Das teuerste Pferd der Welt: Diese Pferde kosteten Millionen
70 Millionen Dollar für ein Pferd? Dafür könnte man einen ziemlich ordentlichen Reitstall bauen, ein paar hundert Pferde hineinstellen und vermutlich noch genügend Geld übrig behalten, um sich über die Heupreise zumindest einige Jahre lang nicht aufzuregen.
Tatsächlich werden für außergewöhnliche Pferde Summen bezahlt, die selbst im internationalen Spitzensport absurd wirken. Allerdings ist die Frage „Was ist das teuerste Pferd der Welt?“ gar nicht so einfach zu beantworten, denn es macht einen erheblichen Unterschied, ob ein Pferd frei verkauft, bei einer öffentlichen Auktion versteigert oder für die Zucht in Anteile aufgeteilt wurde.
Schauen wir uns deshalb nicht nur das teuerste Pferd der Welt an, sondern auch das teuerste Rennpferd, Dressurpferd, Springpferd, Pony und einige weitere erstaunliche Millionenpferde.
Was ist das teuerste Pferd der Welt?
Als teuerstes Pferd der Welt beziehungsweise eines der teuersten jemals verkauften Pferde wird meist der Vollbluthengst Fusaichi Pegasus genannt.
Der amerikanische Rennhengst gewann im Jahr 2000 das berühmte Kentucky Derby. Anschließend wurde er an das internationale Zuchtunternehmen Coolmore verkauft.
Der genaue Kaufpreis wurde nie offiziell veröffentlicht. Zeitgenössische Berichte sprechen jedoch von 60 bis 70 Millionen US-Dollar. BloodHorse berichtete damals unter Berufung auf Quellen sogar von einem Preis von mehr als 70 Millionen Dollar. Auch spätere Fachberichte nennen eine Größenordnung von 60 bis 70 Millionen Dollar. citeturn0search14turn1search7
Damit ist allerdings schon die erste wichtige Einschränkung nötig:
Die oft genannten 70 Millionen Dollar sind kein öffentlich dokumentierter Auktionspreis. Es handelte sich um einen privaten Deal, dessen genaue Summe nicht offiziell bestätigt wurde.
Fusaichi Pegasus bleibt trotzdem einer der spektakulärsten Pferdeverkäufe aller Zeiten.
Wer war Fusaichi Pegasus?
Fusaichi Pegasus wurde 1997 geboren und stammte von dem berühmten Vollbluthengst Mr. Prospector ab.
Billig war er übrigens schon vor seiner Rennkarriere nicht. Als Jährling kostete er 4 Millionen US-Dollar. Anschließend entwickelte er sich zu einem der besten Rennpferde seines Jahrgangs und gewann unter anderem das Kentucky Derby 2000.
Sein gewaltiger Wert entstand aber nicht nur durch seine Rennleistung.
Für einen Züchter ist ein erfolgreicher Hengst potentiell über viele Jahre wertvoll. Ein Hengst kann zahlreiche Nachkommen zeugen, und bei entsprechend hohen Decktaxen entsteht daraus ein vollkommen anderes wirtschaftliches Potential als bei einem Wallach.
Coolmore kaufte mit Fusaichi Pegasus deshalb nicht einfach ein schnelles Pferd, sondern vor allem einen zukünftigen Zuchthengst mit international vermarktbarer Abstammung und einem Kentucky-Derby-Sieg im Lebenslauf.
Das teuerste Pferd bei einer Auktion: The Green Monkey für 16 Millionen Dollar
Hier wird die Geschichte noch verrückter.
Denn der offizielle Guinness-Rekord für das teuerste bei einer öffentlichen Auktion verkaufte Pferd liegt nicht bei Fusaichi Pegasus.
Er gehört The Green Monkey.
Der damals zweijährige Vollbluthengst wurde 2006 für unglaubliche 16 Millionen US-Dollar versteigert. Guinness World Records führt diesen Verkauf als höchsten Preis für ein Vollblutrennpferd bei einer öffentlichen Auktion. (guinnessworldrecords.com)
Und jetzt kommt das eigentlich Erstaunliche:
The Green Monkey hatte zu diesem Zeitpunkt noch kein einziges Rennen bestritten.
Er hatte bei einer sogenannten Breeze-up-Veranstaltung mit seiner Geschwindigkeit beeindruckt. Aus einem Bieterduell entwickelte sich anschließend jener 16-Millionen-Dollar-Kauf, der bis heute berühmt ist.
Sportlich wurde daraus allerdings keine märchenhafte Erfolgsgeschichte.
The Green Monkey startete lediglich dreimal, gewann kein einziges Rennen und verdiente während seiner Rennkarriere nur etwas mehr als 10.000 Dollar Preisgeld. (en.wikipedia.org)
Das dürfte ihn zu einem der eindrucksvollsten Beweise dafür machen, dass ein astronomischer Kaufpreis bei einem Pferd noch lange keine Erfolgsgarantie ist.
Das teuerste Rennpferd der Welt
Hier müssen wir deshalb unterscheiden.
Geht es um ein bereits erfolgreiches Rennpferd, das anschließend privat verkauft wurde, ist Fusaichi Pegasus mit den berichteten 60 bis 70 Millionen Dollar der prominenteste Kandidat. (thoroughbreddailynews.com)
Geht es dagegen um das teuerste Rennpferd bei einer öffentlichen Auktion, ist The Green Monkey mit 16 Millionen Dollar der Rekordhalter. (guinnessworldrecords.com)
Und dann gibt es noch eine dritte Kategorie.
Shareef Dancer: 40 Millionen Dollar für einen Zuchthengst
Schon 1983 sorgte der Vollbluthengst Shareef Dancer für einen spektakulären Millionendeal.
Shareef Dancer hatte unter anderem das Irish Derby gewonnen. Nach seiner Rennkarriere wurde er für die Zucht syndiziert. Der Gesamtwert dieser Anteile betrug 40 Millionen US-Dollar, damals ein Weltrekord für einen Hengst beziehungsweise Hengstanwärter. (theirishfield.ie)
Eine Syndizierung ist allerdings nicht dasselbe wie ein normaler Pferdeverkauf. Bei wertvollen Zuchthengsten wird das Eigentum häufig in Anteile aufgeteilt. Deshalb sollte man die 40 Millionen Dollar nicht einfach mit einem normalen Auktionspreis gleichsetzen.
Trotzdem zeigt Shareef Dancer eindrucksvoll, wo bei Spitzenrennpferden das wirklich große Geld steckt: häufig weniger auf der Rennbahn als später in der Zucht.
Das teuerste Dressurpferd der Welt: Totilas
Im Dressursport dürfte kaum ein Pferd so bekannt geworden sein wie Totilas.
Mit Edward Gal stellte der schwarze KWPN-Hengst Weltrekorde auf und gewann 2010 bei den Weltreiterspielen drei Goldmedaillen.
Noch im selben Jahr wurde Totilas an Paul Schockemöhle verkauft.
Lange kursierten dafür Summen zwischen 10 und 15 Millionen Euro. Später brachten Gerichtsunterlagen Licht ins Dunkel: Der tatsächlich dokumentierte Kaufpreis betrug 9,5 Millionen Euro. (eurodressage.com)
Das ist für unseren Vergleich besonders interessant, denn im Internet findet man bis heute häufig 10, 11 oder sogar 15 Millionen Euro als angeblichen Verkaufspreis von Totilas.
Die belastbarere Zahl ist 9,5 Millionen Euro.
Damit gehört Totilas zu den teuersten Dressurpferden aller Zeiten und dürfte der bekannteste Millionenverkauf des internationalen Dressursports sein.
Warum war Totilas so teuer?
Totilas war weit mehr als ein erfolgreiches Turnierpferd.
Er war Weltmeister, Weltrekordhalter, Publikumsmagnet und gekörter Hengst.
Damit besaß er gleichzeitig einen enormen sportlichen und züchterischen Wert. Bereits vor seinem Verkauf wurde Totilas in der Zucht eingesetzt. Seine Decktaxe lag 2010 bei 5.500 Euro. (racingpost.com)
Bei einem solchen Pferd kauft man also nicht nur dessen sportliche Leistungsfähigkeit, sondern gleichzeitig Abstammung, Zuchtpotential, Bekanntheit und Vermarktungsmöglichkeiten.
Das teuerste Springpferd der Welt: MHS Going Global
Bei den teuersten Springpferden findet man häufig Palloubet d’Halong.
Der Wallach wurde 2013 für rund 11 Millionen Euro verkauft und galt damit seinerzeit als teuerstes Springpferd der Welt. (eurodressage.com)
Aber dabei blieb es offenbar nicht.
2016 wechselte das irische Springpferd MHS Going Global für eine berichtete Summe von rund 12 Millionen Euro zu Athina Onassis. Der Verkauf wurde damals als neuer Rekordpreis für Springpferde
Damit ist MHS Going Global der bessere Kandidat für den Titel:
teuerstes dokumentiertes beziehungsweise öffentlich berichtetes Springpferd der Welt: rund 12 Millionen Euro.
Der Wallach hatte mit Greg Broderick unter anderem an den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro teilgenommen.
Palloubet d’Halong: 11 Millionen Euro für einen Wallach
Palloubet d’Halong bleibt trotzdem bemerkenswert.
Der 2003 geborene Fuchswallach wurde unter der Schweizer Springreiterin Janika Sprunger international erfolgreich und wechselte 2013 für angeblich 11 Millionen Euro den Besitzer. (eurodressage.com)
Und hier zeigt sich ein entscheidender Unterschied zu Totilas oder Fusaichi Pegasus:
Palloubet war ein Wallach.
Sein Käufer konnte also nicht darauf hoffen, einen Teil des Kaufpreises später über Decktaxen und Nachkommen wieder hereinzuholen.
Die Millionen wurden praktisch vollständig für seine sportliche Qualität bezahlt.
Das teuerste Pony der Welt
Bei Ponys werden natürlich vollkommen andere Summen erreicht als bei internationalen Renn-, Dressur- oder Springpferden.
Guinness World Records führt einen erstaunlich alten Rekord für den teuersten Ponyhengst.
Der Welsh-Mountain-Ponyhengst Coed Cock Bari wurde 1978 in Wales für 21.000 Guineas beziehungsweise 22.050 britische Pfund an einen australischen Käufer verkauft. Guinness nennt dafür einen damaligen Gegenwert von etwa 32.000 US-Dollar. (guinnessworldrecords.com)
Ob heute irgendwo ein Sportpony privat für deutlich mehr Geld verkauft wurde, lässt sich kaum zuverlässig ausschließen, denn gerade im hochklassigen Pony-Dressur- und Springsport werden Kaufpreise häufig nicht veröffentlicht.
Deshalb sollte man hier sauber formulieren:
Coed Cock Bari hält den von Guinness dokumentierten Rekord für einen Ponyhengst.
Das teuerste Kaltblut beziehungsweise Zugpferd
Auch dafür gibt es tatsächlich einen offiziellen Rekord.
McIlrath’s Captain Jim, ein zweijähriger Belgischer Kaltbluthengst, wurde 2003 in Illinois für 112.500 US-Dollar versteigert.
Guinness World Records führt ihn als teuerstes Zugpferd beziehungsweise „draught horse“. (guinnessworldrecords.com)
Gegenüber 60 oder 70 Millionen Dollar klingt das beinahe nach einem Schnäppchen. Für ein Kaltblut auf einer öffentlichen Auktion ist eine sechsstellige Dollarsumme allerdings außergewöhnlich.
Das teuerste Pferd als Jährling: Seattle Dancer
Ein weiterer Name darf bei den teuersten Pferden der Welt nicht fehlen: Seattle Dancer.
Der Jährling wurde 1985 bei Keeneland für 13,1 Millionen US-Dollar verkauft.
Guinness World Records führt diesen Betrag als höchsten Preis, der für einen Jährling bezahlt wurde. (guinnessworldrecords.com)
Das bedeutet: Seattle Dancer war ungefähr ein Jahr alt und hatte selbstverständlich noch keine große Rennkarriere vorzuweisen.
Bezahlt wurde für die Hoffnung auf das, was aus ihm einmal werden könnte.
Seattle Dancer gewann später tatsächlich Rennen, wurde aber nicht zu dem überragenden Superstar, den sein Kaufpreis vielleicht erwarten ließ.
Die teuerste Stute: Auch Stuten erzielen Millionenpreise
Die Welt der extrem teuren Pferde besteht keineswegs nur aus Hengsten.
Ein schönes Beispiel ist die irisch gezogene Vollblutstute Playful Act. Sie wurde 2007 bei Keeneland für 10,5 Millionen US-Dollar verkauft und stellte damit seinerzeit einen Weltrekord für eine Zuchtstute auf. (keeneland.com)
Auch hier spielt der Zuchtwert eine entscheidende Rolle. Eine außergewöhnliche Stute kann zwar deutlich weniger Nachkommen hervorbringen als ein Hengst, ihre Abstammung und genetische Qualität können sie für große Rennpferdezüchter trotzdem extrem wertvoll machen.
Das teuerste Pony auf einer deutschen Auktion: 110.000 Euro für Crocodile Rock
Bei den teuersten Pferden der Welt wirken Ponys zunächst wie die preiswerte Abteilung. Aber auch ein Deutsches Reitpony kann problemlos einen sechsstelligen Betrag kosten.
Ein besonders spektakuläres Beispiel ist Crocodile Rock. Das Reitpony wurde 2008 bei einer Auktion im Westfälischen Pferdezentrum in Münster-Handorf für unglaubliche 110.000 Euro verkauft.
Und diese Zahl ist erfreulich gut dokumentiert: Die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen berichtete damals ausdrücklich, dass damit der höchste Preis in der Geschichte dieser westfälischen Versteigerung für ein Pony erzielt worden war. (Landwirtschaftskammer)
110.000 Euro für ein Pony klingt zunächst ziemlich gewaltig. Im hochwertigen Sportponybereich darf man allerdings nicht vergessen, dass hervorragend ausgebildete und erfolgreiche Ponys für den internationalen Nachwuchssport ausgesprochen begehrt sind.
Was kosten teure Deutsche Reitponys heute?
Dass Crocodile Rock kein Beweis dafür ist, dass irgendwann 2008 kollektiv der Auktionshammer außer Kontrolle geraten ist, zeigen auch wesentlich jüngere Ergebnisse.
Bei der Westfälischen Herbst-Auktion 2025 kostete das Deutsche Reitpony FS Clarimo, ein Nachkomme von FS Coconut Dream, 69.000 Euro. Ein weiteres Reitpony, Come Together WE, wurde für 40.000 Euro verkauft. Die offizielle Preisliste des Westfälischen Pferdestammbuchs dokumentiert beide Zuschläge. (Westfalenpferde)
Auch spezialisierte Reitponyauktionen erreichen regelmäßig fünfstellige Beträge. Bei einer Auktion der Ponyforum GmbH wurde 2023 beispielsweise der bereits im FEI-Sport erfolgreiche Wallach G-Star für 38.000 Euro verkauft. (Pferdestammbuch Weser Ems)
2025 erzielte der neunjährige Palominowallach Glückspilz einen Spitzenpreis von 30.000 Euro. Er war bereits bis zur Dressurklasse M platziert und wurde in die USA verkauft. (pzvba.de)
Und Anfang 2026 erreichte eine Reitponyauktion der Ponyforum GmbH einen Spitzenpreis von 37.000 Euro bei einem Durchschnittspreis von immerhin 17.000 Euro für die 15 verkauften Ponys. (ponyverband-hessen.de)
Warum können Sportponys so teuer werden?
Ein Spitzenpony ist nicht einfach nur ein kleines Pferd.
Im internationalen Nachwuchssport werden hervorragend ausgebildete Dressur- und Springponys gesucht, mit denen Kinder und Jugendliche sicher auf hohem Niveau starten können. Besonders begehrt sind erfahrene Ponys, die bereits Turniererfolge vorweisen können und gleichzeitig zuverlässig von jungen Reitern zu bedienen sind.
Genau diese Kombination ist selten.
Dazu kommen bei Deutschen Reitponys Abstammung, Zuchtwert, Bewegungsqualität und bei Hengsten gegebenenfalls die weitere Nutzung in der Zucht.
Ein hervorragendes Sportpony kann deshalb erheblich mehr kosten als ein durchschnittliches Großpferd.
Sind 110.000 Euro der Weltrekord für ein Pony?
Das lässt sich seriös nicht behaupten.
Viele besonders hochwertige Sportponys werden privat verkauft, und ihre Kaufpreise werden nicht veröffentlicht. Deshalb wäre die Aussage „Crocodile Rock ist das teuerste Pony der Welt“ nicht belastbar.
Was wir dagegen belegen können:
Crocodile Rock erzielte 2008 bei einer westfälischen Auktion in Münster-Handorf 110.000 Euro und stellte damit den damaligen Rekord dieser Versteigerung für ein Pony auf. (Landwirtschaftskammer)
Und das ist ohnehin die interessantere Geschichte: Während bei den teuersten Vollblütern Millionenbeträge fließen, kann selbst ein Deutsches Reitpony bei einer deutschen Auktion einen sechsstelligen Preis erreichen.
Die teuersten Warmblüter auf Auktionen
Wenn bei Pferdeauktionen richtig Geld fließt: 400.000 Euro sind erst der Anfang
Wer glaubt, sechsstellige Preise seien bei Pferdeauktionen bereits außergewöhnlich, sollte einen Blick auf die wirklich hochpreisigen Auktionen werfen. Bei Spitzenpferden endet das Bieten nämlich keineswegs bei 200.000 oder 300.000 Euro. Einige Nachwuchspferde werden für Beträge verkauft, für die andere Menschen mehrere Häuser kaufen könnten.
1,5 Millionen Euro für Ferrari
Einer der spektakulärsten Auktionspreise für ein junges Dressurpferd wurde 2016 bei der berühmten P.S.I.-Auktion erzielt.
Der damals erst vierjährige Dressurhengst Ferrari wurde für unglaubliche 1,5 Millionen Euro versteigert. Damit war er die Preisspitze der Dressurpferde dieser Auktion. (FR.de)
1,5 Millionen Euro für ein vierjähriges Pferd bedeutet vor allem eines: Hier wurde nicht für bereits gewonnene Olympiamedaillen bezahlt, sondern für die Erwartung, dass aus diesem außergewöhnlichen Nachwuchspferd einmal ein internationaler Star werden könnte.
Chaceana PS: 1,4 Millionen Euro für eine junge Springstute
Auch Springpferde können bereits in jungen Jahren die Millionengrenze durchbrechen.
Bei der P.S.I.-Auktion 2024 wurde die Chacoon-Blue-Tochter Chaceana PS für 1,4 Millionen Euro verkauft.
Ihre Mutter Conceana PS war bereits bis 1,50 Meter erfolgreich. Für Chaceana PS reichten Abstammung, Qualität und sportliche Perspektive offenbar aus, um ein Bieterduell bis weit jenseits der Millionengrenze auszulösen. (P.S.I Auction)
Vivendy: 1,26 Millionen Euro für ein Dressurpferd
Bei derselben Auktion wurde auch im Dressurlager siebenstellig geboten.
Die Vivino-Tochter Vivendy erzielte 1,26 Millionen Euro und wechselte in einen renommierten Dressurstall in Schleswig-Holstein. (P.S.I Auction)
Damit kosteten allein Chaceana PS und Vivendy zusammen 2,66 Millionen Euro.
Crazy in Love: 1 Million Euro
Auch die internationale Springpferdeauktion von Holger Hetzel in Goch produziert Preise, die mit einer gewöhnlichen Pferdeauktion nicht mehr viel gemeinsam haben.
2023 wurde der siebenjährige Cornet-Obolensky-Sohn Crazy in Love für genau 1 Million Euro verkauft.
Und damit war der Geldregen noch lange nicht vorbei: Space Taxi kostete 700.000 Euro, während für den Selle-Français-Hengst Grand Amour 600.000 Euro bezahlt wurden. (spring-reiter.de)
Drei Pferde, 2,3 Millionen Euro.
LVS Vigo: ebenfalls 1 Million Euro
Auch bei der P.S.I.-Auktion 2022 erreichte ein Springpferd die Millionengrenze.
LVS Vigo wurde für 1 Million Euro versteigert.
Und die Preisliste dieser Auktion liest sich ohnehin eher wie die Immobilienseite einer Großstadt als wie ein Pferdekatalog: View of Power kostete 900.000 Euro, Balstakko 800.000 Euro, Violet und Top Boy jeweils 700.000 Euro, Diavant Blue PS 650.000 Euro, Casall-Fleur PS 625.000 Euro, Jumanji 550.000 Euro, Veuve Clicquot 510.000 Euro und Kalifa 500.000 Euro. (ludwigs-pferdewelten.de)
Allein diese eine P.S.I.-Auktion erzielte einen Gesamterlös von knapp 23 Millionen Euro. (ludwigs-pferdewelten.de)
850.000 Euro für einen jungen Westfalen
Und auch die klassischen deutschen Zuchtverbände können richtig spektakuläre Preise produzieren.
Beim Westfälischen Hengstmarkt 2024 wurde der dressurbetonte Siegerhengst von Vitalis aus einer Fürst-Jazz-Mutter für 850.000 Euro versteigert.
Noch bemerkenswerter: Gleich zwei weitere junge Hengste kosteten mehr als eine halbe Million. Ein Sohn von Zanetti aus einer Escolar-Mutter erzielte 520.000 Euro, ein Hengst von St. Schufro aus einer Sir-Donnerhall-Mutter 505.000 Euro. (Westfalenpferde)
Ein Jahr zuvor war beim Westfälischen Hengstmarkt bereits ein Sohn von Total McLaren–Florenciano für 700.000 Euro verkauft worden. (reiter-und-pferde.de)
Das sind wohlgemerkt keine fertig ausgebildeten Grand-Prix-Pferde mit jahrelanger internationaler Karriere, sondern junge Hengste, bei denen Züchter und Käufer vor allem für Qualität, Abstammung und zukünftiges Potential bezahlen.
600.000 Euro für einen jungen Holsteiner
Auch bei Holsteinern finden sich die Preise, nach denen man ein bisschen tiefer graben muss.
Der Holsteiner Valeroso SDN, früher Di Pleasure, wurde als fünfjähriges Pferd für 600.000 Euro verkauft. Später wurde er Bundeschampion in Mexiko und war international im Springsport erfolgreich. (pferd-und-sport.de)
Ein weiterer Holsteiner, Chinchero von Chopin–Clarimo, erzielte beim Holsteiner Hengstmarkt 400.000 Euro. Er war damals der teuerste Hengst der Auktion. (pferd-und-sport.de)
Damit sind 400.000 Euro bei den wirklich spektakulären Pferdeauktionen tatsächlich eher die Eintrittskarte als die Spitze.
500.000 Euro für eine Bundeschampionesse
Auch Kalifa, eine Tochter des Holsteiner Hengstes Million Dollar, gehört in diese Liste.
Nachdem sie 2022 Bundeschampionesse geworden war, wurde sie über die P.S.I.-Auktion für 500.000 Euro verkauft und ging anschließend in die USA. Der Holsteiner Verband führt diesen Verkauf selbst in der Beschreibung ihres Vaters Million Dollar auf. (Holsteiner Verband)
400.000 Euro für den Trakehner Herakles
Selbst bei den Trakehnern findet sich ein entsprechender Hochpreisverkauf.
Der bereits bis Intermédiaire II platzierte Trakehnerhengst Herakles wechselte bei der Glantz-und-Gloria-Auktion für 400.000 Euro den Besitzer. (pferd-und-sport.de)
Und auch beim Trakehner Hengstmarkt 2025 wurde die 400.000-Euro-Marke wieder geknackt: Die Preisspitze wurde für 405.000 Euro zugeschlagen. (dertrakehner.de)
Die spektakulärsten Auktionspreise auf einen Blick
Ferrari: 1,5 Millionen Euro
Chaceana PS: 1,4 Millionen Euro
Vivendy: 1,26 Millionen Euro
Crazy in Love: 1 Million Euro
LVS Vigo: 1 Million Euro
View of Power: 900.000 Euro
Westfälischer Siegerhengst von Vitalis: 850.000 Euro
Mr Cento Chacco PS: 800.000 Euro
Balstakko: 800.000 Euro
Space Taxi: 700.000 Euro
Westfälischer Total-McLaren-Sohn: 700.000 Euro
Violet: 700.000 Euro
Top Boy: 700.000 Euro
For Global: 650.000 Euro
Diavant Blue PS: 650.000 Euro
Casall-Fleur PS: 625.000 Euro
Saint Lavinia: 600.000 Euro
Livarello: 600.000 Euro
Grand Amour: 600.000 Euro
Valeroso SDN: 600.000 Euro
Jumanji: 550.000 Euro
Westfälischer Zanetti-Sohn: 520.000 Euro
Veuve Clicquot: 510.000 Euro
Westfälischer St.-Schufro-Sohn: 505.000 Euro
Kalifa: 500.000 Euro
Hannoveraner Vivaldos-Revolution-Sohn: 500.000 Euro
Crazy Guapo PS: 450.000 Euro
For Britain: 450.000 Euro
For Prime: 450.000 Euro
Garance de Vains: 410.000 Euro
Trakehner Auktionsspitze 2025: 405.000 Euro
Herakles: 400.000 Euro
Chinchero: 400.000 Euro
Warum können Pferde überhaupt Millionen kosten?
Ein Pferd besitzt natürlich kein Preisschild, das sich objektiv aus Größe, Alter und Anzahl der Beine errechnen ließe.
Bei Spitzenpferden setzt sich der Wert aus mehreren Faktoren zusammen:
Sportliche Leistung: Olympiapferde, Weltmeister und Sieger großer Rennen sind entsprechend begehrt.
Abstammung: Bei Renn- und Zuchtpferden können berühmte Eltern und erfolgreiche Blutlinien enorme Auswirkungen auf den Preis haben.
Zuchtwert: Besonders erfolgreiche Hengste können über viele Jahre hohe Einnahmen durch Decktaxen erzielen.
Alter: Ein junges Pferd mit großer sportlicher Perspektive kann wertvoller sein als ein älteres Pferd, dessen Karriere bald endet.
Gesundheit: Schon kleine gesundheitliche Probleme können den Wert eines Sportpferdes drastisch verändern.
Seltenheit: Ein außergewöhnliches Pferd mit Eigenschaften, die kaum ein anderes Tier besitzt, lässt sich nicht einfach ersetzen.
Und schließlich gilt auch auf dem Pferdemarkt eine ausgesprochen menschliche Regel: Sobald zwei sehr vermögende Käufer unbedingt dasselbe Pferd haben wollen, kann es teuer werden.
The Green Monkey ist dafür wahrscheinlich das schönste Beispiel. Aus einem ursprünglich für 425.000 Dollar gekauften Jährling wurde innerhalb weniger Monate ein 16-Millionen-Dollar-Pferd. (racingpost.com)
Sind teure Pferde automatisch besonders erfolgreich?
Ganz eindeutig: nein.
The Green Monkey kostete 16 Millionen Dollar und gewann anschließend kein einziges Rennen.
Totilas war dagegen bereits vor seinem Verkauf ein Weltstar.
Fusaichi Pegasus hatte das Kentucky Derby gewonnen, bevor Coolmore die gewaltige Summe für ihn zahlte.
Ein hoher Preis kann also sowohl für bereits bewiesene Leistung als auch für eine bloße Erwartung an die Zukunft bezahlt werden.
Gerade bei jungen Rennpferden kaufen Investoren letztlich eine Mischung aus Abstammung, körperlichen Voraussetzungen und Hoffnung.
Und Hoffnung ist auf dem Pferdemarkt gelegentlich erstaunlich teuer.
Die teuersten Pferde der Welt im Überblick
Fusaichi Pegasus: rund 60 bis 70 Millionen US-Dollar, privat verkaufter Kentucky-Derby-Sieger und Zuchthengst. Der genaue Kaufpreis wurde nie offiziell bestätigt. (thoroughbreddailynews.com)
Shareef Dancer: 40 Millionen US-Dollar Gesamtwert bei seiner Syndizierung als Zuchthengst. (theirishfield.ie)
The Green Monkey: 16 Millionen US-Dollar und damit Guinness-Rekordhalter für ein bei einer öffentlichen Auktion verkauftes Vollblut. (guinnessworldrecords.com)
Seattle Dancer: 13,1 Millionen US-Dollar und Guinness-Rekord für einen Jährling. (guinnessworldrecords.com)
MHS Going Global: rund 12 Millionen Euro, einer der höchsten öffentlich berichteten Preise für ein Springpferd. (horseandhound.co.uk)
Palloubet d’Halong: rund 11 Millionen Euro, 2013 damaliger Rekordpreis für ein Springpferd. (eurodressage.com)
Playful Act: 10,5 Millionen US-Dollar, damaliger Weltrekord für eine Zuchtstute. (keeneland.com)
Totilas: 9,5 Millionen Euro laut später bekannt gewordenen Gerichtsunterlagen und damit einer der spektakulärsten Verkäufe der Dressurgeschichte. (eurodressage.com)
Welches Pferd ist nun wirklich das teuerste Pferd der Welt?
Wer einfach wissen möchte, welches Pferd für den höchsten bekannten Betrag verkauft wurde, landet bei Fusaichi Pegasus. Für seinen Verkauf an Coolmore im Jahr 2000 werden etwa 60 bis 70 Millionen US-Dollar genannt. Weil es sich um einen privaten Verkauf handelte, wurde die exakte Summe allerdings nie offiziell bestätigt. (thoroughbreddailynews.com)
Wer dagegen ausschließlich einen offiziell dokumentierten öffentlichen Auktionspreis gelten lässt, bekommt eine andere Antwort:
The Green Monkey kostete 16 Millionen US-Dollar und hält den entsprechenden Guinness-Weltrekord. (guinnessworldrecords.com)
Und damit zeigt die Suche nach dem teuersten Pferd der Welt vor allem eines: Bei Millionenpferden lohnt es sich, ziemlich genau hinzusehen, welche Zahl eigentlich miteinander verglichen wird.
Denn ein Verkaufspreis, ein Auktionspreis, ein geschätzter Marktwert und der Gesamtwert einer Hengst-Syndizierung sind vier völlig verschiedene Dinge.
Häufige Fragen zu den teuersten Pferden der Welt
Was ist das teuerste Pferd der Welt?
Als teuerstes verkauftes Pferd wird meist Fusaichi Pegasus genannt. Für seinen Verkauf an Coolmore werden etwa 60 bis 70 Millionen US-Dollar angegeben, wobei der genaue Preis nicht offiziell bestätigt wurde. (thoroughbreddailynews.com)
Was ist das teuerste Pferd, das jemals versteigert wurde?
The Green Monkey wurde 2006 für 16 Millionen US-Dollar versteigert. Guinness World Records führt diesen Verkauf als Rekord für ein Vollblutrennpferd bei einer öffentlichen Auktion. (guinnessworldrecords.com)
Was ist das teuerste Dressurpferd der Welt?
Totilas gehört zu den teuersten und bekanntesten Dressurpferden der Geschichte. Gerichtsunterlagen belegen einen Verkaufspreis von 9,5 Millionen Euro. (eurodressage.com)
Was ist das teuerste Springpferd der Welt?
Für MHS Going Global wurde 2016 ein Kaufpreis von rund 12 Millionen Euro berichtet. Zuvor hatte Palloubet d’Halong mit rund 11 Millionen Euro für Schlagzeilen gesorgt. (horseandhound.co.uk)
Was ist das teuerste Pony der Welt?
Guinness World Records führt den Welsh-Mountain-Hengst Coed Cock Bari als teuersten Ponyhengst. Er wurde 1978 für 21.000 Guineas verkauft. Bei modernen Sportponys können private Verkaufspreise allerdings höher liegen, ohne öffentlich bekannt zu werden. (guinnessworldrecords.com)
Warum sind Rennpferde so teuer?
Bei Spitzenrennpferden wird nicht nur die mögliche oder bereits bewiesene Rennleistung bezahlt. Besonders Hengste können nach ihrer Rennkarriere als Zuchtpferde enorme wirtschaftliche Bedeutung bekommen. Genau das erklärt einen großen Teil der extremen Preise von Pferden wie Fusaichi Pegasus und Shareef Dancer.
War The Green Monkey sein Geld wert?
Sportlich betrachtet kaum. Trotz seines Kaufpreises von 16 Millionen Dollar gewann The Green Monkey keines seiner drei Rennen. (racingpost.com)

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