Über mich – Daniela Dührkop
Pferde, Reiten und Ausbildung begleiten mich seit Jahrzehnten
Mein Name ist Daniela Dührkop, und Pferde haben einen ziemlich großen Teil meines Lebens bestimmt. Nicht nur als Hobby und auch nicht nur als Turniersport, sondern vor allem durch meine Arbeit als Reitlehrerin, Ausbilderin und Betreiberin einer eigenen Reitschule.
Von 1991 bis 2005 leitete ich die Reitschule in Linau. In diesen Jahren habe ich unzählige Reiterinnen und Reiter begleitet – vom ersten vorsichtigen Kontakt mit einem Pferd bis hin zum erfolgreichen Turnierstart.
Ich bin FN-geprüfte Reitlehrerin und habe mich darüber hinaus intensiv mit dem Reiten von Menschen mit Behinderung beschäftigt. Dazu gehören meine Qualifikationen im heilpädagogischen Reiten und Voltigieren ebenso wie im damals so bezeichneten Bereich „Reiten als Sport für Menschen mit Behinderung“.
Damit habe ich zwei Seiten des Reitens kennengelernt, die unterschiedlicher kaum sein könnten: Auf der einen Seite Leistung, Ausbildung und Turniersport, auf der anderen Seite die unglaublich wertvolle Wirkung, die Pferde auf Menschen haben können.
Meine eigenen Pferde waren selten die teuren Überflieger
Auch ich selbst war viele Jahre im Turniersport unterwegs. Ich startete erfolgreich in Dressurprüfungen bis Klasse L, Springprüfungen bis Klasse M und Vielseitigkeitsprüfungen bis Klasse A.
Dabei hatte ich allerdings einen kleinen Nachteil: das Budget.
Ein fertig ausgebildetes, teures Turnierpferd stand bei mir nie im Stall. Meine Pferde waren vielmehr diejenigen, bei denen man erst einmal etwas genauer hinsehen musste. Ich kaufte sie vergleichsweise günstig und bildete sie selbst aus.
Rückblickend war genau das wahrscheinlich eine meiner wertvollsten Erfahrungen.
Denn ein Pferd selbst auszubilden bedeutet etwas völlig anderes, als sich auf ein bereits fertig ausgebildetes Pferd zu setzen. Man muss herausfinden, warum etwas nicht funktioniert, Lösungen suchen, Rückschritte aushalten und manchmal ziemlich kreativ werden.
Und man lernt dabei vor allem eines: Es gibt nicht den einen Knopf, auf den man drücken muss, damit ein Pferd plötzlich alles richtig macht.
Die Fjordpferde wurden irgendwann zu meinem Markenzeichen
Besonders geprägt hat mich meine Arbeit mit Fjordpferden.
Zu einer Zeit, als Fjordpferde im klassischen Dressursport noch wesentlich häufiger belächelt wurden als heute, konnte ich mit meinen Fjordis zeigen, was in diesen Pferden steckt.
Einige meiner Fjordpferde waren erfolgreich in Dressurprüfungen der Klassen L und M unterwegs und konnten sich dort gegen klassische Warmblüter durchsetzen und Prüfungen gewinnen.
Das hat mir natürlich ganz besonders gefallen.
Nicht unbedingt, weil ich etwas gegen Warmblüter gehabt hätte – ganz im Gegenteil. Aber mit einem kräftigen gelben Norweger zwischen all den eleganten Warmblütern einzureiten und anschließend vorne in der Platzierung zu stehen, hatte schon seinen ganz eigenen Charme.
Aus dieser Leidenschaft entstand schließlich zusätzlich ein Ausbildungsstall für Fjordpferde.
Ich kaufte junge Fjordpferde bei verschiedenen Züchtern in Deutschland, Dänemark und den Niederlanden, bildete sie aus und verkaufte sie anschließend als gut ausgebildete Freizeit- oder Dressurpferde weiter.
Dabei ging es mir nie darum, aus jedem Pferd ein Turnierpferd zu machen. Entscheidend war vielmehr, herauszufinden, was zu dem jeweiligen Pferd passte und einen verlässlichen, gut ausgebildeten Partner daraus zu machen.
Manche meiner ehemaligen Fjordis leben heute noch
Das Verrückte daran ist, wie lange diese Zeit inzwischen zurückliegt.
Einige der Pferde, die damals durch meinen Stall gingen, leben tatsächlich noch. Sie sind inzwischen natürlich alte Herrschaften von Ende zwanzig oder sogar Anfang dreißig.
Mit vielen ihrer Besitzer habe ich über all die Jahre Kontakt gehalten.
Ähnlich ist es mit ehemaligen Reitschülern. Menschen, die damals als Kinder oder Jugendliche bei mir Reiten gelernt haben, haben heute längst selbst Kinder – und manche dieser Kinder sitzen inzwischen ebenfalls auf Pferden.
Wenn mir jemand nach Jahrzehnten erzählt, wie gern er damals bei mir geritten ist und an welche Dinge er sich heute noch erinnert, bedeutet mir das wahrscheinlich mehr als jede Turnierschleife.
Ich war übrigens nicht die eleganteste Reiterin der Welt
Eine Sache gehört für mich zu einer ehrlichen Über-mich-Seite allerdings auch dazu:
Ich war sicherlich keine begnadete Jahrhundertreiterin.
Ich konnte Pferde ausbilden, ich konnte mich auf Turnieren behaupten und ich konnte durchaus ordentlich reiten. Aber diese selbstverständliche Eleganz, bei der ein Reiter scheinbar nur dasitzt und alles sieht mühelos aus?
Nun ja.
Andere konnten das besser.
Das Lustige daran: Einige meiner Reitschüler wurden später reiterlich erfolgreicher als ich selbst.
Eigentlich ist das für einen Reitlehrer aber ein ziemlich schönes Ergebnis. Schließlich sollte das Ziel nicht darin bestehen, dass der Schüler für immer schlechter bleibt als sein Lehrer.
Was mir tatsächlich immer besonders gut gelungen ist, war etwas anderes: Reiten erklären.
Meine Reitschüler haben mir immer wieder gesagt, dass sie bei mir verstanden haben, warum etwas funktioniert und wie sie es praktisch umsetzen können.
Ich wollte nie, dass jemand zehnmal hört: „Mach das Bein dran!“, ohne zu verstehen, was dieses Bein eigentlich bewirken soll, wann es eingesetzt wird und warum das Pferd darauf reagieren sollte.
Gutes Reiten besteht für mich deshalb nicht aus geheimnisvollen Anweisungen.
Es lässt sich erklären.
Genau darum gibt es diesen Pferdeblog
Heute stehe ich nicht mehr täglich in der Reithalle und unterrichte eine Reitstunde nach der anderen. Mein Wissen, meine Erfahrungen und vermutlich auch meine Freude daran, Dinge verständlich zu erklären, sind aber geblieben.
Und genau daraus ist dieser Blog entstanden.
Ich möchte hier Wissen rund um Pferde, Reiten, Pferdeausbildung, Pferderassen und den ganz normalen Pferdealltag weitergeben.
Dabei geht es mir nicht darum, mich als jemand darzustellen, der auf jede Pferdefrage die einzig richtige Antwort kennt. Dafür habe ich in all den Jahren viel zu viele unterschiedliche Pferde erlebt.
Pferde passen erstaunlich schlecht in Lehrbücher.
Was bei einem Pferd hervorragend funktioniert, kann beim nächsten völlig danebenliegen. Gute Ausbildung braucht deshalb Wissen, Erfahrung, Beobachtung und manchmal auch die Bereitschaft, einen eigenen Fehler einzugestehen und einen anderen Weg auszuprobieren.
Genau diese Mischung möchte ich auf dieser Seite weitergeben.
Nicht von oben herab und nicht komplizierter als nötig, sondern so, wie ich früher auch meinen Reitschülern etwas erklärt habe:
verständlich, praktisch und mit dem Blick auf das Pferd, das gerade vor einem steht.
Eine Antwort zu „Die Autorin dieser Seite“
[…] Anfänger erstaunlich lange fragen kann, was man da eigentlich genau tun soll. Das Pferd trabt, der Reitlehrer ruft „Leichttraben!“, alle anderen stehen scheinbar völlig selbstverständlich auf und setzen […]
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