämtlicher Aufnahmen zu einem bestimmten tierischen Hauptdarsteller ist jedoch nicht verfügbar.
Der deutsche Film verbindet Jugenddrama und Rennpferdfilm miteinander. Obwohl die Geschichte einige sehr gefühlvolle und wenig realistische Wendungen besitzt, ist sie ungewöhnlich ernst und behandelt Krankheit, Angst und Lebensmut wesentlich deutlicher als viele andere Kinderfilme mit Pferden.
Wendy – Der Film (2017)
Die zwölfjährige Wendy verbringt die Sommerferien auf dem heruntergekommenen Reiterhof ihrer Großmutter. Seit einem Reitunfall möchte sie eigentlich nichts mehr mit Pferden zu tun haben. Dann begegnet sie dem verletzten Wallach Dixie, der vor einem Schlachter geflohen ist und sich kaum anfassen lässt. Während Wendy langsam Vertrauen zu ihm entwickelt, erkennt sie, dass sie ihre eigene Angst nur überwinden kann, wenn sie sich wieder auf ein Pferd einlässt.
Jule Hermann spielt Wendy, Jasmin Gerat ihre Mutter Heike und Maren Kroymann die Großmutter Herta. Benjamin Sadler und Waldemar Kobus sind in weiteren wichtigen Rollen zu sehen. Dixie ist der zentrale tierische Charakter der Geschichte, doch auch bei diesem Film ist der echte Name des hauptsächlich eingesetzten Pferdes in den üblichen Filmdatenbanken nicht verlässlich angegeben.
„Wendy“ ist ein klassischer Pferde-Kinderfilm über ein verletztes Mädchen und ein schwieriges Pferd, die einander helfen. Das Muster ist vertraut, funktioniert aber, weil der Film sich Zeit für die Annäherung zwischen Wendy und Dixie nimmt. Im Jahr 2018 folgte mit „Wendy 2 – Freundschaft für immer“ eine Fortsetzung.
Ein Pferd für Winky (2005)
Die sechsjährige Winky Wong zieht mit ihrer Mutter aus China in die Niederlande, wo ihr Vater ein Restaurant betreibt. In der neuen Umgebung fühlt sie sich zunächst fremd und einsam. Trost findet sie bei einem Pony, das sie auf einem nahe gelegenen Reiterhof kennenlernt. Als das Tier stirbt, wünscht Winky sich vom Nikolaus nichts sehnlicher als ein eigenes Pferd.
Ebbie Tam spielt Winky, während Aaron Wan und Hanyi Han ihre Eltern verkörpern. Der Film erzählt seine Geschichte aus der Perspektive eines kleinen Kindes und verbindet das Pferdethema mit Fragen nach Heimat, kulturellen Unterschieden und dem Ankommen in einem fremden Land.
Das berühmteste Pferd der Geschichte ist Amerigo, das weiße Pferd des niederländischen Nikolaus. Der echte Name des Filmpferdes ist in zuverlässigen deutschsprachigen Quellen nicht eindeutig dokumentiert. „Ein Pferd für Winky“ ist leiser und kindlicher erzählt als viele andere Pferdefilme und eignet sich deshalb besonders für jüngere Zuschauer.
Der silberne Hengst (1993)
Der junge Hengst Thowra wird in den australischen Bergen geboren und fällt durch sein ungewöhnlich helles Fell auf. Während er zum Anführer einer Herde heranwächst, versucht der Rancher Egan immer wieder, ihn einzufangen. Gleichzeitig entwickelt dessen Tochter Elyne eine besondere Bewunderung für das frei lebende Pferd und möchte verhindern, dass sein Stolz gebrochen wird.
In den Hauptrollen spielen Russell Crowe, Caroline Goodall und Amiel Daemion. Die Geschichte beruht auf dem Roman „The Silver Brumby“ von Elyne Mitchell. Thowra wurde bei den Dreharbeiten von mehreren Pferden dargestellt, da für freie Galoppszenen, Nahaufnahmen und anspruchsvollere Sequenzen unterschiedliche Tiere benötigt wurden.
Der Film ist weniger rasant als moderne Pferdeabenteuer, besitzt jedoch großartige Naturaufnahmen und eine beinahe märchenhafte Stimmung. Wer schöne Pferdefilme mit wilden Herden und weiter Landschaft mag, findet hier einen Klassiker, der auch für Erwachsene sehenswert bleibt.
Black Beauty (2020)
Die moderne Disney-Verfilmung verlegt die bekannte Geschichte von Black Beauty in die Vereinigten Staaten und macht aus dem Hengst des Romans eine Mustangstute. Nach ihrer Gefangennahme wird Black Beauty auf einen Hof gebracht, wo sie das ebenfalls traumatisierte Mädchen Jo Green kennenlernt. Zwischen beiden entsteht eine enge Freundschaft, doch äußere Umstände sorgen dafür, dass das Pferd mehrfach den Besitzer wechseln muss.
Mackenzie Foy spielt Jo, Iain Glen ihren Onkel John und Claire Forlani Mrs. Winthorp. Kate Winslet leiht Black Beauty in der englischen Originalfassung ihre innere Stimme. Die Pferderolle wurde von mehreren schwarzen Stuten übernommen, die für verschiedene Szenen ausgebildet waren.
Diese Version ist deutlich moderner und familienfreundlicher als die Verfilmung von 1994. Sie greift weiterhin ernste Themen wie schlechte Pferdehaltung und den Verlust vertrauter Menschen auf, erzählt sie jedoch glatter und weniger düster. Für jüngere Zuschauer ist sie deshalb oft leichter zugänglich, während viele Erwachsene die ältere Verfilmung als eindringlicher empfinden.
Die Mädels vom Immenhof (1955)
„Die Mädels vom Immenhof“ gehört nicht nur zu den bekanntesten deutschen Pferdefilmen, sondern hat das romantische Bild vom Leben auf einem Ponyhof über Jahrzehnte geprägt. Auf dem Immenhof in der Holsteinischen Schweiz lebt Oma Jantzen mit ihren Enkelinnen Angela, Dick und Dalli. Das Gestüt beherbergt eine große Zahl von Ponys, steht jedoch wirtschaftlich unter erheblichem Druck. Während die erwachsene Angela versucht, den Betrieb zusammenzuhalten, verbringen Dick und Dalli ihre Tage am liebsten bei den Pferden. Zusätzliche Unruhe bringt ihr großstädtischer Cousin Ethelbert, der die Ferien auf dem Hof verbringt und zunächst wenig mit dem ländlichen Leben anfangen kann.
Die wichtigsten Rollen spielen Angelika Meissner als Dick, Heidi Brühl als Dalli, Christiane König als Angela, Margarete Haagen als Oma Jantzen und Matthias Fuchs als Ethelbert. Paul Klinger ist als Jochen von Roth zu sehen. Anders als in vielen modernen Pferdefilmen steht kein einzelnes Pferd im Mittelpunkt. Die Ponys und das gesamte Gestüt bilden vielmehr das Herz der Geschichte, weshalb sich kein bestimmtes Tier als alleiniger Pferde-Hauptdarsteller nennen lässt.
Der Film wirkt aus heutiger Sicht nostalgisch und teilweise ausgesprochen heimatfilmtypisch, besitzt aber eine natürliche ländliche Atmosphäre, die viele spätere Pferde-Kinderfilme nie wieder erreicht haben. Für mehrere Generationen gehörten Dick, Dalli und die Ponys vom Immenhof fest zum deutschen Fernsehprogramm.
Hochzeit auf Immenhof (1956)
Der zweite Teil setzt die Geschichte des Ponygestüts unmittelbar fort. Gleichzeitig verändern sich die Beziehungen der jüngeren Figuren: Dick ist älter geworden, Ethelbert kehrt zurück und aus den früheren Neckereien entwickeln sich allmählich ernstere Gefühle. Trotz aller Sorgen bleibt das Leben auf dem Hof eng mit den Ponys, Ausritten und den kleinen und großen Ereignissen des Landlebens verbunden.
Erneut spielen Angelika Meissner, Heidi Brühl, Margarete Haagen, Paul Klinger und Matthias Fuchs die zentralen Rollen. Auch in diesem Film gibt es kein einzelnes berühmtes Filmpferd, das die Geschichte allein trägt. Der Immenhof mit seiner gesamten Ponyherde ist selbst der eigentliche tierische Hauptdarsteller.
„Hochzeit auf Immenhof“ ist stärker Liebes- und Familienfilm als klassisches Pferdeabenteuer. Trotzdem gehört er zur Reihe dazu, weil sich die Geschichte des Hofes und seiner Bewohner erst durch alle drei Filme vollständig erschließt.
Ferien auf Immenhof (1957)
Im dritten Film der ursprünglichen Trilogie wird aus dem finanziell angeschlagenen Ponygestüt ein Ferienbetrieb. Um den Immenhof langfristig zu retten, sollen Gäste aufgenommen und sogenannte Ponyferien angeboten werden. Das bringt neue Arbeit, neue Besucher und natürlich zahlreiche Verwicklungen mit sich. Dick und Dalli kümmern sich weiterhin mit Begeisterung um die Pferde, während familiäre Beziehungen und Zukunftsfragen zunehmend in den Vordergrund rücken.
Angelika Meissner und Heidi Brühl kehren als Dick und Dalli zurück. Außerdem sind Paul Klinger als Jochen von Roth, Margarete Haagen als Oma Jantzen, Matthias Fuchs als Ethelbert und Paul Henckels als Tierarzt Dr. Pudlich zu sehen. Wie schon in den beiden vorherigen Filmen wird die Pferdewelt durch zahlreiche Ponys dargestellt, ohne dass ein einziges Tier als eindeutig benannter tierischer Star hervortritt.
„Ferien auf Immenhof“ schließt die klassische Trilogie der 1950er-Jahre ab. Die Filme sind ruhiger und unschuldiger als moderne Kinderfilme mit Pferden, erzählen aber sehr anschaulich davon, wie eng das Schicksal einer Familie mit ihrem Hof und ihren Tieren verbunden sein kann.

Die späteren klassischen Immenhof-Filme
Nach einer längeren Pause wurde die Reihe in den 1970er-Jahren mit „Die Zwillinge vom Immenhof“ von 1973 und „Frühling auf Immenhof“ von 1974 fortgesetzt. Diese beiden Filme konnten zwar nicht mehr vollständig an den Kultstatus der ursprünglichen Trilogie anknüpfen, gehören aber zur klassischen Immenhof-Filmreihe. Erst viele Jahrzehnte später entstanden mit „Immenhof – Das Abenteuer eines Sommers“ und „Immenhof – Das große Versprechen“ moderne Neuinterpretationen, die neue Figuren und eine weitgehend eigenständige Handlung einführten.

Die besten Rennpferdefilme
Pferderennen üben seit jeher eine besondere Faszination aus. Geschwindigkeit, Taktik und die enge Verbindung zwischen Pferd und Jockey sorgen für Spannung, die sich hervorragend auf die Leinwand übertragen lässt. Viele Rennpferdefilme beruhen auf wahren Begebenheiten und erzählen von Pferden, die trotz widriger Umstände zu Legenden wurden. Gerade diese Mischung aus Sportfilm und Pferdegeschichte macht ihren besonderen Reiz aus.
Seabiscuit – Mit dem Willen zum Erfolg (2003)
Der kleine Vollblüter Seabiscuit galt zunächst als unscheinbar und wenig talentiert. Erst als Besitzer Charles Howard, Trainer Tom Smith und Jockey Red Pollard zusammenfinden, beginnt eine der größten Erfolgsgeschichten des amerikanischen Galopprennsports. Während der Weltwirtschaftskrise entwickelt sich Seabiscuit zum Hoffnungsträger einer ganzen Nation und begeistert Millionen Menschen mit seinen überraschenden Siegen gegen scheinbar übermächtige Gegner.
Die Hauptrollen spielen Tobey Maguire, Jeff Bridges, Chris Cooper und Elizabeth Banks. Für die Darstellung des berühmten Rennpferdes wurden mehrere Pferde eingesetzt, von denen Popcorn Deelites besonders häufig in Rennszenen zu sehen war. Der Film verbindet historische Ereignisse mit beeindruckenden Rennaufnahmen und gehört für viele Pferdefans zu den besten Rennpferdefilmen überhaupt.
Secretariat – Ein Pferd wird zur Legende (2010)
Secretariat zählt bis heute zu den berühmtesten Rennpferden aller Zeiten. Der Disney-Film erzählt die wahre Geschichte von Penny Chenery, die den heruntergewirtschafteten Rennstall ihrer Familie übernimmt und gegen zahlreiche Widerstände an ihrem außergewöhnlichen Hengst festhält. Niemand ahnt zunächst, dass Secretariat wenige Jahre später Geschichte schreiben und Rekorde aufstellen wird, die teilweise bis heute Bestand haben.
Diane Lane übernimmt die Rolle von Penny Chenery, John Malkovich spielt den exzentrischen Trainer Lucien Laurin. Scott Glenn und Dylan Walsh gehören ebenfalls zur Besetzung. Mehrere Vollblüter verkörperten Secretariat während der Dreharbeiten. Der Film überzeugt durch authentische Rennszenen und eignet sich auch für Zuschauer, die sich bisher kaum mit dem Galopprennsport beschäftigt haben.
Phar Lap – Legende einer Nation (1983)
In Australien besitzt Phar Lap bis heute beinahe den Status eines Nationalhelden. Der Film erzählt die wahre Geschichte des außergewöhnlichen Rennpferdes, das während der Weltwirtschaftskrise zu einem Symbol für Hoffnung und Durchhaltevermögen wurde. Aus einem unscheinbaren Jungpferd entwickelt sich ein Champion, dessen Erfolg weit über den Rennsport hinaus Bedeutung erlangte.
Tom Burlinson spielt den Jockey Jim Pike, Martin Vaughan den Besitzer Dave Davis und Ron Leibman den amerikanischen Geschäftsmann David J. Davis. Mehrere Vollblüter stellten Phar Lap dar. Wer sich für historische Rennpferde interessiert, sollte diesen Film unbedingt gesehen haben.
Ruffian – Die Wunderstute (2007)
Die amerikanische Rennstute Ruffian galt Anfang der 1970er-Jahre als nahezu unschlagbar. Der Film schildert ihren kometenhaften Aufstieg und das legendäre Rennen gegen Foolish Pleasure, das bis heute zu den tragischsten Ereignissen der Rennsportgeschichte zählt.
Sam Shepard, Frank Whaley und Alice Krige übernehmen die wichtigsten Rollen. Ruffian wurde von mehreren Rennpferden gespielt, die ihr äußerlich sehr ähnlich waren. Obwohl viele Zuschauer das Ende bereits kennen, entwickelt der Film eine enorme emotionale Wirkung und gehört zu den eindrucksvollsten Pferdefilmen über den Galopprennsport.
Pferdefilme und Serien
Nicht nur Kinofilme begeistern Pferdefans. Auch einige Fernsehserien haben über viele Jahre ein großes Publikum gefunden und gehören längst zu den Klassikern.
Fury
Die amerikanische Serie „Fury“ erzählt von dem schwarzen Hengst Fury und dem Waisenjungen Joey Clark, die auf einer Ranch im Westen der USA leben. Woche für Woche stehen Abenteuer, Freundschaft und der verantwortungsvolle Umgang mit Pferden im Mittelpunkt. Obwohl die Serie bereits in den 1950er-Jahren entstand, wurde sie auch im deutschen Fernsehen über viele Jahre erfolgreich ausgestrahlt.
Blitz, der schwarze Hengst
Viele Pferdefans erinnern sich noch an diese Fernsehserie aus den 1990er-Jahren. Sie knüpft an den Kinoklassiker „Der schwarze Hengst“ an und begleitet Alec Ramsey und den schwarzen Araber Black bei neuen Abenteuern. Mickey Rooney übernahm erneut seine Rolle als Henry Dailey und sorgte damit für eine schöne Verbindung zu den erfolgreichen Kinofilmen.
Heartland – Paradies für Pferde
Mit inzwischen zahlreichen Staffeln gehört „Heartland“ zu den erfolgreichsten Pferdeserien der Welt. Im Mittelpunkt stehen Amy Fleming und ihre Familie, die auf einer Pferderanch in Kanada verletzte und traumatisierte Pferde aufnehmen. Die Serie verbindet Familiengeschichten mit realistischen Pferdetrainingsmethoden und beeindruckenden Landschaftsaufnahmen.
Wendy
Die deutsche Fernsehserie „Wendy“ greift die bekannte Figur aus den Jugendzeitschriften auf. Pferde, Freundschaft, Familie und das Leben auf einem Reiterhof bilden den Mittelpunkt der Geschichten. Vor allem jüngere Pferdefans fanden über diese Serie den Einstieg in die Welt der Pferdefilme.
Fazit: Welcher Pferdefilm ist der beste?
Eine eindeutige Antwort gibt es darauf natürlich nicht. Wer bewegende Klassiker liebt, wird immer wieder zu „Der schwarze Hengst“, „Black Beauty“ oder „Der Pferdeflüsterer“ greifen. Freunde spannender Sportgeschichten kommen mit „Seabiscuit“, „Secretariat“ oder „Jappeloup“ voll auf ihre Kosten. Familien mit Kindern werden wahrscheinlich eher zu „Ostwind“, „Spirit“, „Hände weg von Mississippi“, „Bibi & Tina“ oder den beliebten Immenhof-Filmen greifen.
Gerade diese Vielfalt macht das Genre so besonders. Pferdefilme erzählen nicht nur von schönen Tieren. Sie handeln von Vertrauen, Mut, Freiheit, Freundschaft und dem Respekt gegenüber einem Lebewesen, das den Menschen seit Jahrhunderten begleitet. Deshalb verlieren gute Pferdefilme auch nach vielen Jahren nichts von ihrer Wirkung und begeistern immer wieder neue Generationen von Pferdefans.
Häufige Fragen zu Pferdefilmen
Welcher Pferdefilm gilt als der beste aller Zeiten?
Viele Pferdefreunde nennen „Der schwarze Hengst“ als den besten Pferdefilm überhaupt. Ebenfalls regelmäßig auf den vorderen Plätzen landen „Black Beauty“, „Der Pferdeflüsterer“, „Seabiscuit“ und „Gefährten“.
Welcher Pferdefilm eignet sich besonders für Kinder?
Für jüngere Zuschauer empfehlen sich vor allem „Ostwind“, „Spirit“, „Bibi & Tina“, „Wendy“, „Ein Pferd für Winky“ und die klassischen Immenhof-Filme. Sie erzählen spannende Geschichten, ohne den Fokus auf besonders harte oder belastende Themen zu legen.
Welche Rennpferdefilme beruhen auf einer wahren Geschichte?
Zu den bekanntesten gehören „Seabiscuit – Mit dem Willen zum Erfolg“, „Secretariat – Ein Pferd wird zur Legende“, „Phar Lap – Legende einer Nation“, „Ruffian – Die Wunderstute“, „Jappeloup – Eine Legende“ und „Rock My Heart – Mein wildes Herz“, der zwar eine fiktive Geschichte erzählt, den Galopprennsport aber realistisch darstellt.
Welche Pferdeserie ist besonders empfehlenswert?
Wer eine moderne Serie sucht, wird mit „Heartland – Paradies für Pferde“ viele Stunden beste Unterhaltung finden. Zu den Klassikern zählen außerdem „Fury“, „Black, der schwarze Blitz“ und „Wendy“.

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