Dressurklasse A: Der Unterschied zwischen A-Dressur, Dressurreiter A und Dressurpferde A
Wer zum ersten Mal eine Turnierausschreibung durchliest, stolpert an derselben Stelle: Da stehen drei Prüfungen, alle mit dem Buchstaben A, und keine erklärt sich von selbst. „Dressurprüfung Kl. A*“, „Dressurreiterprüfung Kl. A“, „Dressurpferdeprüfung Kl. A“. Dreimal dieselbe Klasse, dreimal ein anderer Wettbewerb. Wer sich hier falsch nennt, reitet gegen ein Feld, in dem er nichts verloren hat, oder verschenkt eine Wertnote, weil er nicht wusste, worauf die Richter überhaupt geschaut haben.
Dieser Beitrag klärt die Unterschiede von Grund auf: was die Klasse A verlangt, wie sich die drei Prüfungsarten in Aufgabe, Bewertung und Zulassung unterscheiden, welche Lektionen im Vergleich zur Klasse E dazukommen und welche Abzeichen und Lizenzen Du brauchst, um überhaupt nennen zu dürfen.
Was die Klasse A im Dressurviereck bedeutet
A steht in der deutschen Turniersystematik für „Anfänger“. Der Buchstabe beschreibt aber nicht den Reiter, sondern das Anforderungsniveau der Aufgabe. Die Klassen bauen aufeinander auf: E (Einsteiger), A (Anfänger), L (Leicht), M (Mittel), S (Schwer).
Die Klasse A ist die zweite Stufe. Sie prüft die Grundlagen der Ausbildungsskala in ihren ersten Punkten: Takt, Losgelassenheit, Anlehnung, beginnender Schwung und beginnende Geraderichtung. Versammlung ist in der Klasse A ausdrücklich noch nicht gefordert. Versammlungsbereitschaft wird erst ab der Klasse L erwartet, Versammlungsfähigkeit über eine längere Strecke ab M.
Alle Dressuraufgaben der Klasse A werden auf dem kleinen Viereck von 20 x 40 Metern geritten. Geritten wird auf Trense mit Reithalfter. Kandare ist in der Klasse A nicht erlaubt, gebisslose Zäumungen sind auf LPO-Turnieren generell nicht zugelassen.
Die konkreten Aufgaben stehen im Aufgabenheft Reiten der Deutschen Reiterlichen Vereinigung, aktuell in der Ausgabe 2024 mit laufenden Austauschseiten. Welche Aufgabe geritten wird, steht in der Ausschreibung oder spätestens in der Zeiteinteilung.
Drei Prüfungsarten, eine Klasse
Der entscheidende Punkt, an dem die meisten Erklärungen im Netz zu kurz greifen: Die drei Prüfungsarten unterscheiden sich nicht nur im Bewertungsfokus. Sie haben auch jeweils eigene Aufgaben mit eigenen Kürzeln, eigene Zulassungsregeln und eigene Richtverfahren.
Dressurprüfung Klasse A. Kürzel der Aufgaben: A 1 bis A 13, jeweils mit der Kennzeichnung A* oder A**. Bewertet werden Pferd und Reiter gleichermaßen.
Dressurreiterprüfung Klasse A. Kürzel der Aufgaben: RA. Bewertet wird der Reiter, also Sitz, Hilfengebung, Gefühl und Einwirkung.
Dressurpferdeprüfung Klasse A. Kürzel der Aufgaben: DA 1/1 bis DA 5/2. Bewertet wird das junge Pferd, also Grundgangarten, Ausbildungsstand und Perspektive als Dressurpferd.
Die verbreitete Aussage, zwischen einer Dressurpferde A und einer Dressurreiter A liege der Unterschied nur im Bewertungsfokus und nicht in der Aufgabe, ist falsch. Es sind unterschiedliche Aufgaben aus unterschiedlichen Abschnitten des Aufgabenhefts. Eine DA-Aufgabe kann auf dem großen Viereck geritten werden, eine RA-Aufgabe nicht. Eine DA-Aufgabe darf nur ein vier- bis sechsjähriges Pferd gehen, eine RA-Aufgabe jedes startberechtigte Pferd. Und in einer DA-Aufgabe sind Lektionen enthalten, die in einer Reiteraufgabe nichts zu suchen hätten, weil sie den Ausbildungsstand des Pferdes zeigen sollen und nicht die Feinheit des Reiters.
Die Dressurprüfung Klasse A: Pferd und Reiter zusammen
Wird eine Prüfung schlicht als „Dressurprüfung Kl. A“ ausgeschrieben, ohne Zusatz, ist es die klassische Form. Hier steht kein Teil des Paares besonders im Vordergrund. Die Leistung von Pferd und Reiter wird gleichermaßen bewertet.
Das schlägt sich in der Bewertung nieder. Wird nach dem Richtverfahren mit Einzelnoten gerichtet, bekommt jede Lektion eine Note von 0 bis 10, und am Ende kommen Gesamtnoten dazu. Diese Gesamtnoten betreffen die Grundgangarten, die Durchlässigkeit und den Gehorsam des Pferdes und, als eigenständige Note, Sitz und Einwirkung des Reiters samt Korrektheit bei der Anwendung der Hilfen, der Lektionen und der Hufschlagfiguren. Das ist der Punkt, an dem der Reiter direkt in die Wertung eingeht.
Wird nach dem Richtverfahren mit einer Gesamtwertnote gerichtet, gibt die Richtergruppe ein Urteil in einer einzigen Note ab, die schriftlich begründet wird. Auch dann fließt beides ein.
Eine A-Dressur kann laut Ausschreibung einzeln, zu zweit hintereinander oder in der Abteilung geritten werden. Bei den Aufgaben mit dem Zusatz /2 reiten zwei Teilnehmer hintereinander, mit ungefähr drei bis fünf Pferdelängen Abstand. Bei den Abteilungsaufgaben kommandiert ein Anfangsreiter, und die Kommandos stehen ausformuliert in der Aufgabe.
Welche Lektionen in einer A-Dressur verlangt werden
Die Klasse A baut direkt auf der Klasse E auf. Neu und prüfungsrelevant sind vor allem diese Anforderungen:
Tempounterschiede innerhalb der Gangart. In den leichteren A-Aufgaben heißt das „Tritte verlängern“ im Trab und „Galoppsprünge verlängern“ im Galopp, oft mit einer Vorgabe wie vier bis sechs Sprünge. In den schwereren A-Aufgaben wird daraus der Mitteltrab und der Mittelgalopp.
Volten mit zehn Metern Durchmesser und halbe Volten mit zehn Metern. Damit wird zum ersten Mal eine echte Biegung auf enger Linie abgefragt, nicht mehr nur die 20-Meter-Linien des Zirkels.
Schlangenlinien durch die Bahn, je nach Aufgabe mit drei oder vier Bögen, teils mit Übergängen beim Überreiten der Mittellinie.
Viereck verkleinern und vergrößern. Das Pferd wird vorwärts-seitwärts von der langen Seite zur Viertellinie geführt und wieder zurück. In den leichteren Aufgaben im Schritt, in den schwereren im Trab.
Übergänge am Punkt. Nicht irgendwo an der langen Seite, sondern bei M, bei K, bei X. Die Genauigkeit ist ein eigenständiges Bewertungskriterium.
Direkte Übergänge zwischen Schritt und Galopp. In den schwereren A-Aufgaben wird aus dem Mittelschritt heraus angaloppiert und aus dem Galopp direkt zum Schritt durchpariert, ohne Trabtritte dazwischen.
Rückwärtsrichten, meist eine Pferdelänge, aus dem Halten heraus, mit anschließendem Antraben oder Anreiten.
Überstreichen. Der Reiter schiebt die Hand am Hals nach vorn, ein bis zwei Pferdelängen lang, und gibt damit die Verbindung zum Maul kurz auf. Bleibt das Pferd in Haltung und Tempo, war es korrekt an den Hilfen und nicht durch die Zügel festgehalten.
Zügel aus der Hand kauen lassen. Das Pferd soll dem Zügel vorwärts-abwärts folgen und dabei Takt und Tempo halten. Anschließend werden die Zügel wieder aufgenommen, ohne dass das Pferd auffährt.
Alle Hufschlagfiguren, die in diesen Aufgaben vorkommen, gehören zur Grundausbildung und sind nicht an eine Klasse gebunden. Ein Zirkel bleibt ein Zirkel, ob in E oder in S. Anspruchsvoller wird eine Aufgabe durch die Lektionen und durch die Genauigkeit, mit der die Figuren geritten werden, nicht durch die Figuren selbst.
A* und A**: Was die Sterne bedeuten
Ab der Klasse A werden die Prüfungen zusätzlich mit Sternen abgestuft. Ein Stern kennzeichnet die leichtere, zwei Sterne die schwerere Variante innerhalb derselben Klasse. Diese Abstufung gibt es in A, L und M, in S bis zu vier Sterne.
Der Unterschied liegt in den geforderten Lektionen der jeweiligen Aufgabe. Typische Abgrenzungen:
In A* wird „Tritte verlängern“ verlangt, in A** der Mitteltrab. Das ist mehr als eine Formulierung: Beim Verlängern der Tritte soll das Pferd raumgreifender werden, beim Mitteltrab wird ein definiertes Tempo mit deutlicher Rahmenerweiterung erwartet.
Das Viereck verkleinern und vergrößern taucht in A* im Schritt auf, in A** im Trab.
Die direkten Übergänge Schritt-Galopp und Galopp-Schritt sowie das Rückwärtsrichten gehören zum Anforderungsprofil der schwereren A-Aufgaben.
Überstreichen und Zügel aus der Hand kauen lassen können in beiden Varianten vorkommen, im Trab oder im Galopp.
Verbindlich ist immer die konkrete Aufgabe, die in der Ausschreibung genannt wird. Die Aufgaben tragen im Aufgabenheft den Vermerk, für welche Sternvariante sie zugelassen sind.
Beispiel: So läuft eine Aufgabe der Klasse A** ab
Damit greifbar wird, was das Ganze im Viereck bedeutet, hier der Ablauf einer aktuellen Einzelaufgabe der Klasse A**, geritten auf 20 x 40 Metern, Dauer rund vier Minuten.
Der Ritt beginnt mit dem Einreiten im Arbeitstrab auf der Mittellinie, Halten und Grüßen bei X, Antraben im Arbeitstempo, an der kurzen Seite rechte Hand.
Dann folgen zwei halbe Volten zu zehn Metern, von B nach X und von X nach E, also ein Handwechsel über zwei gebogene Linien mit Wechsel der Stellung im Mittelpunkt.
Nach A wird auf die Viertellinie abgewendet, ab der Linie E-B bis M wird das Viereck vergrößert. Anschließend durch die ganze Bahn wechseln im Mitteltrab, am Wechselpunkt zurück in den Arbeitstrab. Dieselbe Sequenz wird auf der anderen Hand wiederholt.
Bei C folgt der Mittelschritt, dann ein halber Mittelzirkel, danach wird auf dem Mittelzirkel im Arbeitstempo rechts angaloppiert, einmal herum. Über die Diagonale wird gewechselt, zwischen M und X wird zum Mittelschritt durchpariert, bei K wird direkt aus dem Schritt links angaloppiert.
An der langen Seite von F nach M kommt der Mittelgalopp, bei M zurück in den Arbeitsgalopp. Auf dem halben Mittelzirkel wird beim Überreiten der Mittellinie zum Arbeitstrab durchpariert. Es folgt ein anderthalbfacher Mittelzirkel, in dem die Zügel aus der Hand gekaut und anschließend wieder verkürzt werden.
Bei B wird gehalten, eine Pferdelänge rückwärtsgerichtet und daraus im Arbeitstempo angetrabt. Zum Schluss noch einmal zwei halbe Volten zu zehn Metern, Abwenden auf die Mittellinie, Halten und Grüßen bei X, Verlassen der Bahn im Mittelschritt am langen Zügel.
Wer diese Abfolge durchgeht, sieht die Systematik: Das Pferd muss innerhalb weniger Minuten mehrfach zwischen den Tempi wechseln, in beide Richtungen gleich gut gebogen laufen, aus dem Schritt anspringen, aus dem Galopp zum Schritt durchparieren und zwischendurch nachweisen, dass es sich nicht am Zügel festhält.
Die Dressurreiterprüfung Klasse A: Der Reiter im Fokus
Dressurreiterprüfungen gibt es in den Klassen E, A, L, M und S sowie als Children-Prüfung. Sie sollen an der Basis, also in E und A, die Grundausbildung des Reiters fördern und die Bedeutung des ausbalancierten, losgelassenen Sitzes in den Vordergrund stellen.
Bewertet werden nach dem Merkblatt der FN und der Deutschen Richtervereinigung:
Der Dressursitz. Dazu gehören eine sichere Sitzgrundlage, Gleichgewicht, Losgelassenheit und das Eingehen in die Bewegung. Konkret schauen die Richter auf das Mitschwingen in der Mittelpositur, auf Schenkellage und Handhaltung, auf die Zügelführung mit weicher, stetiger Verbindung zum Pferdemaul bei passendem Zügelmaß, auf eine entspannte Kopf- und Schulterpartie und auf die Linien Schulter-Hüfte-Absatz sowie Unterarm-Zügel-Pferdemaul.
Das Zusammenwirken der Hilfen und die Effektivität der Hilfengebung. Gefragt sind korrekte, einfühlsame Gewichts-, Schenkel- und Zügelhilfen und ein harmonisches Zusammenspiel von treibenden und verhaltenden Hilfen.
Das reiterliche Gefühl.
Die Auswirkung der Einwirkung auf das Gerittensein des Pferdes, gemessen an der Ausbildungsskala.
Die Korrektheit der Vorbereitung und Ausführung von Hufschlagfiguren und Lektionen, einschließlich des korrekten Durchreitens der Ecken, sowie das Gefühl für das richtige Tempo.
All das wird in einer Wertnote ausgedrückt.
Der Satz, der in der Praxis am meisten wert ist, steht ebenfalls in diesem Merkblatt: Die Qualität des Pferdes als Dressurpferd beeinflusst die Leistung des Reiters nur mittelbar und findet keinen direkten Niederschlag in der Wertnote. Wichtig ist dagegen der Einfluss des Reiters auf das Gerittensein.
Das heißt für Dich: Ein braves, korrekt gerittenes Pferd ohne spektakuläre Bewegung ist in einer Dressurreiterprüfung kein Nachteil. Der Ausbildungsstand muss allerdings zur Klasse passen, und die Grundgangarten müssen geregelt sein. Sie müssen nur nicht besonders schwungvoll und elastisch sein.
Wie eine Dressurreiteraufgabe der Klasse A aufgebaut ist
Die Aufgaben der Dressurreiterprüfungen sind so konzipiert, dass die Lektionsfolgen genau das prüfbar machen, worum es geht: die Vorbereitung und Ausführung einzelner Lektionen, das Reiten der geforderten Tempi, Wendungen und gebogene Linien, das korrekte Durchreiten der Ecken und das Reiten von Übergängen sowie von halben und ganzen Paraden.
In der Praxis heißt das: viele Übergänge, viele gebogene Linien, dazu die Kontrolllektionen, an denen sich sofort zeigt, ob der Reiter mit der Hand arbeitet oder mit Sitz und Schenkel. Typisch für die Klasse A sind halbe Volten zu zehn Metern mit einer Pferdelänge geradeaus im Mittelpunkt, Schlangenlinien durch die Bahn mit Schrittübergängen beim Überreiten der Mittellinie, Überstreichen auf dem Mittelzirkel, Viereck verkleinern und vergrößern, Rückwärtsrichten aus dem Halten und Zügel aus der Hand kauen lassen mit anschließendem Aufnehmen.
In den Klassen E und A darf einzeln oder zu zweit hintereinander geritten werden. Ab der Klasse L wird nur noch einzeln geritten.
Die Zäumung ist in E und A die Trense mit Reithalfter. Hilfszügel sind in Dressurreiterprüfungen nach LPO nicht erlaubt, weder in der Prüfung noch auf dem Vorbereitungsplatz. Die Gerte darf inklusive Schlag höchstens 120 Zentimeter lang sein, Sporen höchstens 4,5 Zentimeter ab dem Stiefel messen, mit horizontal oder nach unten geneigtem Dorn.
Ein Hinweis, der in Ausschreibungen selten auftaucht, aber die Prüfungsform erklärt: Die FN weist Veranstalter und Landeskommissionen ausdrücklich darauf hin, dass Dressurreiterprüfungen nicht dazu dienen sollen, dass erfolgreiche Reiter aus höheren Klassen dort Pferde platzieren. Die Prüfung ist als Ausbildungsformat für den Reiter gedacht.
Die Dressurpferdeprüfung Klasse A: Das junge Pferd im Fokus
Dressurpferdeprüfungen sind Aufbauprüfungen. Sie sollen junge Pferde zwanglos an den Dressursport heranführen, und zwar ohne Zeitdruck. Ausgeschrieben werden sie in den Klassen A, L, M und seit der LPO 2024 auch S.
Zugelassen sind in der Klasse A vier- bis sechsjährige Pferde sowie M- und G-Ponys. Sechsjährige dürfen nur starten, wenn sie im Anrechnungszeitraum nicht mehr als einen Erfolg in Dressur- oder Dressurpferdeprüfungen der Klasse A oder höher haben. Für sechsjährige Ponys gilt diese Einschränkung nicht, sofern die Ausschreibung nichts anderes sagt.
Die Aufgaben tragen die Kürzel DA 1/1, DA 1/2, DA 2, DA 3/1, DA 3/2, DA 4/1, DA 4/2, DA 5/1 und DA 5/2. Die Aufgaben mit /1 werden nur einzeln geritten, die mit /2 zu zweit hintereinander mit ungefähr drei bis fünf Pferdelängen Abstand. DA 4/1 und DA 4/2 werden auf dem großen Viereck von 20 x 60 Metern geritten, die übrigen je nach Ausschreibung auf 20 x 40 oder 20 x 60 Metern. Mit steigender Zahl steigt innerhalb der Klasse auch das Anforderungsprofil.
Geritten wird auf Trense mit Reithalfter.
Zu zweit geritten und trotzdem kein Abteilungsreiten
Hier hält sich ein Irrtum hartnäckig: Dressurpferdeprüfungen werden nicht in der Abteilung geritten. Das Reiten zu zweit ist nur in der Klasse A überhaupt erlaubt, und die FN stellt ausdrücklich klar, dass es sich dabei nicht um Abteilungsreiten handelt. Größere Abstände sind nicht nur erlaubt, sondern erwünscht. Erkennt die Richtergruppe Probleme, etwa deutlichen Widerstand oder zu große Unterschiede im natürlichen Vorwärtsdrang der beiden Pferde, kann sie die Startreihenfolge ändern.
Auch sonst ist die Prüfung auf junge Pferde zugeschnitten. Die Pferde sollen vor Prüfungsbeginn die Möglichkeit bekommen, das Viereck zu betreten und kennenzulernen, damit sie Vertrauen fassen. Ein Einreiten von außen soll vermieden werden. Ein mündlicher Kommentar der Richter nach dem Ritt ist ausdrücklich erwünscht.
Wie eine Dressurpferdeaufgabe der Klasse A aufgebaut ist
Der Aufbau folgt einem eigenen Prinzip. Es geht nicht darum, möglichst viele verschiedene Lektionen abzufragen, sondern darum, die Grundgangarten in ruhigen, langen Passagen zeigen zu können.
Eine typische Einzelaufgabe beginnt mit dem Einreiten im Arbeitstrab, Halten und Grüßen. Dann folgen längere Trabstrecken auf der ganzen Bahn und auf dem Zirkel, das Verlängern der Tritte über die Diagonale im Leichttraben, ein Mittelschrittteil, Angaloppieren auf dem Zirkel, Überstreichen zwischen zwei Zirkelpunkten, Verlängern der Galoppsprünge an der langen Seite und zum Abschluss ein Zirkel oder Mittelzirkel, auf dem die Zügel aus der Hand gekaut werden, bevor sie wieder aufgenommen werden. Beendet wird mit Abwenden, Halten und Grüßen.
Charakteristisch für die A-Aufgaben der Dressurpferde ist außerdem, dass beim Angaloppieren aus dem Trab an bestimmten Stellen ausdrücklich ein paar Trabtritte zugestanden werden. Die Aufgaben sind so gebaut, dass ein junges Pferd sie ohne Hektik durchstehen kann.
Wie in der Dressurpferde A bewertet wird
Die Bewertung folgt drei Leitfragen:
Entspricht die Qualität der Grundgangarten den Anforderungen an ein Dressurpferd dieser Klasse?
Ist das Pferd unter Beachtung der Ausbildungsskala ausbildungsmäßig auf dem richtigen Weg?
Hat das Pferd eine positive Perspektive für den weiteren Dressursport?
Für die Klasse A gibt es zwei zugelassene Richtverfahren. Wird zu zweit geritten, ist das Verfahren mit einer einzigen Gesamtwertnote vorgeschrieben. Für Einzelaufgaben kann die Ausschreibung stattdessen fünf Gesamtwertnoten vorsehen, nämlich für Schritt, Trab, Galopp, Durchlässigkeit und Gesamteindruck. Diese fünf Noten werden addiert und durch fünf geteilt.
Interessant ist, was die Richter dabei ausdrücklich milder gewichten sollen. In der Klasse A gelten zwei Fehler als typische Jungpferdefehler, die nicht schwer wiegen dürfen: ein falsches Angaloppieren, das umgehend durchlässig korrigiert wird, und ein kurzes Ausfallen aus dem Galopp in den Trab, wenn das Pferd gehorsam wieder angaloppiert. Ebenso sollen Pferde, die zu Beginn noch etwas gespannt und guckig sind, sich im Verlauf der Aufgabe aber deutlich verbessern, wohlwollender bewertet werden, als das in einer Dressurprüfung der Fall wäre.
Und der Satz, der die Prüfungsart von den beiden anderen trennt: Sitz und Einwirkung des Reiters wirken sich zwar auf das Gehen des Pferdes aus, spielen bei der Beurteilung der Dressurpferdeprüfung aber eine untergeordnete Rolle.
Beurteilt werden dafür Dinge, die in den anderen Prüfungen so nicht auftauchen: der klare Viertakt und das gelassene Schreiten im Schritt inklusive Überfußen, der schwingende Rücken und das energische Untertreten im Trab, der klare Dreitakt mit deutlicher Schwebephase und Bergauftendenz im Galopp. Wertnotenmindernd sind unter anderem passartige Bewegungen, ungleich hohes Fußen, ein festgehaltener Rücken, fehlendes Überfußen, ein enger Hals, permanentes Schweifschlagen oder ein deutlicher Unterschied zwischen Rechts- und Linksgalopp. Unnatürliche, künstliche oder verspannte Bewegungsabläufe sind ausdrücklich negativ zu bewerten.
Ein praktischer Punkt, den viele Freizeitreiter unterschätzen: Dressurpferdeprüfungen werden in der Regel für alle Leistungsklassen ausgeschrieben. Das ist so gewollt, damit auch erfahrene Reiter ihre Nachwuchspferde früh ans Viereck gewöhnen können. In der Konsequenz startest Du in einer Dressurpferde A häufig gegen Berufsreiter auf hochveranlagten jungen Pferden.
Dieselbe Situation, drei Bewertungen
Am schnellsten wird der Unterschied klar, wenn man eine einzige Szene durch die drei Brillen betrachtet.
Angenommen, Du galoppierst bei K an, und das Pferd springt im ersten Anlauf falsch herum an. Du merkst es sofort, pariert durch und galoppierst korrekt an.
In der Dressurpferdeprüfung Klasse A ist genau das der Fall, der laut Merkblatt nicht schwer gewichtet werden soll, solange die Korrektur durchlässig erfolgt. Das Pferd ist jung, es wird ihm zugestanden.
In der Dressurreiterprüfung Klasse A steht etwas anderes im Vordergrund: wie Du reagiert hast. Bleibst Du sitzen, korrigierst Du ruhig, ohne an der Hand zu ziehen und ohne den Oberkörper zu verlieren, kann die Situation Deine Note sogar stützen, weil sich situationsbedingt gefühlvolles Einwirken hier ausdrücklich in der Bewertung wiederfindet. Die Richter sollen die Zusammenhänge zwischen Sitz, Hilfengebung und Reaktion des Pferdes erkennen, nicht nur die äußere Haltungsform.
In der Dressurprüfung Klasse A kostet der Fehler in der Lektionsnote beziehungsweise in der Gesamtwertnote Punkte, weil dort die Ausführung der Lektion und der Gehorsam des Pferdes gleichrangig neben Deinem Sitz stehen.
Zweites Beispiel: Dein Pferd hat einen ordentlichen, aber wenig raumgreifenden Trab.
In der Dressurpferde A drückt das die Note für den Trab und die Perspektive spürbar, weil genau die Bewegungsqualität geprüft wird.
In der Dressurreiter A darf der Trab schlicht geregelt sein. Er muss nicht besonders schwungvoll und elastisch sein, solange Du korrekt einwirkst und die Punkte der Ausbildungsskala je nach Klasse im Wesentlichen erfüllt sind.
In der Dressurprüfung A wirkt sich die Bewegungsqualität auf die Gesamtnoten zu den Grundgangarten aus, wird aber durch Deine Reiterei und die Genauigkeit der Ausführung mit aufgefangen.
Der Schritt von E nach A
Wer aus der Klasse E kommt, sollte wissen, was sich handfest ändert.
In der Klasse E werden die Gangarten nur im Arbeitstempo und im Mittelschritt abgefragt. Verstärkungen und Versammlung kommen nicht vor. Die Hufschlagfiguren bleiben groß: Zirkel, aus dem Zirkel wechseln, durch die ganze oder halbe Bahn wechseln, einfache Schlangenlinie. Häufig wird in der Abteilung geritten.
In der Klasse A kommt Tempoarbeit hinzu, die Linien werden enger, und die Aufgaben werden überwiegend einzeln geritten. Damit fällt eine Hilfe weg, die in E noch trägt: In der Abteilung übernimmt der Vorreiter einen Teil der Orientierung. Allein im Viereck musst Du jede Wendung selbst einleiten und jeden Übergang selbst auf den Punkt legen.
Konkret solltest Du vor der ersten A-Nennung ehrlich prüfen, ob folgendes zuverlässig sitzt:
Übergänge auf den Punkt, in beide Richtungen, ohne dass das Pferd über den Rücken wegdrückt oder gegen die Hand geht.
Zehn-Meter-Volten in gleichmäßiger Form, ohne dass das Pferd über die äußere Schulter ausfällt oder in der Größe schwankt.
Angaloppieren an einer vorgegebenen Stelle, auf beiden Händen gleich sicher, in den schwereren Aufgaben auch direkt aus dem Schritt.
Tritte und Sprünge verlängern, ohne dass das Pferd nur eiliger wird. Die Tritte sollen raumgreifender werden, nicht schneller.
Überstreichen, ohne dass das Pferd Tempo oder Haltung verliert. Das ist der Test, ob es tatsächlich an den Hilfen und nicht an der Hand ist.
Zügel aus der Hand kauen lassen mit Dehnung nach vorwärts-abwärts und anschließendem ruhigen Aufnehmen.
Rückwärtsrichten geradeaus, in diagonaler Fußfolge, ohne Eile und ohne Sperren.
Das Auswendiglernen der Aufgabe gehört ebenfalls dazu. In der Klasse A gibt es keinen Kommandogeber, außer bei den ausdrücklichen Abteilungsaufgaben.
Welche Lizenz und welche Abzeichen Du brauchst
Für Leistungsprüfungen nach LPO, und alle drei hier beschriebenen Prüfungen sind Leistungsprüfungen, brauchst Du eine Lizenz.
Die Schnupperlizenz entspricht der Leistungsklasse 7. Voraussetzung ist die Stammmitgliedschaft in einem Reitverein, ein Reitabzeichen wird nicht verlangt. Sie berechtigt aber nur zum Start in der Klasse E. Für die Klasse A reicht sie nicht.
Die Jahresturnierlizenz mit der Leistungsklasse 6 ist der Einstieg in die Klasse A. Voraussetzung ist die Stammmitgliedschaft in einem Reitverein und das bestandene Reitabzeichen 5. Damit darfst Du in den Klassen E und A starten.
Das Reitabzeichen 5 heißt offiziell Turniersportabzeichen Klasse A. Eine Altersbegrenzung gibt es nicht. Vorausgesetzt werden die Vereinsmitgliedschaft, der Pferdeführerschein Umgang beziehungsweise der Basispass Pferdekunde oder die Reitabzeichen 7 und 6, dazu die Teilnahme am Vorbereitungslehrgang. Die Pferde, auf denen geprüft wird, müssen mindestens fünf Jahre alt sein.
Bemerkenswert ist der Inhalt dieser Prüfung: Der Dressurteil des Reitabzeichens 5 ist eine Dressurreiterprüfung der Klasse A gemäß Aufgabenheft, einzeln oder zu zweit geritten, ohne Hilfszügel. Dazu kommen ein Springteil auf E-Niveau, alternativ ein Geländeteil, und ein Prüfungsgespräch zur Reitlehre und zur Ausbildungsskala auf dem Anforderungsniveau der Klasse A. Wer das Abzeichen abgelegt hat, hat also genau die Aufgabenart schon geritten, mit der der Einstieg in die Klasse A am naheliegendsten ist. Das Abzeichen kann auch disziplinspezifisch abgelegt werden, also als RA 5 Dressur, RA 5 Springen oder RA 5 Gelände.
Die nächsthöhere Stufe, die Leistungsklasse 5, erhältst Du über das Reitabzeichen 4. Danach läuft die Höherstufung überwiegend über Turniererfolge. Für die Klasse L brauchst Du mindestens die Leistungsklasse 5, für die schwere Klasse mindestens die Leistungsklasse 3.
Welche Leistungsklassen für eine bestimmte Prüfung zugelassen sind, steht in der Ausschreibung. Das ist der Punkt, an dem Du vor dem Nennen hinsehen solltest, denn hier steht auch, welche Vorerfolge Dich möglicherweise ausschließen.
Was das Pferd mitbringen muss
Für Leistungsprüfungen nach LPO muss das Pferd bei der FN in die Liste der Turnierpferde eingetragen sein. Das regelt Paragraf 16 der LPO. Für Wettbewerbe nach der WBO ist das nicht nötig, für jede LPO-Prüfung schon, auch für eine Klasse E.
Für die Eintragung gehen der Pferdepass im Original und das Eintragungsformular an die FN. Bei Ponys bis 148 Zentimeter Stockmaß kommt eine gültige Messbescheinigung der zuständigen Landeskommission dazu. Das Pferd muss eindeutig identifizierbar sein, also einen Nummernbrand oder einen implantierten Transponder tragen. Der Pferdepass gehört bei jeder Turnierfahrt ins Auto.
Die Eintragung dient auch dem Tierschutz. Über sie prüft die FN, in wie vielen Prüfungen ein Pferd an einem Wochenende startet und ob es aufgrund seines Alters überhaupt startberechtigt ist. Die Teilnahmeberechtigung ist auf drei Starts pro Pferd und Tag auf einer Veranstaltung begrenzt.
Für die Dressurpferdeprüfung Klasse A kommt die Altersgrenze dazu: vier bis sechs Jahre, bei Sechsjährigen mit der beschriebenen Erfolgsbeschränkung. In den Dressurprüfungen und Dressurreiterprüfungen der Klasse A gilt diese Altersgrenze nicht.
Ausrüstung in der Klasse A
Reithelm ist vorgeschrieben, mindestens nach der Europäischen Norm EN 1384, empfohlen wird die jeweils aktuellste Norm.
Zäumung in allen drei Prüfungsarten der Klasse A: Trense mit Reithalfter. Kandare kommt erst ab der Klasse L ins Spiel, und dann nur, wenn die Ausschreibung sie vorsieht. Gebisslos ist auf dem Turnier nicht erlaubt.
Gerte: höchstens 120 Zentimeter inklusive Schlag.
Sporen: höchstens 4,5 Zentimeter ab dem Stiefel gemessen, inklusive beweglichem Rädchen, so verschnallt, dass der Dorn am Ende horizontal oder nach unten geneigt ist.
Hilfszügel sind in Dressurreiterprüfungen nach LPO nicht erlaubt. Die Ausrüstungsbestimmungen gelten auch auf dem Vorbereitungsplatz.
Beinschutz, also Gamaschen, Bandagen und Hufglocken, darf das Pferd nur auf dem Abreiteplatz tragen, nicht in der Prüfung.
Verreiten, Abzüge und Ausschluss
Verreiten wird in allen drei Prüfungsarten nach denselben Regeln geahndet. Im Richtverfahren mit Wertnoten kostet das erste Verreiten 0,2 Punkte, das zweite 0,4 Punkte, das dritte führt zum Ausschluss. Wird mit Einzelnoten und Punktsumme gerichtet, sind es entsprechend zwei und vier Strafpunkte, beim dritten Mal ebenfalls Ausschluss.
Ein weiterer Abzug greift, wenn nach dem Glockenzeichen nicht binnen 45 Sekunden gestartet wird.
Welche Prüfung für wen die richtige ist
Für den ersten Start in der Klasse A auf einem erfahrenen, korrekt gerittenen Pferd ohne große Bewegung ist die Dressurreiterprüfung Klasse A die naheliegende Wahl. Die Qualität des Pferdes fließt nicht direkt in die Note ein, und die Prüfung ist genau für diesen Ausbildungsschritt gedacht. Wer das Reitabzeichen 5 abgelegt hat, kennt das Format bereits.
Für ein junges Pferd zwischen vier und sechs Jahren ist die Dressurpferdeprüfung Klasse A die passende Form, weil die Aufgabe auf seinen Ausbildungsstand zugeschnitten ist und typische Jungpferdefehler milder gewichtet werden. Rechne allerdings damit, dass das Starterfeld für alle Leistungsklassen offen ist.
Für ein durchgebildetes Pferd und einen Reiter, der die Lektionen sicher am Punkt reitet, ist die klassische Dressurprüfung Klasse A die Prüfung, in der beides zusammen bewertet wird. Sie ist auch der Weg, auf dem sich Erfolge sammeln lassen, die für die Höherstufung zählen.
Häufige Fehler, die in der Klasse A Punkte kosten
Übergänge, die nicht am Punkt kommen, sondern zwei Pferdelängen vorher oder nachher. Das ist der häufigste vermeidbare Abzug, weil er nichts mit dem Ausbildungsstand zu tun hat, sondern mit Vorbereitung.
Volten, die eiförmig werden oder in der Größe schwanken. Eine Zehn-Meter-Volte an einem Punkt der langen Seite ist eine klar definierte Figur, keine Freihandkurve.
Verstärkungen, in denen das Pferd nur eilig wird. Gefragt ist mehr Raumgriff bei gleichem Takt.
Ecken, die abgerundet werden. Das korrekte Durchreiten der Ecken ist in den Dressurreiterprüfungen ausdrücklich Teil der Bewertungskriterien.
Ein Halten, das nicht geschlossen ist. In der Dressurpferdeprüfung wird ein leicht ungenaues Halten bei durchlässiger Parade milder gesehen. In der Dressurprüfung kostet es.
Beim Überstreichen zu kurz oder zu zögerlich nachgeben, sodass die Verbindung nie wirklich aufgegeben wird. Dann fehlt der Nachweis, den die Lektion erbringen soll.
Beim Zügel-aus-der-Hand-kauen-Lassen zu früh wieder aufnehmen oder das Pferd nach vorn wegdrücken lassen, statt es die Dehnung suchen zu lassen.
Beim Rückwärtsrichten schief werden oder mit den Hinterbeinen ausweichen.
Häufige Fragen zur Dressurklasse A
Was bedeutet Dressurklasse A?
A steht für Anfänger und bezeichnet die zweite Stufe im deutschen Dressursystem, nach E und vor L. Die Klasse prüft die Grundlagen der Ausbildungsskala. Alle Dressuraufgaben der Klasse A werden auf einem Viereck von 20 x 40 Metern und auf Trense geritten.
Was ist der Unterschied zwischen Dressurreiter A und Dressurpferde A?
In der Dressurreiterprüfung Klasse A werden Sitz, Hilfengebung, Gefühl und Einwirkung des Reiters bewertet. Die Qualität des Pferdes schlägt sich nicht direkt in der Note nieder. In der Dressurpferdeprüfung Klasse A wird das junge Pferd bewertet, also Grundgangarten, Ausbildungsstand und Perspektive, während Sitz und Einwirkung des Reiters nur eine untergeordnete Rolle spielen. Zusätzlich unterscheiden sich beide Prüfungen in den Aufgaben, in der Vierecksgröße und in der Zulassung: Dressurpferde A ist vier- bis sechsjährigen Pferden vorbehalten.
Ist eine Dressurreiterprüfung A leichter als eine A-Dressur?
Sie ist nicht grundsätzlich leichter, aber sie ist anders gewichtet. Mit einem Pferd ohne große Bewegung hast Du in einer Dressurreiterprüfung bessere Chancen, weil die Qualität des Pferdes nicht direkt in die Wertnote eingeht. Umgekehrt schaut in dieser Prüfung niemand über einen unruhigen Sitz oder eine ziehende Hand hinweg.
Welches Abzeichen brauche ich für eine A-Dressur?
Für Prüfungen der Klasse A brauchst Du eine Jahresturnierlizenz mit mindestens der Leistungsklasse 6. Voraussetzung dafür sind die Stammmitgliedschaft in einem Reitverein und das Reitabzeichen 5, das Turniersportabzeichen Klasse A. Die kostenlose Schnupperlizenz mit der Leistungsklasse 7 berechtigt nur zum Start in der Klasse E.
Wie alt muss mein Pferd für eine Dressurpferdeprüfung Klasse A sein?
Zugelassen sind vier- bis sechsjährige Pferde sowie M- und G-Ponys. Sechsjährige Pferde dürfen nur starten, wenn sie im Anrechnungszeitraum nicht mehr als einen Erfolg in Dressur- oder Dressurpferdeprüfungen der Klasse A oder höher haben. Für sechsjährige Ponys gilt diese Beschränkung nicht, sofern die Ausschreibung nichts anderes bestimmt.
Was bedeuten A* und A**?
Die Sterne kennzeichnen den Schwierigkeitsgrad innerhalb der Klasse. A* ist die leichtere, A** die schwerere Variante. In A* wird zum Beispiel das Verlängern der Tritte verlangt, in A** der Mitteltrab. Das Viereck verkleinern und vergrößern kommt in A* im Schritt vor, in A** im Trab. Maßgeblich ist immer die konkrete Aufgabe aus der Ausschreibung.
Wird in der Klasse A in der Abteilung geritten?
Dressurprüfungen der Klasse A können laut Ausschreibung einzeln, zu zweit hintereinander oder in der Abteilung geritten werden. Dressurreiterprüfungen der Klassen E und A werden einzeln oder zu zweit geritten. Dressurpferdeprüfungen der Klasse A können zu zweit hintereinander geritten werden, das ist aber ausdrücklich kein Abteilungsreiten, größere Abstände sind erwünscht.
Darf ich in der Klasse A auf Kandare reiten?
Nein. In allen Prüfungen der Klasse A wird auf Trense mit Reithalfter geritten. Die Kandare kommt frühestens ab der Klasse L ins Spiel, und auch dort nur, wenn die Ausschreibung sie vorsieht. In der Dressurreiterprüfung Klasse S ist sie Pflicht, dort wird die Kandarenreife überprüft.
Wie viele Punkte Abzug gibt es fürs Verreiten?
Im Richtverfahren mit Wertnoten kostet das erste Verreiten 0,2 Punkte, das zweite 0,4 Punkte, beim dritten Mal folgt der Ausschluss. Wird mit Einzelnoten gerichtet, sind es zwei und vier Strafpunkte, beim dritten Mal ebenfalls Ausschluss.
Muss mein Pferd als Turnierpferd eingetragen sein?
Für jede Leistungsprüfung nach LPO ja, also auch für die Klasse E. Nur für Wettbewerbe nach der WBO ist keine Eintragung nötig. Für die Eintragung schickst Du den Pferdepass im Original und das Formular an die FN, bei Ponys zusätzlich eine gültige Messbescheinigung.

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