Galopp

Galoppieren lernen: So gelingt dein erster Galopp auf dem Pferd

Der erste Galopp gehört zu den Momenten, an die sich viele Reiter noch Jahre später erinnern. Eben noch trabt das Pferd unter dir, dann verändert sich plötzlich die gesamte Bewegung, das Pferd springt in den Galopp und für ein paar Sekunden hast du möglicherweise das Gefühl, dass deutlich mehr Pferd unter dir unterwegs ist, als du bestellt hattest.

Dabei ist Galoppieren für viele Anfänger überraschenderweise leichter zu sitzen als Trab. Der Galopp fühlt sich zwar schneller an, hat aber eine ganz andere Bewegung. Während du im Trab bei jedem Tritt nach oben geworfen wirst und erst lernen musst, diese Bewegung beim Aussitzen abzufangen, entsteht im Galopp eine weichere, schwingende Bewegung nach vorne.

Die wichtigste Voraussetzung dafür ist allerdings, dass du nicht versuchst, dich mit Kraft im Sattel festzuhalten.

In diesem Beitrag erfährst du, wann du als Anfänger mit dem Galopp beginnen kannst, wie du richtig angaloppierst, welche Hilfen du gibst, wie du im Galopp sitzen bleibst und warum dein Pferd manchmal einfach immer schneller trabt, obwohl du doch eigentlich galoppieren wolltest.

Hier erkläre ich Dir die Galopphilfe noch genauer

Wann lernt man beim Reiten galoppieren?

Es gibt keine bestimmte Anzahl von Reitstunden, nach der jeder Anfänger galoppieren können muss. Manche Reiter galoppieren relativ früh einige Runden an der Longe, andere brauchen länger. Viel wichtiger als die Zahl der Reitstunden ist dein Sitz.

Bevor du frei galoppierst, solltest du dich im Schritt und Trab bereits einigermaßen sicher fühlen. Du solltest im Leichttraben dein Gleichgewicht halten können, ohne dich an den Zügeln festzuhalten, dein Pferd selbstständig lenken und wieder durchparieren können und grundsätzlich verstehen, wie Schenkel-, Gewichts- und Zügelhilfen zusammenspielen.

Das bedeutet allerdings nicht, dass dein Trab bereits aussehen muss wie eine Dressurprüfung.

Gerade an der Longe kann ein guter Reitlehrer den Galopp durchaus früher einsetzen. Das Pferd wird dabei vom Reitlehrer kontrolliert und du musst weder lenken noch darüber nachdenken, ob du gerade auf dem richtigen Hufschlag unterwegs bist. Du kannst dich vollständig auf die neue Bewegung konzentrieren.

Wie fühlt sich Galoppieren an?

Wer noch nie galoppiert ist, stellt sich den Galopp häufig als besonders schnellen Trab vor.

Das ist er nicht.

Der Galopp ist eine eigene Gangart mit einem völlig anderen Bewegungsablauf. Beim normalen Galopp hörst du einen Dreitakt, anschließend folgt eine kurze Schwebephase, in der kein Huf den Boden berührt.

Für dich als Reiter entsteht dadurch eine Bewegung, die sich erheblich anders anfühlt als der Trab.

Im Trab wirst du abwechselnd nach oben bewegt. Im Galopp schwingt dein Becken stärker mit der Bewegung des Pferderückens nach vorne und zurück. Genau deshalb empfinden manche Anfänger den Galopp nach den ersten aufregenden Sekunden sogar als angenehmer als das Aussitzen im Trab.

Das Tempo ist höher, aber die Bewegung ist nicht automatisch schwieriger.

Galoppieren lernen: Der Sitz ist wichtiger als Kraft

Ein häufiger Anfängerfehler beginnt bereits mit dem Gedanken:

Jetzt muss ich mich aber richtig gut festhalten.

Genau damit machst du dir den Galopp unnötig schwer.

Wenn du die Knie fest an den Sattel presst, die Oberschenkel anspannst und gleichzeitig versuchst, dein Gesäß mit aller Gewalt in den Sattel zu drücken, wird dein Becken unbeweglich. Das Pferd galoppiert unter dir weiter, dein Körper kann der Bewegung aber nicht mehr folgen.

Das Ergebnis ist häufig das berühmte Hoppeln im Sattel.

Du wirst aus dem Sattel gehoben, landest wieder darin, spannst dich erschrocken noch stärker an und wirst beim nächsten Galoppsprung erst recht herausgehoben.

Der bessere Weg besteht darin, die Bewegung zuzulassen.

Dein Oberkörper bleibt aufgerichtet, deine Beine liegen lang und ruhig am Pferd und dein Becken folgt der Bewegung des Pferderückens. Du musst den Galopp nicht mit deinem Becken anschieben. Du lässt dich vom Pferd mitnehmen.

Das klingt zunächst einfacher, als es sich beim ersten Versuch anfühlt. Genau deshalb sind kurze Galoppsequenzen am Anfang so sinnvoll.

Wie galoppiert man richtig an?

Bevor das Pferd angaloppiert, sollte es aufmerksam und in einem ruhigen, aktiven Tempo gehen.

Ein sehr häufiger Fehler besteht darin, vor dem Angaloppieren immer schneller zu traben. Der Reiter denkt: Gleich soll Galopp kommen, also braucht das Pferd ordentlich Geschwindigkeit.

Das Gegenteil ist meistens hilfreicher.

Das Pferd soll auf eine eindeutige Hilfe hin in eine andere Gangart wechseln und nicht so lange schneller traben, bis irgendwann zufällig ein Galoppsprung dazwischenfällt.

Gerade für Anfänger ist eine Ecke oder eine gebogene Linie hilfreich. Dort ist das Pferd bereits entsprechend der Bewegungsrichtung gestellt und gebogen und der gewünschte Galopp lässt sich leichter vorbereiten.

Welche Hilfen gibt man zum Angaloppieren?

Nehmen wir an, du möchtest auf der linken Hand im Linksgalopp angaloppieren.

Dein innerer, also linker Schenkel liegt am Gurt. Dein äußerer, rechter Schenkel wird etwas hinter den Gurt genommen. Gleichzeitig bereitest du das Pferd mit Sitz und Zügelhilfen darauf vor, im Gleichgewicht in den Galopp zu springen.

Wichtig ist dabei, aus der Galopphilfe kein großes gymnastisches Kunststück zu machen.

Der äußere Schenkel muss nicht irgendwo in Richtung Pferdeschweif verschwinden und du solltest deinen gesamten Oberkörper nicht nach innen werfen. Gerade Anfänger versuchen häufig, die korrekte Hilfe durch besonders große Bewegungen besonders verständlich zu machen.

Dadurch verlieren sie ausgerechnet in dem Moment ihr eigenes Gleichgewicht, in dem das Pferd angaloppiert.

Die Hilfe soll eindeutig sein, nicht spektakulär.

Ein gut ausgebildetes Schulpferd kennt sie ohnehin. Dein Reitlehrer kann dir außerdem sagen, auf welche Hilfen das jeweilige Pferd besonders gut reagiert.

Welches Bein treibt beim Galoppieren?

Diese Frage sorgt bei Reitanfängern erstaunlich oft für Verwirrung.

Beim Angaloppieren haben beide Schenkel unterschiedliche Aufgaben. Der innere Schenkel bleibt am Gurt und unterstützt die Vorwärtsbewegung und Biegung, während der äußere Schenkel etwas hinter dem Gurt liegt und die Galopphilfe mit vorbereitet beziehungsweise begrenzt.

Wenn das Pferd bereits galoppiert, solltest du aber nicht bei jedem Galoppsprung hektisch irgendwo mit den Beinen klopfen.

Dein Ziel ist ein Pferd, das seinen Galopp selbstständig hält. Wird es langsamer und droht in den Trab zu fallen, gibst du eine treibende Hilfe. Bleibt es im gewünschten Tempo, darfst du es auch einfach galoppieren lassen.

Warum galoppiert mein Pferd nicht an, sondern trabt immer schneller?

Das ist einer der Klassiker im Reitunterricht.

Der Anfänger gibt eine Schenkelhilfe.

Das Pferd trabt schneller.

Der Anfänger denkt: Offenbar war die Hilfe zu schwach.

Also treibt er stärker.

Das Pferd trabt noch schneller.

Nach einer halben langen Seite sind beide Beteiligten in einem beeindruckenden Renntrab unterwegs, aber vom Galopp fehlt weiterhin jede Spur.

Das Problem ist häufig nicht zu wenig Vorwärtsdrang, sondern eine unklare Vorbereitung oder Hilfengebung.

Wenn das Pferd lediglich „schneller“ versteht, reagiert es völlig folgerichtig. Deshalb muss der Übergang vorbereitet werden. Lieber aus einem geordneten Trab eindeutig angaloppieren als das Pferd vorher immer schneller werden zu lassen.

Bei einem Anfänger gehört allerdings noch etwas dazu: Das Pferd.

Ein erfahrenes Schulpferd kann kleinere Fehler des Reiters ausgleichen und kennt häufig zusätzlich die Stimme oder die Signale des Reitlehrers. Ein junges oder noch unausgebildetes Pferd ist dagegen kein geeigneter Lehrmeister für jemanden, der selbst gerade das Galoppieren lernt.

Wie bleibt man beim Galoppieren im Sattel?

Nicht durch Festhalten.

Das ist wahrscheinlich die wichtigste Antwort dieses gesamten Artikels.

Deine Stabilität entsteht aus deinem Gleichgewicht und einem beweglichen Sitz, nicht daraus, dass du dich mit den Knien am Pferd festklemmst.

Lass deine Beine möglichst lang, vermeide ein Hochziehen der Knie und versuche, dein Becken nicht zu versteifen. Dein Oberkörper sollte weder weit nach vorne fallen noch weit nach hinten gelehnt werden.

Und dann kommt der schwierigste Teil:

Du musst dem Pferd erlauben, dich zu bewegen.

Gerade Erwachsene möchten Bewegungen gern bewusst kontrollieren. Beim Galoppieren ist das nur begrenzt hilfreich. Du musst zunächst lernen, die Bewegung des Pferdes wahrzunehmen und ihr zu folgen.

Muss man im Galopp mit dem Becken schieben?

Nein.

Der Satz „Schieb mit dem Becken!“ hat schon erstaunlich viele Reiter dazu gebracht, im Galopp Bewegungen zu veranstalten, die das Pferd nie bestellt hat.

Dein Becken soll beweglich sein und der Bewegung des Pferderückens folgen. Das ist etwas anderes als ein bewusstes, kräftiges Vorwärtsschieben bei jedem Galoppsprung.

Wenn du aktiv schiebst, bewegst du häufig gleichzeitig den Oberkörper, wirst unruhig und störst das Pferd in seinem eigenen Rhythmus.

Denke deshalb weniger daran, eine Bewegung zu machen, sondern mehr daran, die Bewegung des Pferdes durch deinen Körper hindurchzulassen.

Warum hüpfe ich beim Galoppieren im Sattel?

Meistens weil irgendwo Spannung entsteht.

Das können festgeklemmte Knie sein, hochgezogene Beine, ein steifes Becken oder ein verkrampfter Rücken. Manchmal entsteht die Spannung auch schlicht aus Unsicherheit.

Der erste Galopp fühlt sich schnell an. Der Körper reagiert darauf instinktiv mit Festhalten.

Leider bewirkt genau dieses Festhalten häufig, dass du schlechter sitzt.

Hier können einige Galoppsprünge an der Longe sehr hilfreich sein. Wenn du nicht gleichzeitig lenken, Zügel führen, Bahnfiguren beachten und andere Pferde im Auge behalten musst, kannst du dich viel besser auf deinen Körper konzentrieren.

Auch ein Halteriemen am Sattel kann sinnvoller sein als das Festhalten am Zügel. Am Pferdemaul solltest du dein Gleichgewicht jedenfalls nicht suchen.

Ist Galoppieren schwerer als Traben?

Nicht unbedingt.

Viele Reitanfänger sind überrascht, wenn sie zum ersten Mal auf einem Pferd mit einem angenehm zu sitzenden Galopp sitzen.

Der Trab stellt hohe Anforderungen an dein Gleichgewicht, besonders wenn du aussitzen möchtest. Beim Leichttraben löst du einen Teil dieses Problems, indem du dich rhythmisch aus dem Sattel erhebst.

Im Galopp kannst du dagegen der schwingenden Bewegung des Pferdes folgen.

Natürlich gibt es Pferde mit sehr unterschiedlichem Galopp. Auf einem Pferd mit gleichmäßigem, ruhigem Galoppsprung kann sich die Gangart wunderbar bequem anfühlen. Ein sehr großer, kraftvoller oder unausbalancierter Galopp stellt einen Anfänger vor ganz andere Aufgaben.

Deshalb macht das Lehrpferd beim Galoppierenlernen einen enormen Unterschied.

Galoppieren an der Longe lernen

Für viele Anfänger ist die Longe der beste Ort für die ersten Galoppsprünge.

Der Reitlehrer kontrolliert das Pferd und kann den Galopp notfalls zusätzlich mit der Stimme unterstützen. Du kannst dich auf deinen Sitz konzentrieren.

Dabei muss der erste Versuch überhaupt nicht aus mehreren Runden bestehen.

Ein paar gute Galoppsprünge, anschließend wieder Trab und eine kurze Pause können wesentlich hilfreicher sein als minutenlanges Galoppieren, während dein Sitz zunehmend schlechter wird.

Wenn du dich sicherer fühlst, werden die Galoppstrecken länger. Später übernimmst du die Hilfengebung vollständig selbst und schließlich galoppierst du frei.

Kann man als Erwachsener noch Galoppieren lernen?

Natürlich.

Erwachsene lernen allerdings häufig anders als Kinder. Ein Kind setzt sich manchmal aufs Pony, hört „Galopp!“ und beschäftigt sich erst hinterher mit der Frage, was da gerade passiert ist.

Erwachsene möchten verständlicherweise vorher wissen, was sie tun sollen, was das Pferd tun wird und wie sie verhindern, anschließend irgendwo in der Hallenecke zu wohnen.

Das ist kein Nachteil.

Ein erwachsener Anfänger kann Bewegungsabläufe sehr bewusst verstehen und umsetzen. Gleichzeitig können Angst und eine stärkere körperliche Anspannung das Lernen erschweren. Deshalb lohnt es sich gerade bei erwachsenen Reitanfängern, sich genügend Zeit für Sitzschulung und kurze, kontrollierte Galoppsequenzen zu nehmen.

Du musst niemandem beweisen, dass du nach einer bestimmten Zahl von Reitstunden galoppieren kannst.

Angst vor dem Galoppieren: Was hilft?

Angst wird selten kleiner, wenn dein Reitlehrer einfach ruft: „Nun galoppier endlich!“

Wenn du Angst vor dem Galopp hast, sollte zunächst geklärt werden, wovor du eigentlich Angst hast.

Vor dem höheren Tempo? Vor dem Angaloppieren? Davor, das Gleichgewicht zu verlieren? Vor einem bestimmten Pferd? Oder hattest du bereits ein unangenehmes Erlebnis?

Je genauer das Problem bekannt ist, desto gezielter lässt es sich bearbeiten.

Manchmal reichen einige ruhige Galoppsprünge an der Longe. Manchmal hilft ein anderes Pferd. Manchmal solltest du zunächst noch ein paar Stunden an deinem Trab und deinem Gleichgewicht arbeiten.

Angst ist beim Reiten kein besonders guter Grund, eine Übung möglichst schnell hinter sich zu bringen.

Innen- oder Außengalopp: Was bedeutet das?

Pferde können im Rechts- oder Linksgalopp galoppieren.

Reitest du beispielsweise auf der linken Hand und dein Pferd galoppiert im Linksgalopp, spricht man auf der gebogenen Linie vom richtigen beziehungsweise Handgalopp. Galoppiert es stattdessen im Rechtsgalopp, ist es für diese Situation im Außengalopp.

Für einen Anfänger ist zunächst wichtig zu verstehen, dass Galopp also nicht einfach nur Galopp ist.

Später lernst du zu fühlen und zu erkennen, in welchem Galopp dein Pferd unterwegs ist. Noch später wird der Außengalopp sogar ganz bewusst geritten und gehört zur Ausbildung von Pferd und Reiter.

Wenn dein Schulpferd bei deinen ersten Versuchen einmal falsch angaloppiert, ist das allerdings kein Grund für eine mittlere Staatskrise. Durchparieren, neu vorbereiten, noch einmal versuchen.

Was ist Kreuzgalopp?

Beim Kreuzgalopp passen Vorder- und Hinterhand nicht zum selben Galopp. Vereinfacht gesagt galoppiert das Pferd vorne auf der einen und hinten auf der anderen Seite.

Das fühlt sich häufig bereits für den Reiter merkwürdig an.

Kreuzgalopp kann unterschiedliche Ursachen haben. Passiert er bei einem Anfänger einmal beim missglückten Angaloppieren, wird normalerweise durchpariert und neu angaloppiert. Tritt er bei einem Pferd regelmäßig auf, sollte dagegen geklärt werden, warum das Pferd Schwierigkeiten mit dem Galopp hat.

Wie pariert man aus dem Galopp wieder durch?

Galoppieren lernen bedeutet nicht nur, in den Galopp hineinzukommen.

Du musst auch wieder herauskommen.

Zum Durchparieren bereitest du dein Pferd mit deinem Sitz vor, hörst auf, den Galopp weiterzutreiben, und gibst eine abgestimmte Zügelhilfe. Dein Oberkörper bleibt aufgerichtet und du versuchst nicht, das Pferd mit den Händen abrupt in den Trab zu ziehen.

Nach dem Übergang musst du sofort wieder in die neue Bewegung finden.

Und genau hier wartet bei vielen Anfängern die eigentliche Überraschung: Nach einem schönen Galopp kommt plötzlich wieder der Trab.

Wer gerade noch begeistert im Galopp mitgeschwungen ist, wird beim ersten Trabtritt daran erinnert, dass der Trab seine ganz eigenen Vorstellungen von Gemütlichkeit besitzt.

Die häufigsten Fehler beim Galoppieren lernen

Viele Probleme beim ersten Galopp haben dieselbe Ursache: Der Anfänger möchte zu viel gleichzeitig kontrollieren.

Er klemmt mit den Knien, hält sich am Zügel fest, zieht die Beine hoch, lehnt sich nach vorne oder hinten und versucht gleichzeitig, mit dem Becken kräftig den Galopp anzuschieben.

Das Pferd bekommt dadurch eine ganze Sammlung unterschiedlicher Informationen und der Reiter verliert seinen Sitz.

Versuche stattdessen, die Aufgabe zunächst klein zu halten.

Ein ruhiges Lehrpferd, eine klare Vorbereitung, eine eindeutige Galopphilfe und anschließend einige wenige Galoppsprünge, bei denen du dich vor allem auf deinen Sitz konzentrierst.

Der Rest kommt mit der Zeit.

Wie lange dauert es, Galoppieren zu lernen?

Darauf gibt es keine seriöse Zahl.

Es hängt davon ab, wie häufig du reitest, welche Pferde dir zur Verfügung stehen, wie dein Unterricht aufgebaut ist, welche Bewegungserfahrung du mitbringst und was du überhaupt unter „Galoppieren können“ verstehst.

Ein paar Galoppsprünge auf einem zuverlässigen Pferd an der Longe sind etwas völlig anderes als selbstständig korrekt anzugaloppieren, den Galopp in verschiedenen Bahnfiguren zu halten, Übergänge zu reiten und später auch im Gelände sicher zu galoppieren.

Deshalb solltest du deinen Fortschritt nicht an einer bestimmten Zahl von Wochen oder Reitstunden messen.

Der erste Galopp ist kein Abschluss.

Er ist eigentlich nur die Tür zu einem ziemlich großen neuen Zimmer.

Galoppieren lernen: Erst Gleichgewicht, dann Feinheiten

Für deinen ersten Galopp brauchst du keine perfekten Dressurhilfen. Du brauchst ein geeignetes Pferd, vernünftigen Unterricht, ausreichend Gleichgewicht und vor allem einen Körper, der nicht versucht, sich gegen jede Bewegung des Pferdes zu wehren.

Lerne zunächst das Gefühl des Galopps kennen. Lass dein Becken der Bewegung folgen, halte deine Beine lang und vermeide es, dich mit Knien oder Zügeln festzuhalten. Danach kannst du Schritt für Schritt an Hilfengebung, Übergängen und einem immer besseren Galoppsitz arbeiten.

Und falls dein erster Versuch aus vier Galoppsprüngen, einem überraschten Gesicht und anschließend acht Metern etwas hektischem Trab besteht, ist auch das ein erster Galopp.

Beim nächsten Mal weiß dein Körper schon ein bisschen besser, was da gerade unter ihm passiert.

Eine Antwort zu „Galopp“

  1. Avatar von Galopphilfen – Alles über Pferde

    […] Angaloppieren gehört zu diesen Dingen, die im Reitunterricht zunächst erstaunlich einfach klingen. Inneres Bein […]

    Like

Hinterlasse einen Kommentar